1-181.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-1
Parodos. An Stelle des
προλογίζων wie in den Persern hat der Chor zunächst die Aufgabe die vorausliegenden Begebenheiten und das Motiv der Handlung (Flucht vor den Söhnen des Ägyptos, welche die Danaiden zur Ehe zwingen wollen) anzugeben. Dann richtet er an Götter und Menschen, an das stammverwandte Argos die Bitte um Schutz gegen Ver- gewaltigung vonseiten der die Danaiden verfolgenden Ägyptiaden. Damit wird das Ziel der Handlung bezeichnet. Endlich dient die Paro- dos zur Charakteristik des Chors, um dessen Schicksal sich die Hand- lung dreht (zu 118-181). Parodos zerfällt in drei Teile. Die anapästische Partie 1-39 trägt der Koryphäos vor, die melische 40-117 der Gesamtchor; von der zweiten melischen Partie 118-181, deren drei Strophen mit Ephymnien (zu 134) schließen, scheint jeder der drei oroixo ein Strophenpaar ge- sungen zu haben, während die Ephymnien dem Gesamtchor zu- fielen. Vgl. Jahrb. f. Philol. Suppl. XIII S. 219 ff. Als Schutz- flehende sind die Danaiden durch einen mit weißer Wolle umwundenen Olivenzweig gekennzeichnet (21f.), den sie in der linken Hand halten (197-199). Ihre Tracht ist ägyp- tisch (240 ff.). Während der Paro- dos steht Danaos auf dem hohen Götteraltare und späht bald nach Idem Meere bald nach dem Lande hin (184).
40-117.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-25
zweiter Teil der Pa- rodos:,,Jetzt den Epaphos, den Sprößling des Zeus, da anrufend, WO vorzeiten die Ahnmutter Io weidete, werde ich von meiner Abstammung den Bewohnern des Landes sichere Beweise geben. Ich fürchte aber und daher weine und klage ich wie die Nachtigall, welche um den Verlust ihres früheren Daseins (in Menschen- gestalt) und um den Tod ihres Sohnes weint -, es möchten die Freunde in Argos meine Bitte um Schutz abweisen. Wohlan denn, Götter meines Stammes, verhelft ihr mir zu meinem Rechte, wenn nicht aus Rücksicht auf mich, so doch aus Haß gegen den Übermut der Vettern, wenn sie mich von eurem Altare reißen wollen. Auch im Kriege finden die Besiegten Schutz an den Altären der Götter. Meinem Gotte gebe ich ganz und gar mich hin. Seine Ratschlüsse sind unerforschlich; aber sein Wille geschieht unfehlbar. Ein Licht ist er in der Finsternis des Unglücks, dagegen stürzt er die Frevler herab von dem hohen Turm des Glücks in seiner Allmacht, in welcher er seine Gedanken sofort zur Tat macht ohne sich vom Sitze zu rühren. Möge er herabblicken auf den menschlichen Übermut, welcher von rasender Leidenschaft sich zu allem Frevel fortreißen läßt, wenn dieser auch zum Verderben führen mu.
50-51.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-30
ἐν
ποιονόμοις auf der Grasweide der Ahnmutter. Vgl. 548. ·
μνασαμένα (
μνησθεῖσα, vgl. Cho. 621
ἐπεμνασάμην)
τῶν .
πόνων, Schol.
τῆς
᾿Ιοᾶς
τοὺς
πόνους
ἐγὼ
διηγουμένη, der Leiden ge- denkend, welche Hera über lo ver- hängte, und ihrer weiten Wande- rungen.
53.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-31
γενετᾶν (so Paley für
τά
τε
νῦν, Hermann
γονέων): vgl.
θεοὶ
γενέται 79,
εἰς
ἐμὲ
καὶ
γενέταν (,, Erzeuger)
ἐμόν Eur. Or. 1011,
γενέτα
πάτερ Tro. 1288.
γαιονό-
μοισι
δ' (so Hermann für
τά
τ'
ἀνόμοια
οἶδ', Dindorf &
γαιονόμοι-
σιν): vgl.
πεδιονόμοις Sieb. 258.
λόγου (so Martin für
λόγους nach dem Schol.
προϊόντος
τοῦ
λόγου)
ἐν
μήκει: bei längerer Auseinander- setzung. ,,Den Bewohnern des Landes werden die Wahrzeichen freilich überraschend und unglaub- haft (im Anfang) erscheinen, aber im Laufe der Darlegung wird man sie anerkennen."
58-59.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-32
Der Gedanke ,,ich klage wie die um ihr Kind (Itys oder Itylos) klagende Nachtigali wird in sinniger und gefühlvoller Weise weiter ausgeführt. Vgl. Aesch. Ag. 1137
ἀμφὶ
δ᾽
αὐτᾶς
θροεῖς
νόμον
ἄνομον,
οἷά
τις
ξουθὰ
ἀκόρετος
βοᾶς
φοιταλέαις
φρεσὶν
Ιτυν
Ιτυν
στέ
νουσ᾽
ἀμφιθαλῆ
κακοῖς
ἀηδὼν
βίον, Soph.
Εl. 147, Eur. Fragm. 773, 23, Aristoph. Vög. 210ff. Die unab- lässige Klage der Nachtigall benutzt schon Homer
τ 516 zum Vergleiche:
κεῖμαι
ἐνὶ
λέκτρῳ,
πυκιναὶ
δέ
μοι
ἀμφ'
ἀδινὸν
κῆς
ὀξεῖαι
μελεδῶνες
ὀδυρομένην
ἐρέθουσιν.
ὡς
δ᾽
ὅτε
Πανδάρεω
κούρη
χλωρηὶς
ἀηδὼν
καλὸν
ἀείδησιν
ἔαρος
νέον
ἱσταμέ-
νοιο,
δενδρέων
ἐν
πετάλοισι
καθεζο-
μένη
πυκινοῖσιν,
ἥ
τε
θαμὰ
τρω-
πῶσα (d. i.
ἐλελιζομένη Aristoph.
α.
Ο. 213)
χέει
πολυηχέα
φωνήν,
παῖδ᾽
ὀλοφυρομένη
Ιτυλον
φίλον,
ὅν
ποτε
χαλκῷ
κτεῖνε
δι'
ἀφραδίας
κοῦρον
Ζήθοιο
ἄνακτος. Die Sage von Prokne, der Tochter des Pan- dion, kennt Hesiod "E. x. 'H. 568
τὸν (
Αρκτούρον)
δὲ
μέτ᾽
ὀρθογόν
Πανδιονὶς
ώρτο
χελιδὼν
ἐς
φάος
ἀνθρώποις,
ἔαρος
νέον
ἱσταμένοιο. Die Sage ist von Sophokles im
Τηρεύς behandelt worden. Vgl. Ov. Metam. VI 411 ff.
εἰ
ἐγγάϊός
τις
οἰωνοπόλων
κυρεῖ
πέλας . .
ἀίων, wenn ein Mann des Landes, einer von denen, welche auf die Stim- men der Vögel achten, in der Nähe ist und unsere Klage hört. Zu
ἐγγάϊος vgl. Schol. zu
ἐγγαίαν Pers. 924:
ἐγχωρίαν.
οἶκτον für
οἶκτον
οἰκτρὸν Schwenk.
οἰωνοπόλων: Schol.
τῶν
φωνὰς
οἰωνῶν
γινωσκόν
των, also Vogelschauer in weiterem Sinne. Vgl. Eur. Iph.
Τ. 1089
ὄρνις
ἃ . .
ἔλεγον
οἰκτρὸν
ἀείδεις,
εὐξύ-
νετον
ξυνετοῖσι
βοάν. An das Ver- stehen der Vogelstimmen (Porphyr. de abstin. S. 190, 7
Ν.
παιδός,
ὃς
πάντα
ξυνίει
τὰ
φθέγματα
τῶν
ὀρνίθων) ist nicht zu denken.
60.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-33
τίς: Schol.
πλεονάζει
τὸ
τις. Vgl. Aristoph. Ach. 569
εἴτε
τις
ἔστι
ταξίαρχος . .,
βοηθησάτω
τις. Pearson vermutet
τιν' (
ὄπα).
ἀκούειν für
ἀκούων Heath.
61-62.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-34
Τηρεΐας
ἀλόχου wie Ag. 1500
᾿Αγαμεμνονίαν
ἄλοχον nach Homeri- scher Weise.
οἰκτρᾶς ist bezeich- nendes Epitheton für die Nachti- gall, vgl. Soph.
Αi. 629
οἰκτρᾶς
γόον
ὄρνιθος
ἀηδοῦς. Der Schol. erklärt
Τηρείας
μήτιδος als Um- schreibung für
Τηρέως. Bothe be- trachtet
μήτιδος als gen. relat. zu
οἰκτρᾶς „bejammernswert ob ihres Sinnes und Entschlusses", was Her- mann als contortum et perversum bezeichnet. Mit Recht Welcker Tril. S. 503
Μῆτις als Eigennamen zu erklären, indem er auf Antonin. Lib. 11 verweist, wo der Gemahl der Nachtigall
Πολύ-
τεχνος heißt. Ob Aschylos, da er
Μῆτις für
Πρόκνη setzte, an das attische Königsgeschlecht der Me- tioniden gedacht hat, ist fraglich. scheint
63.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-35
κιρκηλάτας (so Hermann für
κιρκηλάτου
τ): Schol.
τῆς
ὑπὸ
κίρκων
ἐλαυνομένης. Das Epitheton scheint an die Fabel vom Habicht (
ἔρηξ,
κίρκος) und der Nachtigall bei Hesiod "E. x. 'H. 203 ff. zu er- innern, da sonst kein Grund vor- liegt die Nachtigall als vom Habicht verfolgt zu bezeichnen. Vgl. A. Pischinger, Der Vogelgesang bei den griech. Dichtern, Eichstätt 1901, S. 38. Wegen der Feminin- form vgl.
ἀδμήτα 155,
περικλύστα Pers. 599, Lobeck Paralip. p. 458.
64.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-36
άτε,
ἥτε,
τι 49. -
ἀπὸ
χώρων
προτέρων (so Martin für
ποταμῶν
τ', zu welcher Lesart Hermann be- merkt: num aquatilis avis lus- cinia?)
ἐργομένα (wie Hom.
Ρ 571
ἐργομένη, Victorius schreibt
εἰργο-
μένα): die in eine Nachtigall ver- wandelte Gattin des Tereus ist wie die Danaiden von ihrer früheren Stätte verdrängt und klagt jetzt in neuer Weise, in Vogelweise ihr Heimweh. Andere schreiben
ἀπὸ
χλωρῶν
πετάλων
ἐργομένα (Her- mann) oder
ἀπὸ
χώρων
πατρίων
εἰργομένα (Haecker) oder
ἀπὸ
χλωρῶν
πετάλων
τεγγομένα (Tucker) oder
ἀπὸ
χόρτων
ποταμῶν
τ᾽
εἰργομένα (Neuman). Die zu 58 angeführte Stelle des Homer legt die Ver- mutung
ἐπὶ
χλωρῶν
πετάλων
ἑζομένα nahe. Doch gibt die in den Text gesetzte Lesart einen Vergleichungs- punkt zu dem Schicksal Danaiden.
