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Wecklein 1888, p. 251
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Prolog, wenn man das Erwachen der Erinyen 140-178 als Parodos und das zweite Erscheinen derselben 244-275 als Epiparodos gelten läfst. Andernfalls müfste man den Prolog bis zum eigentlichen Auftreten des Chors als der wirklichen Parodos, also 1-243 rechnen. Die Pythia, welche als Greisin (38) sich auf einen Stab stützt, kommt (durch eine Seitenthüre der Hinterwand) aus einem Nebenraume des Tempels zum Haupteingange desselben und verrichtet vor dem Eintritt ein Gebet (30 f.). Sie hat die
χρηστηρία ἐσθής wie Kasandra in Agamemnon (zu
Ag. 774
). Gut bemerkt der
Schol.
:
φαίνεται ἐπὶ σκηνῆς τὸ μαντεῖον· η δὲ προφῆτις πρόεισιν ἐπικλήσεις, ὡς ἔθος, τῶν θεῶν ποιησομένη, ἀπροόπτως τε ἰδοῦσα τὰς Ἐρινύας κύκλῳ τοῦ Ὀρέστου καθευδούσας πάντα μηνύει τοῖς θεαταῖς, οὐχ ὡς διηγουμένη τὰ ὑπὸ τὴν σκηνήν, τοῦτο γὰρ νεωτερικὸν Εὐριπίδειον, ὑπὸ δὲ τῆς ἐκπλήξεως τὰ θορυβήσαντα αὐτὴν καταμηνύουσα φιλοτέχνως
(d. h. die Exposition ist nicht unvermittelt wie bei Euripides, sondern wohl motiviert).
τὰ δὲ πρῶτα εὐχαὶ καὶ ἐπικλήσεις θεῶν,
ἵνα ἀπὸ τῶν εὐφημοτέρων ἄρξηται ἡ προφῆτις (in der That breitet das Gebet der Priesterin über den Anfang eine weihevolle Stimmung aus).
οἰκονομικῶς δὲ οὐκ ἐν ἀρχῇ διώκεται Ὀρέστης,
ἀλλὰ τοῦτο ἐν μέσῳ τοῦ δράματος κατατάττει,
ταμιευόμενος τὰ ἀκμαιότατα ἐν μέσῳ.
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Wecklein 1888, p. 252
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Τιτανίς als Tochter des Uranos und der Gäa.
Τιτανὶς Θέμις
Prom. 900
.
C
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Wecklein 1888, p. 252
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ή in solcher Stellung (wie in
ἦ
δ'
ή) nur hier. Sonst nur
ἣ δέ,
ἣ γάρ und
καὶ ἥ.
γενέθλιον δόσιν, als Geburtsgeschenk. Bei den Athenern wurden von den Verwandten solche Geschenke an den
Ἀμφιδρόμια gegeben. Dieses Fest, an welchem das Kind den Namen erhielt, wurde bald nach der Geburt gefeiert (Hesych. und Harpokr. unter
Ἀμφιδρόμια).
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1
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Wecklein 1888, p. 252
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τήθης
(Grofsmutter): Phöbe wurde von Koios Mutter der Leto (
Hes. Theog. 406
).
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Wecklein 1888, p. 252
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λίμνην Δηλίαν τε: zu
Ag. 594
.
λίμνη (
Herod. II 170
ἡ τροχοειδής καλεομένη
) ist der kreisförmige See auf Delos, an welchem Leto den Phöbos geboren hatte: Theogn. 5
Φοῖβε ἄναξ,
ὅτε μέν σε θεὰ τέκε πότνια Λητὼ ... ἐπὶ τροχοειδέϊ
λίμνῃ,
Eur. Iph. Τ. 1103
,
Ion 167
.
