mvp-comment-725-1
διαπράσσουσιν: M. Par. Aug. G. Ven. Ald. Rob.
διαπράσουσι
Flor.
διαπράσσουσι
Turn.
mvp-comment-726-1
τοῖς δ᾽ αὖ δακρύων: Id est in Ald. Turn.
τοῖς δ᾽ αὖ κρύων
M. Par. G. Ven. Rob. et, ut Linwoodius ait, Flor. cui
τοῖς δ᾽ αὖ δακρύων
Franzius tribuit.
mvp-comment-727-1
ἀνδροκμῆτας:
ανδροκμήτας
Farn.
ἀνδρομῆκτας
Ven.
ἀνδρομῆτας
Αld.
ἀώρους:
dogovs
M. Aug. G. Ald. Turn.
dágos
Rob. idque ex Ven. Flor. affertur.
mvp-comment-728-1
νεανίδων trisyllabum est.
ἀντὶ μιᾶς
adscriptum in Farn.
mvp-comment-729-1
βιότους:
βιότου
Ven. Flor. Farn. Deinde
κύρι᾽ ἔχοντες, θεαί τ᾽ ὦ Μοῖραι, ματροκασιγνῆται:
κύρι' ἔχοντες θεαὶ τῶν, μοῖραι
Μ. G. Ald.
θεαὶ τῶν μοῖραι
Rob.
θεαὶ, τῶν μοῖραι
Turn.
κύριες ἔχοντες θεαῖ τῶν, μοῖραι
Ven. Flor. Farn. Casaubonus et Stanleius
ἔχουσαι
. Alii
θεοί
. Scribendum puto
κύρι' ἔχοντες, θεαί τ' ὦ Μοῖραι
, ut Parcae dicantur Furiarum
ματροκασιγνῆται
, i. e.
και σιγνῆται ὁμομήτριοι
(ita enim hoc vocabulum hic explicandum esse videtur),
κύρι᾽ ἔχοντες
autem intelligantur dii qui matrimoniis praesunt, qui sunt praeter Venerem maxime commemorati v. 213. Iuppiter et Iuno. [Eodem modo Hermannus in Opusc. VI. 2. p. 115. Aliter in Annalium Vindobonensium vol. CXI. Ibi p. 265. repudiata, ut inutili et languida, Schoemanni coniectura,
ἀνδροτυχεῖς βιότους δότε καίρι ἔχοντας
, verum esse iudicavit
κύρι᾽ ἔχοντες θεαί
, p. autem 251. seq. ita disputavit. Um die schwierigen worte zu erklären,
κύρι᾽ ἔχοντες θεαί, τῶν Μοῖραι ματροκασιγνήται
, stellt herr Schömann den ingeniosen gedanken auf, dass der dichter einer alten theogonie gefolgt sei, in welcher der ursprung aller dinge der Ocean war. In jenem systeme seien nun sicherlich die Mören töchter des Oceans gewesen, eben so wie Tyche, die nach Pindar bei dem Pausanias VII. 26, 8. eine der Mören sei, und bei dem Hesiodus unter den Oceaniden vorkomme. Eine der Oceaniden nun sei Eurynome; löchter dieser aber seien die Charitinnen; mithin deren mullerschwestern die Mören. Den worten des Aeschylus würde diese deutung allerdings angemessen sein, wenn ihr nur nicht andere bedenken entgegenständen. Aber erstens ist es eine blosse hypothese, dass die Mören töchter des Oceans seien; denn die Oceanide Tyche hat eine ganz andere bedeutung bei dem Hesiodus als bei dem Pindar, und ist mithin nicht dieselbe. Die pindarische, von der Pausanias sagt
ἐγὼ μὲν οὖν Πινδάρου τά τε ἄλλα πείθομαι τῇ ᾠδῇ καὶ Μοιρῶν τε εἶναι μίαν τὴν Τύχην καὶ ὑπὲρ τὰς ἀδελφάς τι ισχύειν
, beruht auf einem solchen mythus, wie der von Pausanias I. 19, 2. erwähnte ist,
τὸ δὲ ἐπίγραμμα σημαίνει τὴν Οὐρανίαν Αφροδίτην τῶν καλουμένων Μοιρῶν εἶναι πρεσβυτάτην
. Zweitens ist es nicht denkbar, dass, wenn die Charitinnen gemeint sein sollten, nicht nur ihr name nicht genannt, sondern sie auch nach einem wenig bekannten mythus bloss durch ihre mutterschwestern kenntlich gemacht wären. Drittens sind die auf jene worte folgenden prädicale, die herr Schömann in seiner übersetzung auf die Charitinnen bezogen hat, so wenig für diese charakterisierend, dass sie vielmehr auf die Mören passen, auf die sie auch der wortstellung nach' am natürlichsten bezogen werden. Fasst man daher, wie billig, das ins auge, was die worte ihrer bedeutung und stellung nach als das von selbst sich darbietende enthalten, so ist der sinn der: gebet dass den jungfrauen männer zu theil werden, ihr diesem amte vorstehenden göllinnen, deren mullerschwestern die Mören sind. Daraus ergiebt sich nun von selbst, dass diese göllinnen deswegen nicht mit namen genannt sind, weil verschiedene göllinnen gemeint werden, die der dichter nicht einzeln nennen wollte. Damit aber nicht an Aphrodite und Here gedacht werde, fasst er sie unter einer andern bestimmung zusammen, und bezeichnet sie durch ihre mutterschwestern. An die Charitinnen ist nun wohl allerdings zu denken, aber an diese nicht allein: denn sonst würden sie genannt sein. Also werden ihnen noch die Horen zugesellt werden müssen. Bei dem Hesiodus haben beide zum vater den Zeus, die mutter der Charitinnen aber ist (Theog. 907.) Eurynome, der Horen (901) Themis. Vermuthlich gab Aeschylus beiden dieselbe muller, sei es die Eurynome oder Themis, oder welche sonst, deren schwestern die Mören waren, die nach in die Theogonie eingeschobenen versen töchter der Themis sind. Aeschylus lässt uns darüber in ungewissheit.]