ἐργομένη:
διωκομένη. der Schol.
65.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-37
W. Headlam vermutet
γόον
οἰκτρόν für
νέον
οἶκτον. Aber
νέον erhält eine Beziehung in
Ικονίοισι
νόμοισι 71.
ἠθέων: Schol.
τῶν
συνήθων
τόπων wie zu Hom.
Ζ 511
ῥίμφα
ἑ
γοῦνα
φέρει
μετά
τ᾽
ἤθεα
καὶ
νομὸν
ἵππων :
ἐπὶ
τοὺς
συνήθεις
τόπους. Die Bedeutung Wohn- stätte" hat das Wort im Ionischen (Herodot). Vgl. Eur. Hel. 274
έs
βάρβαρ᾽
ἤθη. Sie klagt um das verlorene Heim in Attika, nach welchem sie auch als Gattin des Tereus sich sehnte. Vgl. Paus. X 4,6
λέγουσιν
οἱ
Φωκεῖς
ὡς
τῇ
Φιλο-
μήλῃ
καὶ
ὄρνιθι
οὔσῃ
Τηρέως
δεῖμα
καὶ
τῆς
πατρίδος
ἔπεστι
τῆς
Τηρέως.
66-67.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-38
ξυντίθησι wie
συντιθεὶς
γέλων
πολύν Soph.
Αi. 303 (
συμμιγνὺς
τοῖς
λόγοις): sie verbindet damit, sie beweint zugleich —
αὐτοφόνως wird durch das folgende
πρὸς
χειρὸς
ἔθεν näher erklärt. Ebenso
αὐτοκτόνως Ag. 1635 (mit eigener Hand tötend), anders Sieb. 721 (durch gegenseitigen Mord).
69.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-39
δυσμάτορος
κότου, weil sie als Rabenmutter ihn umbrachte im Ingrimm gegen Tereus um Rache zu nehmen für die Mißhand- lung der Schwester. Vgl. Hom.
ψ 97
μῆτερ
ἐμὴ
δύσμητερ,
ἀπηνέα
θυμὸν
ἔχουσα.
70.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-40
τώς auch 678, Sieb. 471, 624, bei Sophokles und Euripides nirgends. —
φιλόδυρτος: vgl. Soph.
Εl. 1077 &
πάνδυρτος
ἀηδών.
71.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-41
Ιαονίοισι
νόμοισι (Schol.
ἀντὶ
τοῦ
φωνῇ
Ἑλληνικῇ) hat Bezug auf
νέον 65, gleichfalls wie die Nachti- gall in veränderter Weise, nicht in ägyptischer. Westphal denkt an die s. g. Ionische Harmonie. Pearson schreibt
ἀηδονίοισι
νόμοισι nach Fragm. 291
θρηνεῖ
δὲ
γόον
τὸν
ἀηδόνιον.
72-73.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-42
δάπτω,
ἀμύσσω. —
νειλοθερῆ: Schol.
τὴν
ἐν
Νείλῳ
θερισθεῖσαν,
ὅ
ἐστι
βλαστήσασαν
ἐν
Αἰγύπτῳ·
ἀπὸ
τῶν
σταχύων
δὲ
ἡ
μεταφορά, viel- mehr am Nil gebräunt, von der ägyptischen Sonne verbrannt". Da aber die Wortbildung eine ganz ungewöhnliche ist, spricht die Änderung von Bothe
ειλοθερή (,, sonnenverbrannt") sehr an (
είλο-
θερῆ andere Form für
εἱληθερῆ, vgl.
εἱλόπεδον Hom.
η 123). Das Zerkratzen der Wange und das Zerschlagen der Brust war wie das Zerreißen des Gewandes mit dem s. g.
ἰάλεμος verbunden, welcher Cho. 422 als
Κισσία
ηλεμιστρία be- zeichnet wird. Vgl. Soph. Ai. 627 ff. Ein solcher
ἰάλεμος folgt 118 f.
74.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-43
ἀπειρόδακρυν, an Tränen und Leiden nicht gewöhnt (nicht, wie andere erklären, endlos weinend, grenzenlos traurig "). Vgl.
ἀπειρόκακος,
ἀπειρόδροσος,
ἀπειρο-
πόλεμος,
ἀπειρότοκος u. a. Den Ge- danken, daß derjenige das Unglück weit stärker empfinde, welcher nur angenehme Verhältnisse kenne, spricht Äschylos auch Sieb. 350 mit
δμωίδες
καινοπήμονες aus öfters Euripides, Herc. 1291, Alk. 926, Hel. 417, Tro. 638, Iph. T. 1117, Fragm. 285, 15.
καρδίαν als Spondeus (
κάρζαν) wie 807, Sieb.275.
75.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-44
γοεδνὰ
ἀνεμίζομαι, Schol.
τῶν
γόων
τὸ
ἄνθος
ἀποδρέπομαι, nicht summos cruciatus perpetior, sondern ich lerne das Klagen. kennen",,,ich erfahre, was Jammer heißt", was ich bisher nicht wußte (
ἀπειρόδακρυν
καρδίαν). Das Wort
γοεδνός findet sich nur bei Aschy- los (200, Pers. 1048, 1058, 1064). Žu
ἀνθεμίζομαι vgl. Cho. 150
ὑμᾶς
δὲ
κωκυτοῖς
ἐπανθίζειν (nämlich
τὰς
χοάς, Schol.
στέφειν
ὡς
ἄνθεσιν)
νόμος.
76.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-45
,, ängstlich besorgt, ob einer der Freunde (Verwandten in Argos) sich meiner Flucht aus Aerien (Ägypten) annimmt“, d. h. ,in Sorge, wir möchten bei unseren Freunden keinen Schutz finden". nicht,, in Furcht, wir möchten von unseren Vettern, den Söhnen des Ägyptos, verfolgt werden".
δειμαίνουσα
φίλους
εἴ
τις entspricht der bei Verben des Fürchtens ge- bräuchlichen Anticipation des Sub- jekts des abhängigen Satzes. Mit
δειμαίνουσα
εἰ (ob) vgl. 745, Eur. Med. 184
φόβος
εἰ
πείσω.
Αερία,
ἡ
Αἴγυπτος,
παρὰ
τὸν
ἀέρα·
καὶ
γὰρ
ἠερόεσσαν
αὐτήν
φασιν.
οἱ
ἄνθρωποι
Αέριοι
καὶ
Ἀερίτης,
ἐκ
τῆς
ἀέρος
γενικῆς Steph.
Βyz., vgl. Hesych.
ἀερία·
ὁμίχλη,
παρὰ
Αἰ-
τωλοῖς.
Θάσον
τε
τὴν
νῆσον
καὶ
Αἴγυπτον
καὶ
Λιβύην
καὶ
Κρήτην
καὶ
Σικελίαν (
Θεσσαλίαν nach dem Schol. zu Apoll. Rh. I 580)
καὶ
Αιθιοπίαν
καὶ
Κύπρον
οὕτως
ἐκάλουν, Apoll. Rh. IV 267 und 270, Gell. N. A. XIV 6, 4. Nach dem Schol. zu unserer Stelle:
ἀερίας
ἀπὸ
γῆς·
σκοτεινῆς·
μέλαινα
γάρ
ἐστιν und Plut. ."Io. nai '06. K. 33 S. 364 C
τὴν
Αἴγυπτον
ἐν
τοῖς
μάλιστα
μελάγγειον
οὖσαν,
ὥσπερ
τὸ
μέλαν
τοῦ
ὀφθαλμοῦ,
Χημίαν (Chemi)
καλοῦσι ist
Αερία
γῆ das Land der schwarzen Erde", wie im Gegensatze dazu Arabien in ägyp- tischen Inschriften das Land der roten Erde" heißt.
79.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-46
θεοὶ
γενέται,
θεοὶ
γενέθλιοι, di gentiles, vgl. Eur. Ion 1130
θύσας
γενέταις
θεοῖσιν. Vor allem gilt die Anrufung dem
Ζεὺς
γεννή
τωρ (212).
80.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-47
εὖ
ἰδόντες, Schol.
καλῶς
τὸ
δίκαιον
ὁρῶντες.
καὶ
Ἡσίοδος (
Ε.
κ.
Η. 9) „,
κλύθι
ἰδὼν
ἀΐων
τε“, vgl.
εὖ
στυγήσας 537.
81.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-48
Oder wenn ihr uns auch nicht volle Erfüllung unseres Rechts gewährt, wenn ihr nur den Über- mut aufrichtig haßt, werdet ihr unserer Ehe Gerechtigkeit wider- fahren lassen", d. i. wir fordern von euch nicht das, wozu ihr als unsere Stammgötter verpflichtet wäret, wir fordern nur, was der Gottheit überhaupt zukommt, Haß und Ahndung des Frevelmuts. Die ionische Form
τέλεος findet sich öfters bei Äschylos.
περ (50 Hartung für
παρ') gehört eigent- lich zu aloa (,, obwohl es uns ge- bührt").
ἐτύμως wie Sieb. 902
ἐτύμως
δακρυχέων
ἐκ
φρενός.
στυγόντες: die Form
ἔστυγον Hom. P 694 und x 113. Die Änderung von Turnebus
στυγοῦντες ist also unnötig.
85.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-49
ἔστιν
κἀκ ist nach Enger von Linke) für
ἔστι
δὲ
κἀκ um der Responsion willen geschrieben. Auch für die im Kriege zum Weichen Gebrachten (
ἐκ
πολέμου
τειρομένοις s. v. a.
πολέμῳ
τειρομένοις
καὶ
ἐξ
αὐτοῦ
φεύγουσι) ist der Altar, wenn sie zu ihm ihre Zu- flucht nehmen (
φυγάσιν), eine Schutz- wehr gegen Verderben, als Gegen- stand der Ehrfurcht vor den Göttern". ·
ἀρῆς
ῥῦμα, Schol.
ῥῦμα
τῆς
βλάβης. Die ionische Form scheint gewählt zu sein, weil das Homerische
ἀρῆς
ἀλκτῆρα
γενέσθαι (Schol.
βλάβης) und
ἀρὴν
ἀμύνειν vorschwebt. Plut.
π.
δεισιδ. S. 166
Ε
πολεμίους
οἱ
φεύγοντες,
ἂν
ἀγάλματος
λάβωνται
ναοῦ,
θαρροῦσι.
88.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-50
εὔθ᾽
εἴην (so Pauw für
εἰθείη): ,,(Ich stamme von Zeus:) möge ich doch dem Zeus in voller Wahrheit angehören." Das Verhältnis der Abstammung wird in das religiöse Verhältnis zu Zeus umgewandelt und so der Übergang von dem mythologischen Zeus zu Zeus als höchstem Vertreter göttlichen Wesens und Inbegriff göttlicher Macht und Weisheit gewonnen. Mit
εὖ
παναληθῶς vgl.
εὖ
σάφα Eum. 196,
εὖ
σαφῶς Pers. 786.
89-90.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-51
,,Des Zeus Verlangen (Sinnen und Streben) ist nicht leicht zu erfassen." Schol.
γνωμικῶς
παρὰ
τὸ „
ἀνὴρ
δέ
κεν
οὔτι
Διός
νόον
εἰρύσσαιτο (Hom.