χοιράδα: ein Schol. versteht darunter den Berg Kynthos (
Κύνθιον ὄχθον
Eur. Iph. Τ. 1098
), an welchem der runde See lag. Richtiger denkt ein anderer an das Felseneiland selbst:
διὰ τοῦ χοιράδα σχεδὸν τὴν αἰτίαν φησὶ δι᾽ ἣν ἀπέλιπεν
Ἀπόλλων,
ἐκκλίνων τὸ εὐτελὲς τοῦ χωρίου. Ebenso
Eur. Iph. T. 1239
φέρε (Leto)
δ᾽
ἵνιν
ἀπὸ δειράδος εἰναλίας λοχεῖα κλεινὰ λιποῦσ᾽,
ἀστάκτων μάτειρ᾽ ὑδάτων,
τὴν βακχεύουσαν Διονύσῳ Παρνάσιον
κορυφαν nach dem ersten Hymn. auf Apollon V. 72
νῆσον ἀτιμήσας,
ἐπειὴ κραναήπεδός εἰμι (Delos spricht). Man hat aber
χοιράδα wohl mehr von dem Anblick, welchen die Insel vom Meere aus bietet, von der klippenreichen Küste zu verstehen wie
Pers. 424
ἀκταὶ δὲ νεκρῶν χοιράδες τ᾽ ἐπλήθυον
und
Eur. Tro.89
έκταὶ δὲ Μυκόνου Δήλιοι τε χοιράδες πολλῶν θανόντων σώμαθ᾽ ἕξουσιν νεκρῶν
.
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2
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3
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Wecklein 1888, p. 252
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Schol.
:
χαριζόμενος Ἀθηναίοις καταχθῆναί φησιν ἐκεῖσε Ἀπόλλωνα κἀκεῖθεν τὴν παραπομ πὴν Ἀὐτῷ εἶναι. ὁ δὲ Πίνδαρος ἐκ Τανάγρας (Τεγύρας
O. Müller)
τῆς Βοιωτίας. Auch in dem Hymnus auf den Pythischen Apollon V. 36 ff. ist die Richtung des Weges eine
ardere. Die alte Sitte, dafs den athenischen Festgesandtschaften nach Delphi Leute mit Äxten um den Weg zu bahnen vorhergehen (
ὅταν πέμπωσιν εἰς Δελφοὺς θεωρίαν,
προέρχονταί τινες ἔχοντες πελέκεις ὡς διημερώσοντες τὴν γῆν Schol.), wird auf die erste Ankunft des Apollon übertragen und darin eine Art Beweis gefunden, dafs er seinen Weg von Delos nach Delphi über Attika genommen habe. So auch Ephoros bei
Strabon IX p. 422
καθ᾿ ὃν χρόνον
Ἀπόλλωνα
τὴν γῆν ἐπιόντα ἡμεροῦν τοὺς ἀνθρώπους
..
ἐξ ᾿Αθηνῶν δ᾽ ὁρμηθέντα ἐπὶ Δελφοὺς ταύτην ἰέναι τὴν ὁδόν,
ᾗ νῦν
Ἀθηναῖοι
τὴν Πυθιάδα πέμπουσι.
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Wecklein 1888, p. 252
mvp-comment-10-2
μέγα: zu
Cho.137
.
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Wecklein 1888, p. 253
mvp-comment-11-2
παῖδες
Ηφαίστου:
Schol.
:
οἱ Αθηναῖοι. Θησεὺς γὰρ τὴν ὁδὸν ἐκάθηρε τῶν λῃστῶν.
Die Athener, welche von Dichtern
Ερεχθεῖδαι genannt werden (
Soph. Ai. 202
,
Eur. Med. 824
), können Hephästoskinder heifsen, weil Erichthonios, mit dem Erechtheus identifiziert wurde, als Sohn des Hephästos galt (daher auch
θεῶν
παῖδες
Eur. Med. 825
). Vgl. Hesych.
Ἡφαιστιάδαι:
Ἀθήναῖοι. Hier aber sind offenbar Leute mit
Äxten d. i. Zimmerleute zu verstehen.
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Wecklein 1888, p. 253
mvp-comment-12-2
τιμαλφεῖ: über den Gebrauch dieses Wortes bei Äsch. bemerkt der
Schol. zu 629
:
συνεχὲς τὸ ὄνομα παρ᾿ Αἰσχύλῳ, διὸ σκώπτει αὐτὸν Επίχαρμος.
