3 Und daselbst sah ich sieben Sterne des Himmels an ihm zusammengebunden wie grosse Berge und im Feuer brennend. 4 Da sprach ich: »Um welcher Sünde willen sind sie gebunden, und sind sie hierher verstossen?« 5 Da sagte zu mir Uriel, einer von heiligen Engeln, der mit mir war, indem er mich führte, und sprach:
»Henoch, um wessentwillen fragst du, und um wessentwillen forschest du und trägst Sorge? 6 Die gehören zu den Sternen, welche Grottes übertreten haben, und sie sind hier gebunden, bis zehntausend Aeonen, die Zahl der Tage ihrer Sünde, zu Ende sind.« 7 da ging ich nach einem anderen Orte, schrecklicher als dieser, und ich
sah entsetzliche Dinge: ein mächtiges Feuer war da, das flammte loderte, und einen Spalt hatte der Ort bis zum Abgrund, angefüllt mächtigen Feuersäulen, die man hinabfahren liess, und weder seine Masse noch seine Grösse zu sehen und war nicht im (sie) abzuschätzen. 8 Da. sprach ich: »Wie schrecklich ist dieser Ort
und peinvoll anzusehen.« 9 Da antwortete mir Uriel, einer der Engel, der bei mir war, und sprach: »Henoch, warum hast du solche Furcht und Schrecken?«
gehalten bis in Ewigkeit.« 2 σαρες τόποι ἐν αὐτῷ κοῖλοι βάθος ἔχοντες καὶ λίαν λεῖον, τρεῖς αὐτῶν σκοτεινοὶ καὶ εἷς φωτεινός, καὶ πηγὴ ὕδατος ἀνὰ μέσον αὐτοῦ. εἶπον· πῶς λεῖα τὰ κοιλώματα ταῦτα καὶ ὁλοβαθῆ καὶ σκοτεινὰ ὁράσει.
μετ’ ἐμοῦ ἠν, καὶ εἶπέν μοι· οὗτοι οἱ τόποι οἱ κοῖλοι, ἵνα εἰς αὐτοὺς τὰ πνεύματα τῶν ψυχῶν τῶν νεκρῶν, εἰς αὐτὸ τοῦτο ἐκρίθησαν ὧδε ἐπισυνάγεσθαι πάσας τὰς ψυχὰς τῶν ἀνθρώπων.
ἐν ᾧ ἡ κρίσις ἡ μεγάλη ἔσται. ἐν αὐτοῖς
τοῦ ἑνός;
sprach zu mir: »Diese schönen (r. hohlen) Räume (sind dazu dahin die Geister der Seelen der Abgeschiedenen zusammen gebracht werden; zu dem Zweck sind sie geschaffen, um in sich alle Seelen der Menschenkinder aufzunehmen. 4 Und diese Räume sind um sie daselbst unterzubringen bis zum Tage ihres Gerichtes und bis zu
ihrer bestimmten Frist, und diese Frist währt lange bis zu dem Gericht über sie.« 5 Ich sah die Geister von Menschenkindern, verstorben waren, und ihre Stimme drang zum Himmel und klagte.
6 Da fragte ich Rafael, den Engel, der bei mir war, und sprach zu ihm: »Wessen Geist ist das, dessen Stimme so empordringt und Klage erhebt?« 7 Und er antwortete und sprach zu mir also: »Das ist der Geist, der von Abel ausging, welchen sein Bruder Kain tötete, und erhebt Klage gegen ihn, bis sein Same vertilgt sein wird vom Antlitz der Erde, und aus dem Samen der Menschen sein Same verschwunden sein wird.« 8 Da fragte ich [nach ihm und] nach dem Gericht über
alle (r. nach all den Höhlungen): »Warum sind sie getrennt, eine der anderen?« 9 Und er antwortete und sprach zu mir: »Diese sind gemacht, um die Geister der Verstorbenen zu scheiden, und ebenso sind die Seelen der Gerechten abgetrennt, da wo die Quelle des Wassers des Lebens, das Licht (r. die lechte) dabei ist. 10 Und in
gleicher Weise wurde (eine Abteilung) für die Sünder sie sterben und zur Erde bestattet werden, ohne dass das Gericht bei ihren Lebzeiten über sie gekommen ist. 11 Daselbst werden ihre Seelen für diese grosse Pein abgesondert bis auf den grossen Tag des und der Strafe und Pein für die in Ewigkeit Fluchenden (r. Verfluchten),
und der Vergeltung für ihre Seelen; daselbst wird er sie binden 4 μάτων. ἐκεῖ δήσει αὐτοὺς μέχρις αἰῶνος.
ἀλλ’ ἁμαρτωλοὶ ὅσοι] ἀσερεῖς καὶ μετὰ τῶν ἀνόμων ἔσονται μέτοχοι. τὰ δὲ πνεύματα [ὅτι οἱ ἐνθάδε θλιβέντες ἔλαττον κολάζονται] οὐ τιμωρηθήσονται ἐν ἡμέρᾳ τῆς κρίσεως, οὐδὲ μὴ ἐντεῦθεν.
Apocalypsis Enochi. Liber Enoch. ed. Johann Flemming, ed. Ludwig Radermacher. Germany. 2014.
Funding provided by European Social Fund Saxony.