Θ 143), welche Stelle erklärt wird wie
Ψ 81
ματα
φίλη,
χαλεπόν
σε
θεῶν
αἰειγενετάων
δήνεα
εἴρυσθαι (an dich reißen, erkunden)
μάλα
περ
πολύιδριν
ἐοῦσαν. Vgl. unten 1068
τί
δὲ
μέλλω
φρένα
Δίαν
καθορᾶν,
ὄψιν
ἄβυσσον, Eur. Tro. 885
ὅστις
ποτ᾽
εἶ
σύ
δυστόπαστος
εἰδέναι,
Ζεύς,
εἴτε
ἀνάγκη
φύσεως
εἴτε
νοῦς
βροτῶν.
98-101.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-52
(vertauscht von West- phal mit 91-94 wegen des Zu- sammenhangs). Denn dichtbe- wachsen (im Dickicht versteckt) und in Schatten gehüllt ziehen sich hin die Pfade seiner Gedanken zu erschauen unerforschlich." Hesych.
δαῦλον·
δασύ und
δάσκιον·
μεγάλως
σκιάζον
διὰ
τὸ
σύνδενδρον
καὶ
δασύ.
Ζυ
πόροι vgl.
γνώμης
ὁδόν Eur. Hipp. 290,
σῶν
ὁδὸν
βουλευμάτων Hek. 744, zu
ἄφραστοι Hesych.
ἄφραστον·
ἀπρονόητον,
ὥστε
μηδένα
νοῆσαι,
τι
κατιδεῖν
ἄφραστοι Prom. 792
οὐ
γὰρ
ῥητὸν
αὐδᾶσθαι
τόδε.
95-96.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-53
Schol.
τὸ
ἐπὶ
νώτῳ
πίπτειν
τοὺς
παλαιστὰς
ἄσχημόν
ἐστιν. Aber mit dem Fall eines Ringers kann die Erfüllung der Pläne des Zeus Nach kaum verglichen werden. Soph. Fragm. 809
ἀεὶ
γὰρ
εὖ
πί-
πτουσιν
οἱ
Διὸς
κύβοι scheint der Ausdruck vom Würfelspiel entlehnt zu sein und
πίπτειν
ἐπὶ
νώτῳ einen ungünstigen Fall des Würfels zu bezeichnen. Sicher fällt und nicht auf den Rücken, was Haupte des Zeus zur Vollendung bereift ist" bedeutet also ,alle Pläne des Zeus gehen sicher in Erfüllung". Vgl. Hom.
Α 526
οὐ
γὰρ
ἐμὸν
παλινάγρετον
οὐδ᾽
ἀπατη‐
λὸν
οὐδ᾽
ἀτελεύτητον,
ὅ
τι
κεν
κε-
φαλῇ
κατανεύσω. Allerwege im traun erglänzt er auch in der Fin- sternis bei dunklem Geschicke den sterblichen Menschen", d. h.,,auch das Dunkel schwerer Trübsal er- leuchtet er, da diejenigen, welche auf das gerechte Walten der Götter vertrauen, Trost in der Hoffnung besserer Tage finden". Der Dichter entwickelt eine Art Theodicee. Den Gedanken, welcher gegen eine gött- liche Vorsehung vorgebracht wird, daß es den Guten schlecht, den Schlechten gut gehe, sucht der Dichter auch Eum. 553 zu ent- kräften:
ἑκὼν
δ᾽
ἀνάγκας
ἄτερ
δί-
καιος
ὢν
οὐκ
ἄνολβος
ἔσται·
πανώ-
λεθρος
δ᾽
οὔποτ᾽
ἂν
γένοιτο.
εἰ
κρανθῇ für
ἢν
κρανθῇ wie 130
ὁπόθι
ἀπῇ, Sieb. 243
ἄνδρας
ὧν
ἁλῷ
πό-
λις. —
μερόπεσσι
λαοῖς nachdem Homerischen
μερόπεσσι
βροτοῖσιν,
μερόπων
ἀνθρώπων („, Uber die Be- deutung von
μέροψ handelt Meh- liß in dem Progr. von Eisleben 1900, welcher die Bedeutung,, gesittet" darin findet).
102.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-54
Wie das gerechte und machtvolle Walten der Götter sich den Guten als Trost im Unglück erweist, so fährt es in das Glück der Bösen wie ein Blitz aus heite- rem Himmel und stürzt sie von den hochgetürmten Hoffnungen jählings hinab ohne irgendwie Gewalt aus- zurüsten. Von göttlichen Wesen ist alles Tun mühelos. In der Höhe thronend machen sie den Gedanken sofort zur Tat ohne sich von der Stelle zu rühren." Der Dichter eifert gegen die Vorstellungen vom Gigantenkampf, auf welchen auch
ὑψιπύργων hinzuweisen scheint. Vgl. Ov. Met. VIII 618 inmensa est finemque potentia caeli non habet et quidquid superi voluere, peractum est.
πανώλεις (ganz dem Verderben geweiht, ganz un- selig), Schol.
τοὺς
τοῦ
ὀλέσθαι
ἀξίους,
ὅ
ἐστι
κακούς, Hesych.
πανώλης·
πανώλεθρος,
ἐξώλης,
ἀπολλύμενος.
106.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-55
πᾶν (für
τὰν Wellauer)
ἄπο-
τον
δαιμονίων (in dem persönlichen Sinne wie Plat. Apol. 24
Β
ἕτερα
δαιμόνια
καινά): zum Gedanken vgl. Eur. Phoen. 689
πάντα
δ᾽
εὐ-
πετῆ
θεοῖς, Xenophan. Fragm. 1
εἷς
θεὸς
ἔν
τε
θεοῖσι
καὶ
ἀνθρώποισι
μέγιστος,
οὔτε
δέμας
θνητοῖσιν
ὁμοίιος
οὔτε
νόημα . .
ἀλλ᾽
ἀπάνευθε
πόνοιο
νόου
φρενὶ
πάντα
κραδαίνει.
107.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-56
ἥμεν (gesetzt für das un- metrische
ἥμενον der Handschrift), nämlich
τὰ
δαιμόνια, wofür dann in Gedanken
ὁ
δαίμων,
ὁ
Ζεύς ein- tritt. Wenn man im vorhergehen- den Verse mit Bothe
δαιμόνιον für richtig hält, so muß man annehmen, daß hier der Dichter
ὑψίθρονον, wie Schneider, oder
θάσσον
ἄνω, wie Weil vermutet, geschrieben habe.
108.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-57
αὐτόθεν
ἑδράνων
ἀφ᾿ (80 für
ἐφ' ein Ungenannter)
ἁγνῶν: vgl. Hom.
Τ 77
αὐτόθεν
ἐξ
ἕδρης,
ν 56
αὐτόθεν
ἐξ
ἑδρέων, Soph.
Αi. 780
εὐθὺς
ἐξ
ἕδρας.
ἐξέπραξεν : Der Aor. drückt aus, daß es im Augenblick geschieht:,,kaum ge- dacht ist es schon vollbracht".
110.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-58
Der Schluß lenkt von der allgemeinen Betrachtung göttlichen gerechten und machtvollen Waltens zurück zur Sache der Danaiden, an V. 83 anschließend.
ἰδέσθω: als Subjekt schwebt Zeus vor. Im Folgenden sind bildlicher und eigentlicher Ausdruck ohne Ver- mittlung verbunden (vgl. Schiller: Hier steh' ich, ein entlaubter Stamm): Gott schaue auf den Übermut, "von welcher Art dieser einem Stamme, von dem junge Zweige üppig aufsprießen, ver- gleichbar ob meiner Ehe jugendlichem Unverstande strotzt". in Wie Tevalós sind auch die folgenden Participia mit avdµýv übereingemacht, obwohl sie sich auf den Übermut, welcher mit
лvou verglichen ist, oder viel- mehr auf die übermütigen Söhne des Ägyptos beziehen. Für
καὶ
διάνοιαν vermutet Weil um des Versmaßes willen
μαργοσύναν
τε.
116-117.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-59
κέντρον ..
ἄλυκτον (so für
ἄφυκτον, weil
ἄλυκτον für das an- gespannte Zugtier mehr paßt, vgl. Suid.
ἄλυκτον·
τὸ
ἄφυκτον, viel- mehr
ὃ
οὐ
δύναταί
τις
ἀλύξαι): die Raserei treibt die Ägyptiaden wie das Zugtier der Treibstachel, dem es sich nicht entziehen kann.
ἄταν (so die Aldina für
ἄται, welches übrigens in der Hand- schrift aus
ἄταν korrigiert ist)
ἀπάτα
μεταγνούς ist eine sarkastische Wendung: ,,er hat sich infolge des Trugs der Leidenschaft statt zum Heilsamen zu seinem Verderben entschlossen". Mit
ἀπάτα vgl. Soph. Ant. 615 &
γὰρ
δὴ
πολύ-
πλαγκτος
ἐλπὶς
πολλοῖς
μὲν
ὄνασις
ἀνδρῶν,
πολλοῖς
δ᾽
ἀπάτα
κουφονόων
ἐρώτων. Durch
μεταγιγνώσκειν wird gewissermaßen die tragische Peri- petie ausgedrückt wie Ag. 231 Tò
παντότολμον
φρονεῖν
μετέγνω.
118-181.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-60
dritter Teil der Parodos, ein
i
άleuos (121), eine Klageweise, die mit heftiger Ge- bärde, mit Zerreißen des Gewandes (126 ff.) und Zerkratzen der Wangen
(
άuvyuós Cho. 24) verbunden war (zu 72). Die Danaiden erneuern ihre Bitte um Schutz, gehen aber von flehender Bitte zu entschiedener und heftiger Forderung über:,,Mit solchen Klagen trauere ich um mich wie um eine Tote und rufe das argivische Land um Gnade an, in- dem ich im Schmerze meinen Schleier zerreiße. Den Göttern wird gern und reichlich geopfert, wo Wohlstand herrscht und nicht Todesfurcht bedrückt. Ich weiß nicht, was werden soll. Der An- fang zwar, die Fahrt über das Meer, ist glücklich vonstatten ge- gangen; möge nur auch das Ende glücklich sein, daß ich nicht zur Ehe mit den verhaßten Vettern gezwungen werde. Die jungfräu- liche Artemis möge vor allem mir gegen den Angriff auf meine jung- fräuliche Ehre beistehen. Andern- falls, wenn mich die Götter des Olymp verlassen, werde ich samt den schutzflehenden Zweigen zum Zeus der Toten meine Zuflucht nehmen und mich erhängen. Ich merke wohl, daß die Eifersucht der Hera, welche unsere Ahnmutter quälte, auch mich verfolgt. Und statt der reichlichen Opfer wird Zeus nur Unehre ernten, wenn er die Nachkommen seines eigenen Sohnes Epaphos abweist und von uns Schutzflehenden sein Auge ab- wendet. Er möge sich merken, was ich ihm noch einmal zurufe: die Eifersucht der Hera ist schuld an meinem Leide." Die Drohung sich das Leben zu nehmen, wenn sie schutzlos gelassen werden wiederholt mit gesteigerter Hef- tigkeit 472, und damit ein Zeug- nis gegen den
Ζεὺς
ἱκέσιος ab- zulegen offenbart eine Entschlossen- heit und Heftigkeit des Charakters, welche die Bluttat in der Braut- nacht begreiflich macht.