Vgl. noch 810,
Ag. 913
τιμαλφής
frg. 53. Abgesehen von Späteren kommt das Wort auch bei Pindar vor.
mvp-comment-13-1
Wecklein 1888, p. 253
mvp-comment-13-2
Δελφός:
Επαφρόδιτος ἐν ὑπομνήματι Καλλιμάχου αἰτίων
β'
φησί
Μελανθοῦς τῆς Δευκαλίωνος καὶ Κηφισοῦ τοῦ ποταμοῦ γίνεται Μέλαινα
τοὔνομα,
Μελαίνης δὲ καὶ Ποσειδῶνος Δελφός,
ἀφ᾽ οὗ οἱ Δελφοί. Schol.
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Wecklein 1888, p. 253
mvp-comment-14-2
νιν gehört sowohl zu
κτίσας (mit
φρένα, vgl. 88) als zu
ΐζει. ἔνθεος τέχνης nach Analogie von
ἔμπειρος.
mvp-comment-15-1
Wecklein 1888, p. 253
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Διὸς προφήτης: vgl. 621,
frg 82
ταῦτα γὰρ πατὴρ Ζεὺς ἐγκαθίει Λοξία θεσπίσματα,
Hymn. Hom.
1 132
χρήσω (Apollon spricht)
δ'
ἀνθρώποισι
Διός
νημερτέα βουλήν,
ΙΙΙ 471
σὲ (Hermes zu Apollon)
δέ φασι δαήμεναι ἐκ Διὸς ὀμφῆς μαντείας,
Εκάεργε· Διὸς πάρα θέσφατα πάντα,
Verg. Aen. III 251
quae Phoebo pater omnipotens, mihi Phoebus Apollo praedixit.
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Wecklein 1888, p. 253
mvp-comment-16-2
ἐν εὐχαῖς steht in Gegensatz zu dem folgenden
ἐν λόγοις: den Gottheiten des Orakels selbst werden zuerst (als
προοίμια) fromme Gebete geweiht; dann werden die übrigen Gottheiten des Ortes in Worten der Verehrung begrüfst.
Παλλὰς προναία heifst sie nach der Lage ihres Heiligtums. Der Schol. erwähnt den Vers des
Kallimachos
:
χὴ Παλλάς, Δελφοί νιν ὅθ᾽ ἱδρύοντο προναίην
. Vgl.
Herod. VIII 37
τὸ ἱρὸν τῆς Προνηίης
'Ἀθηναίης,
Diod.
ΧΙ 14
μέχρι τοῦ ναοῦ τῆς προναίας
Ἀθηνάς, wie sich in delphischen Inschriften
τῷ
᾿Αθάνα τα προναία findet (E. Curtius Anecd. Delph. p. 77 sq.). Über den Tempel
Paus. X 8, 6
.
mvp-comment-17-1
Wecklein 1888, p. 253
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νύμφας ἔνθα (die Nymphen welche wohnen wo): eine ähnliche Brachylogie 689
σκηνάς,
ὅτ᾽ ἦλθον,
Soph. Trach. 240
εὐχαῖς ὅθ' ᾕρει κτε. Κωρυκὶς πέτρα
: die Korykische Grotte am Parnafs oberhalb Delphi (
Herod. VIII 36
) war den Nymphen und dem Pan geweiht,
Soph. Ant. 1126
σὲ δ᾽ ὑπὲρ διλόφου πέτρας στέροψ ὄπωπε λιγνύς, ἔνθα Κωρύκιαι νύμφαι στείχουσι Βακχίδες
,
Paus.
X 32, 7
ἱερὸν δὲ αὐτὸ (nämlich
τὸ Κωρύκιον ἄντρον)
οἱ περὶ τὸν Παρνασὸν Κωρυκίων τε εἶναι νυμφῶν καὶ Πανὸς μάλιστα ἥγηνται.
φίλορνις bezieht sich auf den Wald, welcher die Grotte umgiebt.
mvp-comment-18-1
Wecklein 1888, p. 254
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Βρόμιος: man glaubte öfter nächtlicher Weile Fackelglanz auf dem
Parnafs wahrzunehmen, der von der Nachtfeier des Dionysos herrühren sollte.