118-119.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-61
θρεομένα
δ᾽
ἐγώ (so Enger für
λέγων): Hesych.
θρεομένη
θρη
νοῦσα. Uber die Stellung von
δέ zu 9. —
λιγέα
βαρέα, in bald hohen bald tiefen Tönen. Vgl.
λιγέα
κωκύ-
ματα Pers. 335 und
φθόγγον
τε
βαρύν Hom.
ι 257.
δακρυοπετῆ tränenrieselnde",
βᾶνα
αὐδάν d. i. unter
τῶν Tränen, nicht
παρασκευαστικὰ
τοῦ
πίπτειν
τὰ
δάκρυα
ἀκουόντων (Schol.), sondern
τὰ
ἐμὰ
δάκρυα.
122.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-62
Noch lebend singe ich mir mein Grablied, weil der Tod mir vor Augen steht (164). Vgl. Ag. 1321
ἅπαξ
ἔτ᾽
εἰπεῖν
ῥῆσιν
ἢ
θρῆνον
θέλω
ἐμὸν
τὸν
αὐτῆς, Hom. Z 500
αἳ
μὲν
ἔτι
ζωὸν
γόον
Εκτορα
ᾧ
ἐνὶ
οἴκῳ, Isokr. 10 § 27
ἰδὼν
αὐτοὺς
πενθουμένους
ἔτι
ζῶντας. —
μὲ für
ἐμαυτήν wie Eur. Andr. 256
ἀλλ᾽
οὐδ᾽
ἐγὼ
μὴν
πρόσθεν
ἐκδώσω
μέ
σοι.
123-124.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-63
ἱλέομαι, Schol.
ἱλάσκομαι. Die Form nur hier, Hom. B 550
ἱλάονται, weshalb Burges auch hier
ἱλάομαι schreiben will. Die Kon- traktion ist vernachlässigt wie in
τρομέονται Pers. 65,
ποθέουσαι ebd. 545,
τρομέων Prom. 558 in melischen Partien. Dem
μέν ent- spricht
δέ 126; der folgende Satz
καρβᾶνα
δ'
κοννεῖς steht als Parenthese.
Απία auch 266, Ag. 268, Soph. O. K. 1303 von Argos oder dem Peloponnes. Vgl. Paus.
Η 5, 7
οὗτος
ὁ
Απις
ἐς
τοσόνδε
ηὐξήθη
δυνάμεως
πρὶν
ἢ
Πέλοπα
ἐς
Ὄλυμπον
ἀφικέσθαι,
ὡς
τὴν
ἐντὸς
᾿Ισθμοῦ
χώραν
Ἀπίαν
ἀπ᾿
ἐκείνου
καλεῖσθαι.
βοῦνις,
ὀρεινή (hügelig) nach dem Schol. zu yã
βοῦνι 784. Die Erklärung
τὴν
γῆν
κατὰ
βαρβάρους (Schol. zu dieser Stelle, vgl. Hesych.
βοῦνις·
γῆ.
Αἰσχύ
λος,
Εtym.
Μ. p. 208, 3) ist aus der vorliegenden Stelle entnommen, wo
βοῦνιν wegen des folgenden
καρ- als Fremdwort be- trachtet und nach
Απίαν im Sinne von yn gedeutet wurde. Phryni- chos Epit. 355 bemerkt über
βουνός:
ὀθνεία
ἡ
φωνὴ
τῆς
Ἀττικῆς und führt zum Belege eine Stelle des Komikers Philemon (142 Ko.) an, wo einer das Wort
βουνός braucht und der andere ihm ins Wort fällt:
τίς
ἔσθ᾽
ὁ
βουνός;
ἵνα
σαφῶς
σου
μανθάνω. Nach Herod. IV. 199 war
βουνός in Kyrene im Gebrauch. Für die Zuhörer des Äschylos konnte deshalb
βοῦνις ebenso als Fremd- wort gelten wie
βᾶρις 849. Daher
καρβᾶνα
δ᾽
αὐδὲν
εὖ,
γᾶ,
κοννεῖς (so Boissonade für
εὐακοννεῖς, 136
εὐγακόννις), Schol.
ὦ
γῆ,
νοεῖς
καὶ
τὴν
βάρβαρον
φωνήν. —
καρβάν: die Form
κάρβανος unten 925 u. Ag. 1045
καρβάνῳ
χερί. —
κοννεῖς wie 170, He- sych.
κοννεῖν·
συνιέναι,
ἐπίστασθαι.
126-127.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-64
ἐμπίτνω
ξὺν
λακίδι
λινο-
σινεῖ (so Bücheler für
λίνοισιν
ῆι), ich greife hinein mit faden- zerstörendem Zerreiben, vgl. Cho. 27
λινοφθόροι
δ᾽
ὑφασμάτων
λακίδες
ἔφλαδον
ὑπ᾽
ἄλγεσιν
πρόστερνοι
στολμοὶ
πέπλων, Pers. 128
βυσσίνοις
δ᾽
ἐν
πέπλοις
πέσῃ
λακίς.
128.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-65
Σιδονία
καλύπτρα: Homer rühmt die Metall- und Woll- arbeiten der kunstsinnigen (
πολυ
δαίδαλοι
Ψ 743) Sidonier:
Ζ 289
ἔνθ᾽
ἔσαν
οἱ
πέπλοι
παμποίκιλοι,
ἔργα
γυναικῶν
Σιδονίων,
τὰς
αὐτὸς
Αλέξανδρος
θεοειδής
ἤγαγε
Σιδονίη-
θεν. Mit
Σιδονίᾳ wird also die Feinheit des Schleiers bezeichnet und die Feinheit der Arbeit steht in Kontrast zum Zerreiben, vgl. 439, Hom. A 245
ποτὶ
δὲ
σκῆπτρον
βάλε
γαίῃ
χρυσείοις
ἥλοισι
πεπαρμένον. Daher unten 915
λακὶς
χιτῶνος
ἔργον
οὐ
κατοικτιεῖ.
129-130.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-66
,,Den Göttern wird gerne der Weihezoll heiliger Opfer dar- gebracht, wo es den Menschen wohl ergeht und nicht Todesfurcht sie bedrückt" (wie uns, die wir lieber in den Tod gehen, als daß wir uns zur Ehe zwingen lassen).
Ζη
πελομένων
καλῶς
τῶν
πρα-
γμάτων) vgl.
εὖ
ξυντυχόντων Sieb. 260,
ὀρθουμένων
Εum. 775. —
τέλεα wie
τέλη
ἔγκαρπα (Weihezoll von Früchten) Soph. Trach. 238.
ἐπίδρομά
ἐστι (Hiegen ihnen zu be- zeichnet den Eifer, mit welchem die Opfer dargebracht werden.
ὁπόθι
ἀπῇ ohne
ἄν wie 96
εἰ
κρανθῇ. Die Götter werden an ihr eigenes Interesse erinnert wie Sieb. 76
ξυνὰ
δ᾽
ἐλπίζω
λέγειν·
πόλις
γὰρ
εὖ
πράσσουσα
δαίμονας
τίει, Cho. 255
πατρὸς
νεοσσούς
τούσδ'
ἀποφθείρας
πόθεν
ἕξεις
ὁμοίας
χειρὸς
εὔθοινον
γέρας; Die Danaiden versprechen damit reichliche Opfer für den Fall glücklichen Gelingens.
132-133.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-67
δυσάγκριτοι: Schol.
δυσδιά-
γνωστοι. Die Danaiden können nicht ahnen, wie sich ihr Schick- sal gestalten wird, fürchten aber das Schlimmste.
ποῖ..
ἀπάξει; (Schol.
ἡμᾶς) ist ein natürlicher Ausdruck im Munde desjenigen, der eben eine lange Meerfahrt durchgemacht hat. Ihr Leben ist noch voll von Sturm.
134.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-68
Ephymnien finden sich bei Aschylos und Euripides, nicht bei Sophokles, bei Äschylos besonders in den Hik. und der Orestie. Zu den Ephymnien, welche in der Wiederholung der gleichen Worte bestehen, kommen 638 ff. und Ag. 379 ff. Ephymnien, die man rhyth- mische nennen kann, welche durch die Wiederholung des gleichen Versmaßes in den Schlußpartien mehrerer Strophen und Anti- strophen gebildet werden. Wie das Ephymnion hier bei der Anti- strophe, so fällt das bei der letzten Strophe aus dem Zusammenhang der übrigen Gedanken heraus, ein deutliches Kennzeichen, daß von anderen Sängern (dem Gesamt- chor) vorgetragen wird. es
140-141.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-69
Schol.
λινορραφὴς
δόμος
δορός:
ἡ
ναῦς,
παρόσον
τρυπῶντες
τὰς
ναῦς (1.
σανίδας)
σπάρτοις
αὐ
τὰς
συνέρραπτον.
καὶ
τὸ
παρ'
Ομή
ρῳ (
ξ 383) „
νῆας
ἀκειόμενον
τὸ
συρράπτοντα
δηλοῖ. Stanley will
δορός mit
στέγων verbinden: mare arcens a ligno. Aber von den Planken des Schiffs bleibt das Meer nicht weg.
ἅλα
στέγων, Schol.
τὴν
θάλατταν
εἴργων. Vgl. Sieb. 202
πύργον
στέγειν
εὔχεσθε
πολέμιον
δόρυ.
142.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-70
ἀχείματον
σὺν
πνοαῖς, nicht mit stürmischen Winden.
143.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-71
οὐδὲ
μέμφομαι, und ich bin zufrieden.
144-145.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-72
ἐν
χρόνῳ (mit der Zeit) wie Eum. 501
μεταὖθις
ἐν
χρόνῳ.
πατὴρ
ὁ
παντόπτας: vgl. Hesiod E.
κ.
Η. 267
πάντα
ἰδὼν
Διὸς
ὀφθαλμὸς
καὶ
πάντα
νοήσας.
146.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-73
Bei Aschylos kommt nur
κτίζειν, nicht
ποιεῖν mit einem prädikativen Adjektiv vor. Vgl. zu Eum. 17. er
147.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-74
σπέρμα . .
ἐκφυγεῖν: Schol.
λείπει
τὸ
δοίη, vielmehr ist der Infin. von dem in
τελευτὰς
πρευμε
νεῖς
κτίσειεν liegenden Begriff möge bewirken" abhängig. -
μέγα
σεμνῆς wie Prom. 674
ὦ
μέγ'
εὔδαι-
μου
κόρη, bei Homer
μέγα
νήπιος
μητρός,
Ιους, vgl.
ματρὸς
ἀρχαίας 51.
ἀδάματον, nicht der Jungfräulichkeit beraubt. u. a.