Soph. Ant. 1125
,
Eur. Ion 716, 1125
, Phoen. 226,
Aristoph. Frö. 1211
.
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Wecklein 1888, p. 254
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D. i. nachdem Dionysos an der Spitze der Bakchen den Pentheus im Kithäron überwunden, drang er bis zum Parnasse vor. Man braucht nicht mit dem Schol. anzunehmen, dafs der Untergang des Pentheus hier auf den Parnafs verlegt sei. Die Pentheussage hat
Aschylos im
Πενθεύς (und in den
Ξάντριαι) wie Euripides in den
Βάκχαι behandelt. Pentheus wird von
Agane, Ino, Autonoe, welche ihn für ein wildes Tier halten, zerrissen; daher
λαγὼ δίκην.
ἐξ ούτε auch
Pers. 764
. Sonst
ὥστε
Eum. 1025
,
Sept. 488
,
Pers. 300
u. öfter in lyrischen und anapästischen Partieen. Der V. 26 entbehrt der gewöhnlichen Cäsur. Vgl.
Suppl. 920
,
Pers. 254
, 355, 468, 504, 506, 512, 522,
Prom. 667
.
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Wecklein 1888, p. 254
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Der Pleistos, jetzt Xeropotamos, war ein
Flüfschen, das in der Nähe der Korykischen Grotte entsprang. Daher sind die Korykischen Nymphen die Töchter des Pleistos (Apoll. Rh. II 711).
πηγάς ist wie
κράτος und
Δία
von
καλοῦσα abhängig. Poseidon hatte einen Altar im Tempel des Apollon, weil in der ältesten Zeit Poseidon Mitbesitzer des Orakels war, bis er dasselbe gegen Kalauria vertauschte (Schol., der einen Vers des Kallimachos anführt:
μέσφα Καλαυρείης ἦλθεν ἐς ἀντίδοσιν,
Paus. X 5, 6
u. 24, 4).
καλοῦσα ἔπειτα wie
Soph. Ai. 468
καὶ δρῶν τι χρηστόν, εἶτα λοίσθιον θάνω
; wo auch das Zeitverhältnis durch
εἶτα angegeben wird.
—
τέλειον wie
Ag. 964
. Im Tempel zu Delphi stand ein Altar des
Ζεὺς Μοιραγέτης (Paus. a. O.). Hier wird er als Ursprung aller Weissagung angerufen.
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4
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5
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Wecklein 1888, p. 254
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ἐς θρόνους d. i. auf den Dreifufs.
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6
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Wecklein 1888, p. 254
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,,Und mehr als jemals mögen sie meinen Eingang segnen." Über die Wendung
τῶν πρὶν εἰσόδων ἄριστα (wie
τὸ κάλλιστον
τῶν
προτέρων
Soph. Ant. 102
μεγίστην τῶν πρὶν Ἑλλήνων
Thuk. VII 66
, solus omnium ante se principum
Tac. hist. I 50
)
Krüger I § 47, 28, 10
.
τυχεῖν ἄριστα: zu
Cho. 707
.
μακρῷ ἄριστα wie
Aristoph. 673
εὐνούστατος μακρῷ
.
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Wecklein 1888, p. 254
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ἴτων:
ἴτωσαν.
Ἀττικώτερον.Schol. Der Plural nach dem kollektiven τὶς
wegen der Vorstellung: die Hellenen haben den Vortritt, unter sich aber sollen sie die Reihenfolge durch das Los bestimmen. Vgl.
Eur. Ion 91
θάσσει δὲ γυνὴ τρίποδα ζάθεον Δελφὶς ἀείδουσ᾽ Ελλησι βοάς, ἃς ἂν ᾿Απόλλων κελαδήσῃ
. Aber Delphi war auch, wie
Liv. 38, 48
sagt, commune humani generis oraculum. Das Orakel wurde ursprünglich jährlich, später monatlich einmal befragt (
Plut. Mor. p. 292
). Die Reihenfolge der Befragenden stellten vornehme Delpher durch das Los fest; das Losen wurde mit der Frage
ὦ Τύχη καὶ Λοξία τῷδε (1.
τῶνδε τίνι
θεμι στεύεις; eingeleitet (Simplic. Phys. II p. 75). Daher
μαντεύομαι θεός. Die Priesterin tritt ab und es folgt eine kleine Pause. Dann kommt sie voll Entsetzen wieder aus dem Tempel heraus, mit beiden Händen sich an ihrem Stabe aufrecht haltend.
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7
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Wecklein 1888, p. 255
mvp-comment-24-2
δεινὰ . .
δεινὰ δέ wie
δεινὰ μὲν
. .
δεινὰ δέ.
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8
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Wecklein 1888, p. 255
mvp-comment-25-3
ὡς,
ὥστε.
σωκεῖ·
ἰσχύει Hesych. Also
οὐ σωκεῖν „ohnmächtig sein".
ἀκταίνειν: Schol.
κουφίζειν, Hesych.
μετεωρίζειν. In
Bekk. Anecd. p. 23, 12
wird
οὐκέτ᾽ ἀκταίνω als Ausdruck des Aschylos mit
οὐκέτι δύναμαι ὀρθοῦν ἐμαυτήν und
Etym. M. p. 54
ein Fragm. des Aschylos
ἀκταῖνον μένος mit
ἀνάγον καὶ δυνάμενον ἀνορθοῦν erklärt. Darnach bedeutet
οὐκ ἀκταίνειν βάσιν
nicht aufrecht gehen können".
mvp-comment-26-1
Wecklein 1888, p. 255
mvp-comment-26-2
Gegen die Ansicht des
Schol.
:
ἰδοῦσα Ὀρέστην ἐπὶ τοῦ βωμοῦ καὶ τὰς Ερινύας κοιμωμένας ἔξεισι
τεταραγμένη τετραποδηδὸν ἐκ τοῦ νεώ bemerkt mit Recht Hermann (nach Stanley): nihil aliud sacerdos indicat quam manuum adiumento sibi ad incedendum opus esse. Vgl.
Eur. Hek. 1058
. Mit
ποδωκεία σκελῶν vgl. 916
ἀστύνικον πόλιν,
Sept. 207
αστυδρομουμέναν πόλιν
, 716
κτεάνων χρηματοδαίτας.
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Wecklein 1888, p. 255
mvp-comment-27-2
γραῦς: nach
Diod. XVI 26
waren im Anfang die Priesterinnen Jungfrauen; nach der Entführung einer Priesterin aber beschlossen die Delpher, nur Frauen über 50 Jahren das Priesteramt anzuvertrauen. Diesen Gebrauch der späteren Zeit verlegt Aschylos in das Altertum.
οὐδέν:
Suppl. 757
γυνὴ μονωθείσ᾽ οὐδέν
,
Eur. Iph. T. 115
δειλοὶ δ᾽ εἰσὶν οὐδὲν οὐδαμοῦ.
ἀντίπαις wie
ἀντίκεντρα 136,
ἀντίδουλος
Cho. 135
.
μὲν οὖν (immo vero) wie
Ag. 1075
, 1395.
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Wecklein 1888, p. 255
mvp-comment-28-2
Die Orakelstätte war, wie in Theben der Vogelschauersitz des Tiresias (
Eur. Bakch. 350
), mit
στέμ ματα (wollenen Binden) gekennzeichnet. Vgl. Einl. S. 17 N. 2.
Eur. Ion 222
μέσον ομφαλὸν .. στέμμασί γ᾽ ἐνδυτόν
, 1309
ΚΡ.
ἤν γ᾽ ἐντὸς ἀδύτων
τῶνδέ
με σφάξαι θέλῃς.
ΙΩΝ.
τίς ἡδονή σοι θεοῦ θανεῖν ἐν στέμμασι;
Aristoph. Plut. 39
τί δῆτα Φοῖβος ἔλακεν ἐκ τῶν στεμ μάτων; μυχόν
und
ὀμφαλῷ wie
Cho. 953
. Die Auflösung im fünften
Furse ist wie
Prom.52
gebildet.
mvp-comment-29-1
Wecklein 1888, p. 255
mvp-comment-29-2
ἕδραν προστρόπαιον: dafs Orestes als Schutzflehender dort kniet, verrät besonders der Zweig, von dem
weifse wollene Bänder herabhängen. Vgl.