150.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-75
,,Zugetan blicke mich, die ich ihr zugetan bin, Artemis von ihrem hehren Tempel her an, die keusche Tochter des Zeus, und entreiße als Jungfrau uns als Jung- frauen den Verfolgungen, so daß wir der Ehe der Vettern entgehen." Für
Αρτεμις, wie Hermann ver- mutet hat, steht
ἀσφαλές in der Handschrift (W. Headlam will &
Καλά schreiben, vgl. Ag. 146), für
διωγμοῖς
ἀλκαθοῦσ᾽ bietet die Hand- schrift
διωγμοῖσι
δ᾽
ἀσφαλέας, der Text ist also sehr unsicher. Her- mann vermutet
ἀσχαλῶσ', wozu
παντὶ
σθένει weniger zu passen scheint. Mit
θέλουσα
θέλουσαν vgl. Hom. 272
τὴν
δ᾽
ἐθέλων
ἐθέλουσαν
ἀνήγαγε
ὅνδε
δόμονδε.
ἐπιδέτω: zu 1. Hesych.
ἐνώπια·
τὰ
καταντικρὺ
τοῦ
πυλῶνος
φαι-
νόμενα
μέρη,
ἃ
καὶ
διεκόσμουν
ἕνεκα
τῶν
παριόντων, Hom.
δ 42
πρὸς
ἐνώπια
παμφανόωντα. „Vom Gipfel des vorspringenden Berges Lykone sah man zwischen Zypressengruppen den Tempel der Artemis Orthia herabschimmern; unten links von der Heerstraße lag ein anderer Artemistempel" (Curtius Pelop. II Paus. II 24, 5).
153-154.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-76
Mit aller Kraft der Ver- folgung wehrend" (
σθένει für
σθέ-
νουσι).
Ζυ
άλκαθοῦσα vgl. Bekk. Anecd. S. 383, 31
ἀλκάθω
καὶ
ἀλ-
κάθειν
Σοφοκλῆς
καὶ
Αἰσχύλος.
ση-
μαίνει
δὲ
τὸ
βοηθεῖν. Dab
ἀλκα-
θεῖν zu schreiben und als Aorist- form zu betrachten ist, hat Elms- ley zu Eur. Med. 186 dargetan. Vgl. auch
βοηθεῖν
συμφοραῖς.
155-156.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-77
ἀδμῆτας (von der Form
ἀδμής wie Soph.
Ο.
Κ. 1056
άδμῆτας
ἀδελφάς): der Akk. ist von
ῥύσιος
γενέσθω wie von
ῥυσάσθω abhängig, vgl.
ἔξαρνον
εἶναι mit Akk. und zu
πολλὰ
συνίστορα (
στέγην) Ag. 1075. Mit
160-161.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-78
μελανθές wird durch
ἡλιό-
κτυπον näher erklärt: von der Sonne schwarz gebrannt".
μελανθές vgl. Soph.
Ο.
Τ. 742
λευ
κανθὲς
κάρα und zu Prom. 23. Mit
ἡλιόκτυπος vgl.
ὀμβρόκτυπος,
χιονόκτυπος,
νιφόκτυπος. Als neger- farbig werden 727, 753 die Söhne des Agyptos bezeichnet. Vgl. Herod.
Η 57
μέλαιναν
λέγοντες
εἶναι
τὴν
πελειάδα
σημαίνουσιν
ὅτι
Αἰγυπτίη
ἡ
γυνὴ
ἦν. Da 240 f. unter den auf- fallenden Kennzeichen die schwarze Hautfarbe nicht hervorgehoben wird, so läßt sich annehmen, daß die Maske nur ein sonnenverbranntes, kein negerfarbiges Gesicht darstellte. 162
Ε.
τὸν
γάϊον
Ζῆνα
τῶν
κεκμη
κότων: Schol.
τὸν
καταχθόνιον "
Αι-
δην, nach Hom. I 457
Ζεύς
τε
κατα-
χθόνιος
καὶ
ἐπαινὴ
Περσεφόνεια, vgl. Hesiod E.
κ.
Ἡ. 465
Διὶ
χθονίῳ und unten 237. Nach Paus. II 24, 4 nannte Äschylos auch den Gott des Meeres Zeus.
πολυξενώτατον: vgl. Fragm. 228
Ζαγρεῖ
τε
νῦν
με
καὶ
πολυξένῳ (vielleicht
Ζαγρεῖ
τε
πανδόκῳ
τε
καὶ
πολυξένῳ)
χαίρειν, Sieb. 846
πανδόκον
εἰς
ἀφανῆ
τε
χέρσον. Im Hymnus auf Demeter heißt Hades
Πολυδέκτης (9) und
ἄναξ
Πολυδέγμων (17). 1651.
γένος . .
ἱξόμεσθα wie Pers. 791
πράσσοιμεν
ὡς
ἄριστα
Περσικός
λεώς.
σὺν
κλάδοις wird mit Bitterkeit hinzugefügt: "
Αιδης soll uns
Ζεὺς
ἱκέσιος werden.
ἀρτά-
ναις: die gewöhnliche Art des Selbstmordes bei Frauen (Iokaste, Antigone, Phädra u. a.).—uǹ tvxov-
σαι,
ἁμαρτοῦσαι, wenn sie unser Flehen nicht erhören.
168-169.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-79
Ζήν alte Form für
Ζεύς, dorisch
Ζάν (Aristoph. Vö. 570): Ach Gott, der Groll von Seite der Götter (der Hera) gegen Io ist's, der uns geifelt
μαστίκτειρ (80 Abresch für
μάστειρ' nach dem Schol.
μαστιγωτική)
τη
μαστικτήρ (475) wie
σώτειρα
και
σωτήρ. - Nach dem Schol.
ὦ
Ζεῦ,
ἡ
παρὰ
τῶν
θεῶν
μῆνις
κατὰ
Ἰοῦς
ὠδῆς (
μανιώ-
δης?)
ἐστὶ
καὶ
μαστιγωτική will Dindorf
οἰστρώδης oder ein ähn- liches Epitheton für ió setzen.
170.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-80
Ich erkenne das eifer- süchtige Wesen (
ἄγαν für
ἄταν Bamberger, vgl. Hesych.
ἄγαις·
ζηλώσεσιν.
Αἰσχύλος
Θρήσσαις) dei- ner Gattin, welches die ganze Götterwelt beherrscht (
γαμετᾶς
οὐ-
ρανόνικον für
γαμετουρανόνεικον Victorius. Hermann
γαμετᾶς
σᾶς und Pearson
οὐρανονίκου). Denn ein schwerer Wind bringt uns Sturm (der gewaltige Sturm, welcher uns bedroht, läßt auf das Wirken einer höheren Macht schließen).
174.
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Der Gedanke knüpft nicht an das Ephymnion, sondern an den vorhergehenden Gedanken: wir werden in den Tod gehen" an: Und dann wird Zeus der Nach- rede der Ungerechtigkeit verfallen (
ἐνέξεται für
ἐνεύξεται Porson), wenn er in uns den Sohn der Io, sein eigenes Kind, mißachtet und jetzt bei unserem Flehen sein Antlitz ab- wendet. Er möge es in der Höhe wohl hören, wenn man also zu ihm ruft: Ach Gott" u. s. w. W. Headlam vermutet
ψόγοις für
λόγοις, ohne Not.
177.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-82
ἀτιμάσας, weil das Flehen seiner Nachkommen nicht erhört wird. In diesem Sinne wird
ἀτιμά-
ζειν,
ἄτιμος gern gebraucht. Vgl. 383, Prom. 809, Soph. O. K. 49, 1273, O. T. 788 u. a.
τόν,
ὅν: bei den Tragikern werden die mit Tanlautenden Formen des Artikels auch relativisch gebraucht, in dia- logischen Partien gewöhnlich nur um des Versmaßes willen (309, 530, Ag. 531, so auch in melischen Par- tien 607, 656, 707, Eum. 919). Es kennzeichnet die Altertümlichkeit des Stils, daß in diesem Stücke solche Formen ohne metrische Gründe nicht bloß in lyrischen Par- tien (hier wie Cho. 603, Eum. 337), sondern auch an einer Stelle des Dialogs sich finden (271).
γόνῳ, durch Zeugung, wie Isae. II 18 tov
αὐτὸν
τρόπον
ὥσπερ
γόνῳ
ὄντα
πατέρα
ἐμαυτοῦ (,,wie meinen leib- lichen Vater")
ἐθεράπευον (
ἐκεῖνον).
179-180.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-83
Vgl.
ὄσσε
πάλιν
κλίνειν (das Gesicht abwenden) bei Homer u. Soph. Phil. 935
ἀλλ'
ὡς
μεθήσων
μήποθ᾽
ὧδ᾽
ὁρᾷ
πάλιν.
181.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-84
Das Ephymnion, welches in der Handschrift fehlt, hat Canter ergänzt.
182-532.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-85
erstes Epeisodion. 1. Szene (182—239): Danaos und der Koryphaios. Danaos kündigt das Nahen des Königs an und gibt seinen Töchtern Verhaltungsmaß- regeln. 2. Szene (240 - 349): Pelas- gos und die Vorigen. Die Danaiden erklären ihre Herkunft von Argos und erflehen als ungerecht Ver- folgte den Schutz des Argivischen Königs. Dieser ist bedenklich wegen der schweren Folgen, welche die Zusage des Schutzes für sein Land haben kann. 3. Kommos (350-422): Fortsetzung der Bitte. 4. Chorikon (423-446), welches das Nachsinnen des Königs zu Gunsten der Da- naiden zu wenden sucht. 5. Dialog des Königs, des Koryphaios und des Danaos (447-532): Der König offenbart seinen Entschluß die Entscheidung dem Volke anheim- zugeben.
182-183.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-86
φρονεῖν, verständig, be- sonnen und taktvoll sein, sich mäßigen. Danaos kennt die Heftig- keit seiner Töchter.
πιστῷ, ge- treu, vertrauenswürdig. -
ναυκλήρῳ, Schol.
ἐξάρχῳ, vgl.
στασίαρχος 12.
184-185.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-87
Wie ich auf dem Meere eure Fahrt geleitet habe, so habe ich jetzt auf dem Lande für euch gesorgt und auf der Höhe dieses Altares stehend das Nötige be- obachtet; ich kann euch deshalb sagen, was ihr jetzt zu erwarten und wie ihr euch dem gegenüber zu verhalten habt."
τὰ
ἐπὶ
χέρ-
σου ist freier Akk.
προμηθίαν
λαβών (so für
λαβεῖν Wordsworth),
ὑμῶν.
αἰνῶ,
παραινῶ wie Cho. 553
αἰνῶ
δὲ
κρύπτειν
τάσδε
συν-
θήκας
ἐμάς. Ebenso
ἐπαινῶ unten
δελ- 1007, Cho. 579, Sieb. 583.
τουμένας, in die Tafel eures Ge- dächtnisses einschreibend, euch tief einprägend. Vgl. zu Prom. 815
ἐγγράφου
σὺ
μνήμοσιν
δέλτοις
φρενῶν.
186.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-88
Das Asyndeton, weil die Angabe des Angekündigten (
τἄμ'
ἔπη) folgt.
κόνιν wie 791
κόνις, Prom. 1118
κόνιν, Cho. 927
ὄφιν, 542
οὔφις, eine Eigentümlichkeit des attischen Dialekts nach Cram. Anecd.
Οxon. III 298
Αριστοκλῆς
ἐν
τῷ
περὶ
διαλέκτων
φησὶν
Αττικοὺς
ἐκτείνειν.