Cho. 1033
, Soph. Oed. T. 2
τίνας ποθ᾽ ἕδρας τάσδε μοι θοάζετε ἱκτηρίοις κλάδοισιν
ἐξεστεμμένοι; αἵματι στάζοντα χεῖρας wie
Soph. Ai. 10
κάρα στάζων ἱδρῶτι. νεοσπαδές
, wofür Burges
νεοσταγές vermutet, verbindet zwei
Vorstellungen:,,gezückt und von frischem Blut gerötet".
mvp-comment-30-1
Wecklein 1888, p. 256
mvp-comment-30-2
Vgl. zu
Cho. 1033
.
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Wecklein 1888, p. 256
mvp-comment-31-2
λῆνος wird als minder gewöhnliches, vielleicht sakrales Wort im folg. V. erklärt. Vgl.
Sept. 476
ἅλω δὲ πολλήν, ἀσπίδος κύκλον λέγω
. Zwischen
μεγίστῳ und
σωφρόνως besteht scheinbar ein Widerspruch, in Wirklichkeit nicht, weil hier die Gröfse (die Länge der wollenen Binden) ein Kennzeichen der Unterwürfigkeit ist.
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Wecklein 1888, p. 256
mvp-comment-32-2
Γοργόνας: sie gleichen den Gorgonen durch die Schlangenhaare und die dunklen Gewänder. Vgl. zu
Cho. 1046
u. 1048. Äschylos giebt hier welchen Gestalten er die Elemente seines Furienbildes entnommen hat.
Hom.
E 741
Γοργείη κεφαλὴ δεινοῖο πελώρου δεινή τε σμερδνή τε,
Διός τέρας
αιγιόχοιο.
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9
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10
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Wecklein 1888, p. 256
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D. i. und doch weicht ihre Gestalt auch wieder von der der Gorgonen ab. Vgl. die ähnliche Darstellung
Suppl. 285
f. Λιβυστι καῖς γὰρ μᾶλλον ἐμφερέστεραι γυναιξίν ἐστε κοὐδαμῶς ἐγχωρίαις. καὶ Νεῖλος ἂν θρέψειε τοιοῦτον φυτόν, Κύπριος χαρακτήρ τ' ἐν γυναικείοις τύποις εἰκὼς πέπληκται τεκτόνων πρὸς ἀρσένων· Ἰνδάς τ᾿ ἀκούω κτέ.
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Wecklein 1888, p. 256
mvp-comment-34-2
γεγραμμένας d. i. gemalte weibliche Wesen. Ähnlich
Eur. Ion 209
λεύσσεις ουν ἐπ᾿ Ἐγκελάδῳ γοργῶπιν πάλλουσαν ἴτυν
; Durch
Φινέως δεῖπνον φερούσας
(άρπαζούσας) sind sie hinreichend als die Harpyien gekennzeichnet.
,,Flügel allerdings haben diese nicht (insofern gleichen sie den Harpyien nicht), schwarz aber, durchaus scheufslich sind sie (insofern gleichen sie ihnen).
ἄπτεροι: vgl. 250. Dagegen
Eur. Or. 317
δρομά δες ὦ πτεροφόροι ποτνιάδες θεαί
..
μελάγχρωτες Εὐμενίδες. Dunkel sind die Erinyen als die Kinder der Nacht (69).
Eur. Or. 408
νυκτὶ προσφερεῖς κόρας. Nicht nur die Kleidung (353,
Cho. 1047
), sondern auch die Hautfarbe (
Eur.
El. 1345
χρῶτα κελαιναί,
Or. 321
μελάγχρωτες) ist schwarz, wiewohl
Aristoph. Plut. 422 f.
der Erinye in der Tragödie Blässe des Gesichts zugeschrieben wird. Von den Harpyien haben sie vielleicht auch lange Krallen an den Fingern und struppige Haare.
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11
mvp-comment-35-2
Wecklein 1888, p. 256
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ἀπλάτοισι :
Prom. 387
θερμοῖς ἀπλάτου βέλεσι πυρπνόου ζάλης
und
τη φυσιάμασιν
Hor. sat. II 8, 95
velut illis Canidia adflasset peior serpentibus Afris.