ἄναυδον
ἄγγελον wie Theogn. 549
ἄγγελος
ἄφθογγος
πόλεμον
πολύδακρυν
ἐγείρει,
Κύρνο,
ἀπὸ
τηλαυγέος
φαινόμενος
σκοπιῆς.
ἀλλ᾽
ἵπποις
ἔμβαλλε
ταχυπτέρνοισι
χαλινούς·
δῄων
γάρ
σφ᾽
ἀνδρῶν
ἀντιάσειν
δοκέω
κτἑ. Vgl. Sieb. 81
αἰθερία
κόνις
με
πείθει
φανεῖσ
ἄναυδος
σαφὴς
ἔτυμος
ἄγγελος, Eum. 245
μηνυτῆρος
ἀφθέγκτου
φραδαῖς.
187.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-89
Das Asyndeton muß seinen Grund in der Lebhaftigkeit der Schilderung haben, wenn es nicht ursprünglich
σύριγγε
δ' . .
ἀξονηλάτω geheißen hat (Enger vermutet
σύριγγες
οὐ
σιγῶσι
δ'). —
οὐ
σιγῶσιν, d. i. sind laut vernehmbar. —
άξονή
λατος wie
τροχήλατος.-Vgl. Sieb.187
σύριγγες
ἔκλαγξαν
ἑλίτροχοι, 137
ἔλακον
ἀξόνων
βριθομένων
χνόαι.
189.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-90
καμπύλα
ὀχήματα wie
καμ-
πύλος
δίφρος Pind. Isthm. III 47,
ἀγκύλον
ἅρμα Hom. Z 39 mit Bezug auf die Form des Wagenstuhls.
190-191.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-91
πρὸς
ἡμᾶς bei
ὀπτῆρες
εἶεν nach dem Sinne zu uns kommen um Kundschaft durch den Augen- schein einzuziehen". Andrer Art ist
δεῦρο
ἐποπτεῦσαι Cho. 581.
ἀρχηγέται: der verallgemeinernde Plural von dem einen Herrscher. Die Vermutung des Danaos motiviert das Auftreten des Königs.
192.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-92
ἀπήμων aktiv (ohne schlimme Absicht), Ag. 559, Eum. 894 passiv (ohne Weh, nicht vom Unglück heimgesucht).
τεθηγμένος (gereizt) für
τεθειμένος Pearson, vgl. Sieb. 702
τεθηγμένον
τοί
μὲ
οὐκ
ἀπαμ-
βλυνεῖς
λόγῳ, Eur. Hipp. 689
ὀργῇ
συντεθηγμένας
φρένας. Abresch vermutet
τεθυμμένος nach Plat. Phaedr. S. 230
Α
σκοπῶ
ἐμαυτόν,
εἴτε
τι
θηρίον
τυγχάνω
Τυφώνος
πολυπλοκώτερον
καὶ
μᾶλλον
ἐπιτε-
θυμμένον
εἴτε
ἡμερώτερόν
τε
καὶ
ἁπλούστερον, w das Wortspiel
Τυφῶνος -
ἐπιτεθυμμένον die Wahl des Ausdrucks veranlaßt hat.
193.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-93
τῶνδ᾽
ἐπόρνυται (sich heran- bewegt)
στόλος für
τόνδ'..
στόλον Todt wegen des Singulars nach
ἀρχηγέται, obwohl das Scholion
τὸν
πρὸς
ἡμᾶς
στόλον
μετὰ
ὁρμῆς
ποιεῖται auf die überlieferte Les- art hinweist.
194.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-94
παντὸς
εἵνεκα, für alle Fälle.
195.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-95
πάγον
προσίζειν
τόνδ' (80 Turn. für
τῶνδ') wie
βωμὸν
προ-
σίζειν Eur. Fragm. 1049,
τὸ
σὸν
ἐφεζόμην
βρέτας Eum. 449.
ἀγώνιοι
θεοί (248) sind nicht
οἱ
τῶν
ἀγώνων
προεστῶτες, wie Hesych. angibt, auch nicht die Götter der Ver- sammlung,
θεοὶ
ἀγοραῖοι nach dem Schol. zu Hom. 21
παρὰ
δὲ
Βοιωτοῖς
ἀγὼν
ἡ
ἀγορά..
ὅθεν
καὶ
ἀγωνίους
θεοὺς
Αἰσχύλος
τοὺς
ἀγοραίους, sondern die zu einem Göttervereine (
θεῖος
ἀγών Hom. H298) verbundenen Gottheiten, denen an einem Altare gemeinsam geopfert wird, die des- halb eine
ξυντέλεια (Sieb. 237, Schol.
τὸ
κοινὸν
ἄθροισμα
τῶν
θεῶν) bilden. Vgl. 228
πάντων
ἀνάκτων
τῶνδε
κοινοβωμίαν.
196.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-96
ἄρρηκτον ist im Sinne des Homerischen
ἔγχος
ῥῆξε
σάκος auf- zufassen.
197.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-97
Paley vermutet
τάχιστ'
ἀμβᾶτε.
λευκοστεφεῖς wie 336, Schol.
λευκοῖς
ἐρίοις
ἐστεμμένας. den
198.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-98
,,Alles, womit man die Götter ehrt oder ihre Heiligtümer schmückt, wird
ἄγαλμα genannt" Kruse.
Ζεὺς
αἰδοῖος ist als
Ζεὺς
Ικέσιος Hort des Erbarmens gegen Bedrängte und Schutzflehende.
Αἰδεῖσθαι und
αἴδεσις sind solenne Ausdrücke für die Aussöhnung zwischen dem Mörder und Verwandten des Gemordeten. Vgl. Paus. VII 25, 1
φαίνεται
δὲ
καὶ
παραινῶν
ὁ
ἐν
Δωδώνῃ
νέμειν
ἐς
ἱκέτας
αἰδῶ, Hom. o 373
αἰδοίοισιν
ἔδωκα mit dem Schol.
οὕτω
τοὺς
ἱκέτας
ἔλεγον,
Φ 75
αἰδοῖος
ἱκέτης (der auf Rücksicht und Erbarmen Anspruch hat).
199.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-99
σεμνώς in ehrfurchtgebieten- der Weise.
διὰ
χερῶν
εὐωνύμων: Schol.
ὅ
ἐστιν
ἀντέχεσθε
τῇ
δεξιᾷ
τῶν
ἀγαλμάτων,
τῇ
ἀριστερᾷ
τοὺς
κλάδους
κατέχουσαι.
200-201.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-100
αἰδοῖα (wie 464)..
ζαχρεῖ (so für
τὰ
χρέα Geel)
ἔπη sind klagende Worte, welche Erbarmen heischen und der Ausdruck der Bedürftigkeit sind. Die Konstruk- tion wie Soph.
Ο.
Κ. 991
ἓν
γάρ
μ'
ἄμειψαι
μοῦνον, Herod. 1 173
ταῦτα
τοὺς
φίλους
ἠμείψατο. —
ὡς
ἐπήλυδας
πρέπει, nämlich
ἀμείβεσθαι
αἰδοῖα
ἔπη. Eindringlich hält Euripides den Fremden und Metöken ihre Pflicht vor sich zu- rückhaltend zu benehmen Hik. 891 ff., Med. 222. Vgl. Soph. O.K.12,
202.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-101
τάσδ' (wahrscheinlich
τὰς)
ἀναιμάκτους
φυγάς in demselben Sinne wie
οὔτιν᾽
ἐφ᾽
αἵματι
δημη-
λασίαν 6, eine nicht durch Biut- schuld veranlaßte Flucht.
203.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-102
ἑπέσθω, soll begleiten.
πρῶτα
μέν: der zweite Punkt wird nicht mit
ἔπειτα, sondern mit
δέ gebracht, weil die Wendung des Gedankens sich ändert. Vgl. 415. Der Ton der Rede soll nichts Freches und Dreistes haben (c'est le ton qui fait la musique). Vgl.
204-205.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-103
τὸ
μὴ
μάταιον, das nicht Unbegründete, das Wahre. Soph. Phil. 345
λέγοντες
εἴτ᾽
ἀληθὲς
εἴτ᾽
ἄρ᾽
οὖν
μάτην. Die Wahrheit und sein Recht muß man mit Be- scheidenheit und Ruhe, ohne Leidenschaft vertreten.
σε
σωφρο-
νισμένων für
μετώπω
σωφρονῶν Dindorf.
μετώπω(
ν) rührt von einer Überschrift über
προσώπων her und ist vielleicht für dieses ein- zusetzen. Auf der Stirne und im Auge offenbart sich vornehmlich das Innere. Vgl. auch 732
ἡσύχως
καὶ
σεσωφρονισμένως, Eur. Tro. 654
γλώσσης
τε
σιγὴν
ὄμμα
θ'
ἥσυχον
πόσει
παρεῖχον. 2061.
πρόλεγχος
γένῃ, Schol.
πολλὰ
προοιμιάζου.
ἐφολκός, hinterherkommend wie ein ins Schlepptau genommenes Schiff. Mache keine langen Umschweife, komme gleich zur Sache, bleibe auch bei der Sache und bringe nicht andre Dinge hinterher."
τὸ
τῇδε, in diesem Punkte.
ἐπίφθονον, empfindlich (geneigt etwas übelzunehmen). —
γένος (der argirische Stamm) wie 279
πόλις ohne
ἥδε, 244
χώραν ohne
τήνδε, 640
γένει ohne
τῷδε. Zu Pind. Isthm. V 58
τὸν
Αργείων
τρόπον
εἰρήσεται
πάντ'
ἐν
βραχίστοις be- merkt der Schol.:
σύντομοι
δὲ
οὐ
μόνον
Λάκωνες,
ἀλλὰ
καὶ
᾿Αργείοι, vgl. Soph. Fragm. 61
ῥῆσις
βραχεία
τοῖς
φρονοῦσι
σώφρονα
πρὸς
τοὺς
τεκόντας
καὶ
φυτεύσαντας
πρέπει
ἄλλως
τε
καὶ
κόρῃ
τε
κἀργεία
γένος,
αἷς
κόσμος
ἡ
σιγή
τε
καὶ
τὰ
ταῦρ᾽
ἔπη, 424
πάντ᾽
οἶσθα,
πάντ᾽
ἔλεξα
τἀντεταλμένα·
μῦθον
γὰρ
Αργολιστὶ
συντέμνω
βραχύν. Diese Stellen zeigen, daß Aschylos mit genauer Kenntnis argivischen Wesens diese Mahnungen dem Danaos in den Mund legte. Es hieße dem Dichter Fesseln anlegen, wollte man mit Hermann fragen: unde didicit Danaus, qui modo Argos venit, pronos ad vituperandum esse Argivos?
208.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-104
χρεῖος
εἶ, Schol.
ἐπικουρίας
χρήζεις. Ein doppelter Grund da- für liegt in
ξένη
φυγάς.
209.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-105
Vgl. Hom.
Β΄ 200
δαιμόνι,
ἀτρέμας
ἧσο
καὶ
ἄλλων
μῦθον
ἄκουε,
οἳ
σέο
φέρτεροί
εἰσι,
σὺ
δ᾽
ἀπτόλε
μος
καὶ
ἄναλκις,
Ψ 478
οὐδέ
τί
σε
χρὴ
λαβραγόρην
ἔμεναι·
πάρα
γὰρ
καὶ
ἀμείνονες
ἄλλοι.
210.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-106
φρονοῦντας für
φρονοῦσαν
με: nach dem canon Dawesianus steht, wenn eine Frau von sich in der Mehrzahl spricht, das mascu- linum, weil bei der im Plural liegenden Verallgemeinerung die Rücksicht auf das Geschlecht weg- fällt. Dindorf
φρονοῦσαν.
211.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-107
φυλάξομαι hier ich werde gewissenhaft darauf bedacht sein“.
212-213.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-108
γεννήτωρ,
γενέθλιος, der Stammvater unseres Geschlechts.
ἴδοι
ἴδοιτο
δῆτα wie 221 f.
συγγοίη
συγγνοῖτο
δῆτα, Sieb. 863f.
μέλεοι
μέλεοι
δῆτα, wenn man ein Wort bekräftigend wieder- holt.
213-216.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-109
Die richtige Ordnung der Verse hat Hermann hergestellt, nachdem schon Burges gesehen, daß 216 seinen richtigen Platz nach 212 hat.
214-215.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-110
πέλας mit Dativ wie Fragm 102, Soph.
Αi. 774, Eur. Phoen. 845. ,,Nun, so säume nicht mit der Ausführung", Schol.
ὡς
αὐτοῦ
ἤδη
καθεσθέντος. Wahrscheinlich hat sich Danaos an der Statue des Zeus in der Mitte der Altar- erhöhung niedergelassen (Hermann).
σχολάζειν mit Gen. wie
ὑστερεῖν,
λείπεσθαί
τινος.
μηχανῆς
δρα-
στηρίου (in der Handschrift
δ'
ἔστω
κράτος) wie Sieb. 1032
παρέσται
μηχανὴ
δραστήριος, Eum. 649
ἔστι
τοῦδ᾽
ἄκος
καὶ
πολλὴ
μηχανή
λυ-
τήριος, unten 1083
λυτηρίοις
μηχα-
ναῖς, 532
τύχη
πρακτήριος. Nach diesem Verse begibt sich der Chor an den Altar und läßt sich neben Danaos knieend nieder.
215.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-111
,, Bemitleide uns wegen der Unglücksschläge nicht erst, nach- dem wir schon vernichtet sind."
κόπων wie
στένω
σε
τᾶς
οὐλομένας
τύχας Prom. 413. ·
μὴ
ἀπολωλότας: diese Krasis ist ziemlich häufig, vgl. 733, 781. Das masc., weil Danaos eingeschlossen ist. Auch diese Bitte verrät das verhaltene heftige Wesen der Danaiden.
217.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-112
Die durch die Stichomythie angezeigte Lücke kann etwa mit
καὶ
μὴ
θέλοντος
πάντα
σοι
διοίχεται Anders Her- ausgefüllt werden. mann: excidit versus chori signum Solis dei conspicientis, ornatum fortasse imagine galli gallinacei.
218.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-113
Ζηνὸς
ὄρνιν: Schol.
τὸν
ἥλιον·
ἐξανίστησι
γὰρ
ἡμᾶς
ὡς
ὁ
ἀλεκτρύων. Nach Paus. V 25, 9 war der Hahn dem Helios heilig. Man muß sich also wohl neben dem Bilde des Zeus einen krähen- den Hahn als Symbol der auf- gehenden Sonne dargestellt denken;
ἀλέκτωρ erinnert an den Homeri- schen
Ηλέκτωρ (
Ζ 513,
Τ 398).
Ε. Rieß, Superstitions and Popular Beliefs in Greek Tragedy. Trans- actions of the American Philol. Assoc. vol. XXVII (1896) S. 5 ff. findet hierin eine dunkle Ahnung des Glaubens, daß die Sonne ein Vogel sei.
219.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-114
Als Sonnengott führt Helios die Namen
Ακέσιος,
Ακεσώδυνος,
Παιάν,
Αλεξίκακος,
Επικούριος.
Εν soll also sein Wesen an den Da- naiden bestätigen.
220.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-115
φυγάδα: über seine Ver- bannung und seinen Lohndienst bei dem König Admetos berichtet Apollon Eur. Alk. 3ff. Nach dem Schol. zu dieser Stelle fand sich die Sage ebenso bei Hesiod. Cho. 984, Sieb. 844 wird Helios mit Apollon identifiziert.
221.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-116
εἰδὼς
αἶσαν
τήνδε : vgl. Verg. Aen. I 630 non ignara mali miseris succurrere disco.
συγγνοίη
βρο-
τοῖς: er wird mitfühlen mit armen Menschen; er wird wissen, wie es Heimatlosen zu Mute ist.
222.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-117
συγγνοῖτο nach
συγγνοίη wie 212f.
ἴδοιτο nach
ἴδοι, Herod. VI 92
συνεγινώσκοντο nach
συγγνόντες.
224.
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ὁρῶ: Schol.
ἐν
γραφῇ. Dieser Vers läßt in der Tat im Zusammen- halt mit 218 erkennen, daß einige Götter nur durch ihre Symbole dar- gestellt waren. Daß es nicht durch- weg der Fall ist, zeigt 472.
Θεοῦ: Schol.
τοῦ
Ποσειδῶνος. Tucker vermutet
τρίαιναν
τήνδ'
ἄνακτος
Ισθμίου, vielleicht
τρίαιναν,
κέν-
τρον
᾿Ισθμίου
Θεοῦ.
225.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-119
δεξάσθω :Poseidon hat ein An- recht auf Argos. Von einem Heiligtum des Poseidon mit dem Beinamen
Προσκλύστιος berichtet Paus. II 22, 4 mit dem Zusatz:
τῆς
γὰρ
χώρας
τὸν
Ποσειδῶνα
ἐπικλύσαι
τὴν
πολλήν,
ὅτι
Ἥρας
εἶναι
καὶ
οὐκ
αὐτοῦ
τὴν
γῆν
Ιναχος
καὶ
οἱ
συνδικάσαντες
ἔγνωσαν. Von einem Ort
Τρίαινα in Argos weiß der Schol. zu Eur. Phoen. 187. Vgl. Einl. S. 3.
226.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-120
ἄλλος
πομπός (
πομπός ist dem Zusammenhang zuliebe für
τοῖσιν gesetzt): Poseidon hat sich bereits als guter
πομπός erwiesen. Vgl. Sieb. 411
γίγας
ὅδ᾽
ἄλλος
τοῦ
πάρος
λελεγμένου
μείζων. Hermes ist
ψυχοπομπός (Soph.
Αi. 832
καλῶ
δ᾽
ἅμα
πομπαῖον
Ἑρμῆν
χθόνιον
εὖ
με
κοιμίσαι) und überhaupt Ge- leiter (
πομπαῖος) als
κῆρυξ. Vgl. Eum. 90
κάρτα
δ᾽
ἂν
ἐπώνυμος
πομπαῖος
ἴσθι.
227.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-121
Das Hauptgewicht des Ge- dankens liegt in dem proleptisch stehenden
ἐλευθέροις. „Als wackerer
κῆρυξ, welcher denen, die er ge- leitet, Sicherheit verbürgt, möge er dafür sorgen, daß wir nicht ge- waltsam weggeführt und geknechtet werden."
228.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-122
δέ, weil Danaos das Vor- hergehende fortsetzt. - Mit
πάντων
ἀνάκτων
τῶνδε werden alle Götter zusammengefaßt, weil keiner ver- gessen werden darf.
κοινοβωμία : vgl. Paus. V 15, 1
ἔστιν
οὖν
βωμὸς
ἐν
τῷ
οἰκήματι
θεοῖς
πᾶσιν
ἐν
κοινῷ. In Athen ließ Pisistratos, der Enkel des Tyrannen, einen Altar der 12 Götter auf dem Markte errichten (Thuk. VI 54). Über die gemeinsame Verehrung mehrerer Götter an einem Altare vgl. Plut.
π.
φιλαδ. S. 492 C
πολλαχοῦ
σύμβωμός
ἐστιν
Ιόλαος
αὐτῷ (näm- lich
Ηρακλεῖ
καὶ
συγκατεύχονται
παραστάτην
Ηρακλέους
ὀνομάζοντες.
229-230.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-123
ἐν
ἁγνῷ, an heiliger Stätte, welche ein Asyl ist.
πελειάδων ..
κίρκων: das Gleichnis ist in dichterischer Weise abgekürzt wie Prom. 883
κίρκοι
πελειῶν
οὐ
μακρὰν
λελειμμένοι. Zur Sache vgl. Hom.
Χ139
ἠύτε
κίρκος
ὄρεσφιν
ἐλαφρό-
τατος
πετεηνῶν
ῥηιδίως
οἴμησε
μετὰ
τρήρωνα
πέλειαν,
Ο 237
ἴρηκι
ἐοικὼς
ὠκέι
φασσοφόνῳ, das Orakel Zosim. I 54
κίρκος
τρήρωσιν
ἱερὸν
γόον
ἡγηλάζων
οἷος
πολλῇσιν·
ταὶ
δὲ
φρίσσουσι
φονῆα.
ὁμοπτέρων be- reitet den folgenden Gedanken vor: Die Habichte sind Vögel wie die Tauben und doch zerreißen sie diese."
231.
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Ζυ
κίρκων tritt appositionell
ὁμαίμων, welche für die Danaiden das sind, was die Habichte für die Tauben sind. Bei dieser Auf- fassung scheint die Änderung von Hermann
ἐχθρῶν
ὅμαιμον
καταμιαι-
νόντων
γένος nicht nötig.
232-233.
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Wie die Habichte sich eines Greuels schuldig machen, wenn sie Tauben zerreißen, so ist die erzwungene Heirat von Ver- wandten ein Greuel, der noch in der Unterwelt gestraft werden wird." In dichterischer Weise werden Gleichnis und eigentlicher Gedanke in beigeordneten Sätzen nebeneinandergestellt. Vgl. zu Ag. 76, Sieb. 571.
Ζυ
ὄρνιθος
ὄρνιν . .
φαγών vgl. Plut.
αἴτ.
Ρωμ. § 93 S. 286
Β
πετεινοῦ
γὰρ
οὐδεὶς
ἑώρακε
γύπα
γενόμενον,
ὡς
ἀετοὶ
καὶ
ἱέρακες
μάλιστα
τὰ
συγγενῆ
διώκουσι
καὶ
κόπτουσι, Porphyr. de abst. IV 7
ἱέραξ
πολλαχῇ
τὸ
ζῷον (
τρυγόνα)
συλλαβὼν
ἀφίησιν
μισθὸν
ἀποδιδοὺς
μίξεως
σωτηρίαν. Varro de l. lat. 6 canis caninam non est, Iuv. XV 159 sed iam serpentum maior concordia; parcit cognatis maculis similis fera: quando leoni fortior eripuit vitam leo? quo nemore unquam expiravit aper maioris dentibus apri? Indica tigris agit rabida cum tigride pacem per- petuam, saevis inter se convenit ursis.
τίς für
πῶς hat Burges geschrieben. Zu
ἄκοντος (Schol.