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Wecklein 1888, p. 257
mvp-comment-36-2
κόσμος:
Strabon III p. 175
τὰς δ᾽ ἄλλας (nämlich
τὰς Καττιτερίδας)
οἰκοῦσιν ἄνθρωποι
μελάγ χλαινοι,
ποδήρεις ἐνδεδυκότες χιτῶνας,
ἐζωσμένοι περὶ τὰ στέρνα,
μετὰ ῥάβδων περιπατοῦντες ὅμοιοι ταῖς τραγικαῖς Ποιναῖς. Der Gürtel, welchen sie um das lange dunkle Gewand tragen, ist nach
Diog. L. VI 102
purpurrot (
ζώνη φοινική).
κόσμος φέρειν δίκαιος für
κόσμον φέρειν δίκαιόν ἐστι wie
Hom. X 13
οὐ μέν με κτενέεις, ἐπεὶ οὔ τοι μόρσιμός είμι
, Soph. Oed. K. 37
ἔχεις γὰρ χῶρον οὐχ ἁγνὸν πατεῖν.
mvp-comment-37-1
Wecklein 1888, p. 257
mvp-comment-37-2
Geschlecht und Art dieser Gesellschaft habe ich noch nicht gesehen.
Hom.
E 441
οὔποτε
φύλον
ὁμοῖον ἀθανάτων τε θεῶν χαμαὶ ἐρχομένων τ᾿ ἀνθρώπων.
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Wecklein 1888, p. 257
mvp-comment-38-2
οὐδὲ, nämlich
ὄπωπα (
οἶδα).
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12
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Wecklein 1888, p. 257
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πόνον·
τὸν τῆς ἀνατροφῆς Schol.
mvp-comment-40-1
Wecklein 1888, p. 257
mvp-comment-40-2
Λοξία μεγασθενεῖ wie
Cho. 268
Λοξίου μεγασθενὴς χρησμός
.
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Wecklein 1888, p. 257
mvp-comment-41-2
ἰατρόμαντις wie
Suppl. 269
ἰατρόμαντις παῖς Ἀπόλλωνος.
Aristoph. Plut. 11
ἰατρὸς ὢν καὶ μάντις
.
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Wecklein 1888, p. 257
mvp-comment-42-2
τοῖσιν ἄλλοις: er möge also auch für die Reinheit seines Hauses sorgen. Apollon, der Gott des Lichtes, ist vorzugsweise der reinigende und sühnende Gott, wie sich besonders an seine Feste Reinigungen und Sühnungen anknüpften. Nachdem die Priesterin in ihre
Äschylos, Qrestie, v. WECKLEIN. Wohnung (zu 1) zurückgegangen ist, wird das Innere des Heiligtums sichtbar:
στραφέντα μηχανήματα ἔνδηλα
ποιεῖ
τὰ κατὰ τὸ
μαντείον
ὡς ἔχει.
καὶ γίνεται ὄψις
τραγική
τὸ μὲν ξίφος ἡμαγμένον ἔτι κατέχων Ὀρέστης,
αἳ δὲ κύκλῳ φρουροῦσαι αὐτόν Schol. Nach diesen Worten zu schliefsen, kam nicht das
ἐκκύκλημα zur Anwendung, sondern das
στροφεῖον, das die Bestimmung hatte eine Fernsicht zu geben, dessen Beschaffenheit aber aus der Beschreibung bei
Poll. IV 132
nicht klar wird. Man erblickt nach der Drehung der Maschinerie sofort Apollon, dem Hermes zur Seite steht, und vor Apollon den Orestes in schutzflehender Stellung. Darum erwidern die ersten Worte des Apollon die Bitte des Orestes. Auch die 282 f. erwähnte Reinigung des Orestes
mufs als vorhergegangen (zwischen 34 und 63) gedacht werden. Im Hintergrunde sitzen um den weifsen Stein, welcher den
ὀμφαλὸς γῆς vorstellt (40), auf welchem der mit Wolle umwickelte Ölzweig des Orestes (43) liegt, auf Stühlen die schlafenden Erinyen