παρὰ
πατρὸς
ἄκοντος) vgl. Eur. Androm. 987
νυμφευμάτων
μὲν
τῶν
ἐμῶν
πατὴρ
ἐμὸς
μέριμναν
ἕξει
κοὐκ
ἐμὸν
κρίνειν
τόδε. Der Vater hat als
κύριος der Töchter den Bräutigam zu bestimmen oder zu genehmigen (summa potestas nup- tiarum in patre puellae est Donat. zu Ter. Andr.).
παρά wie Plat. Politik. S. 310 C
γαμοῦσι . .
παρὰ
τούτων, vgl.
Εur. Andr. 974
φίλων
μὲν
ἂν
γήμαιμ᾽
ἀπ᾿
ἀνδρῶν.
235.
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ματαίων (so Schütz für
μάταιον)
αἰτίας, des Frevels Schuld. Vgl.
γλώσση
ματαίᾳ Prom. 345. Das Neutrum wie in
γραφὴ
παρα-
νόμων. Abresch hat
μάταιος ver- mutet.
237.
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Ζεὺς
ἄλλος:zu 162.—
ὑστάτας
δίκας, endgültiges Urteil, welches keine Einsprache und Berufung zuläßt. Vgl. Pind.
Οl. I 64
τὰ
δ᾽
ἐν
238.
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Mit
σκοπεῖτε (schaut auf) macht Danaos auf den sichtbar werdenden Zug des Königs auf- merksam.
τόνδε
τον
τρόπον, auf die von mir empfohlene Weise.
240.
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Vgl. Soph. Phil. 222
ποίας
πάτρας
ἂν
ἢ
γένους
ὑμᾶς
ποτε
τύχοιμ'
ἂν
εἰπών;
σχῆμα
μὲν
γὰρ
Ελλάδος
στολῆς
ὑπάρχει.
241.
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σπαθήμασι dicht geschlagenes Gewebe) ist gesetzt für das hand- schriftliche prosaische
πύκνωμασι nach Hesych.
σπάθημα·
πύκνωμα
ἀπὸ
τῶν
ταῖς
σπάθαις
κατακρουόντων
τὰ
ὕφη. Vgl. Cho. 230
ἰδοῦ
δ᾽
ὕφασμα
τοῦτο . .
σπάθης
τε
πληγάς und Eur.
Τro. 991
βαρβάροις
ἐσθήμασι (wohl
σπαθήμασι)
χρυσῷ
τε
λαμπρόν.
χλίοντα, Schol.
τρυφῶντα (prunkend).
243.
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῾Ελλάδος
τόπων wie Pers. 798
῾Ελλάδος
τόποις, 450
Σαλαμῖνος
τόπων, Eur.
A
ΪΚ. 67
Θρήκης
ἐκ
τόπων.
244-245.
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οὔτε (so Hermann für
οὐδὲ
τέ, neque et, wie Prom. 260,
246.
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κηρύκων
υπο, unter dem Schutze von Herolden, welche durch Stab (
κηρύκειον), durch die Tracht und durch den Schnitt des Bartes gekennzeichnet für sich und ihre Begleitung völkerrechtlichen Schutz genossen. Vgl. Hom.
κ 102, Schol. zu
Α 334
ἄσυλον
καὶ
θεῖον
τὸ
τῶν
κηρύκων
γένος und
κοινὸς
ὁ
νόμος
μὴ
ἀδικεῖσθαι
κήρυκα·
ἱεροὶ
γὰρ
οὗτοι
καὶ
τὰς
θυσίας
προετοιμά-
ζοντες.
ἀπρόξενοι, ohne in Argos jemand zu haben, der euch Schutz gewährt und eure Sache vertritt. Vgl. 425, 930. Übrigens ist an die schon in Homerischer Zeit bestehende Privatgastfreundschaft, nicht an die nachhomerische Institution der Staatsgastfreundschaft zu denken.
νόσφιν kommt bei den Tragi- kern sonst nicht vor; denn Soph. Fragm. 1028 ist unecht.
ἡγητῶν, Wegweiser.
247.
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κλάδοι
γε
μὲν
δή: die Zweige nun ja freilich machen eure Reise begreiflich.
ἀφικτόρων,
ἱκετῶν, zu 1.
248.
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249.
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συνοίσεται, Schol.
συμφωνή darin allein wird Hellas durch Vermutung mit der Sache (der Wirklichkeit) zusammentreffen" d. i. , dies allein kann ein Grieche aus euren Zweigen richtig schließen, daß ihr Schutzflehende seid". Bei
δίκαιον
ἦν ist
ἄν nicht unbe- dingt erforderlich. Freilich könnte es ursprünglich
ἂν
εἰκάσαι für
ἐπεικάσαι, womit die legitime Cäsur gewonnen würde (doch vgl. 406, 920, Pers. 254 u. a.), oder
καὶ
πόλλ᾽
ἂν
ἄλλ᾽
ἐπεικάσαι geheißen haben.
251.
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,,Wenn nicht für einen An- wesenden die Stimme dazu da wäre Kunde zu geben“, d.i. wo- zu weitere Vermutungen, da bei persönlicher Gegenwart die Sprache alles genau mitteilen kann?"
252.
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ἀμφὶ
κόσμου: Schol.
περὶ
τοῦ
κόσμου
ἡμῶν
ὅτι
βάρβαρος. Der Akk. (,, was meine Tracht anbe- langt") wie Xen. Memor. I 1, 20
τὸν
περὶ
τοὺς
θεοὺς
οὐδὲν
ἀσεβὲς
οὔτ᾽
εἰπόντα
οὔτε
πράξαντα.
253-254.
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ἔτην: Schol.
νῦν
δημότην, besser
ιδιώτην (privatum) Vgl. Fragm. 377
οὔτε
δῆμος
οὔτ᾽
ἔτης
ἀνήρ, Eur. Fragm. 1014
πόλεως
μὲν
ἀρχῷ,
φωτὶ
δ᾽
οὐκ
ἔτῃ
πρέπον, Hesych.
ἔται·
ἑταῖροι,
συνήθεις,
πολῖται,
δημόται
φίλοι,
ἐπίκουροι. -
τηρὸν
Ἑρμοῦ
ῥάβδον, a. i.
κήρυκα, einen Abgesandten des Königs oder Volkes.
τηρόν (Schol.
φύλακα) regiert wie
τηροῦντα den Akk.
ῥάβδον, also s. v. a.
ῥαβδότηρον,
ῥαβδοῦχον. Vgl. Pers. 982
μύρια
πεμπαστάν, Cho. 23
χοὰς
προπομπός und unten 254, 368.
255.
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πρὸς
ταῦτα, in Hinsicht da- rauf, was meinen Rang anbelangt. Vgl. 529.
256-257.
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γηγενούς: als Autochthone wie der attische Erechtheus und Kekrops führt er den bezeichnenden Namen
Παλαίχθων. Nach Hesiod war
Πελασγός Authochthone: Paus. I 1, 5
Νιόβης
δὲ
καὶ
Διὸς
παῖς "
Αργος
έγενετο,
ὡς
δὲ
Ακουσίλαός
φησι,
καὶ
Πελασγός,
ἀφ᾿
οὗ
κληθῆναι
τοὺς
τὴν
Πελοπόννησον
οἰκοῦντας
Πελασγούς.
Ησίοδος
δὲ
τὸν
Πελασγὸν
αὐτόχθονα
φησιν
εἶναι, ebd. VIII 1, 2
φασί
δὲ
Αρκάδες
ὡς
Πελασγός
γένοιτο
ἐν
τῇ
γῇ
ταύτῃ
πρῶτος..
πεποίηται
δὲ
καὶ
Ασίῳ
τοιάδε
ἐς
αὐτόν·
ἀντίθεον
δὲ
Πέλασγον
ἐν
ὑψικό-
μοισιν
ὄρεσσι
γαῖα
μέλαιν᾽
ἀνέδωκεν,
ἵνα
θνητῶν
γένος
εἴη“. Pelasgos ist der erste König der Pelasger als
ἥρως
ἐπώνυμος. Vgl. Schol. zu Apoll. Rh. IV 266
οἱ
ἀπὸ
Δευκαλίωνος
τὸ
γένος
ἔχοντες
ἐβασίλευον
Θεσσα
λίας,
ὥς
φησιν
Εκαταῖος
Ἡσίοδος·
ἡ
Θεσσαλία
δὲ
Πελασγία
ἐκαλεῖτο
ἀπὸ
Πελασγοῦ
τοῦ
βασι
λεύοντος. Argos galt als Mittel- punkt des Reiches des Pelasgos vielleicht infolge unrichtiger Auf- fassung des Homerischen
Πελασγικὸν "
Αργος, welches nach B 681 in Thessalien zu suchen ist. Vgl. Schol. zu Eur. Or. 932
ὁ
δὲ
Πελασγὸς
πρῶτος
ἄρτου
κατασκευὴν
ἐξευρε
πάλαι
τῶν
ἀνθρώπων
τοῖς
δράγμασι
σιτουμένων
καὶ
Πελασγικὸν
τὸ
Ἄργος
ὠνόμασεν.
258.
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εὐλόγως wie 47 (passend).
καὶ
260.
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δι᾽
ἁγνὸς für
διάλγος Words- worth. Gewöhnlich steht bei den Tragikern die ihrem Kasus nach- gestellte Präposition im Trimeter entweder zwischen Substantiv und einem Attribut wie
βουστάσεις
πρὸς
πατρός Prom. 680 oder mit Ana- strophe am Ende des Trimeters. Eine Ausnahme machen die nicht anastrophischen Präpositionen, d. i. apostrophierte Präpositionen und Formen wie
ὑπαί,
διαί, auch
ἀντί,
ἀμφί (Ag. 1276, Eum. 420).
ἁγνὸς wie Pers. 500
ἁγνοῦ
Στρυ
μόνος, Prom. 838
ἵησι
σεπτὸν
Νεῖλος
εὔποτον
ῥέος. Gern geben die griechischen Dichter dem fließenden Wasser Epitheta wie
ἁγνός,
σεμνός,
εὔνδρος,
εὔποτος, weil die Be- wohner eines heißen Landes für solche Eigenschaften des Wassers besondere Empfindung haben.
261.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-144
τὸ
πρὸς
δύνοντος
ἡλίου, den Teil, welcher westlich vom Strymon liegt, Schol.
τοῦ
πρὸς
δυσμὰς
μέρους
Στρυμόνος
κρατῶ. Gerne benützt Aschylos die Gelegenheit, geo- graphische und ethnologische Be- lehrung zu geben. Vgl. 285 ff., Schol. zu Aristoph. Frö. 928
πολὺς
ὁ
Αἰσχύλος
ἐν
τῷ
ποταμοὺς
καὶ
ὄρη
λέγειν. 2621.
ὁρίζομαι wie Eur. Fragm. 696
ὦ
γαῖα
πατρίς,
ἣν
Πέλοψ
ὁρίζεται, Plat. Menex. S. 239
Ε
Δαρεῖος
πεζῇ
μέχρι
Σκυθῶν
τὴν
ἀρχὴν
ὡρίσατο:,, Die Marken meiner Herrschaft umfassen das Land der Perrhäber und jenseit des Pindos die Höhen (
λέπας für das über- lieferte
πέλας) der Päonier und das Gebirge von Dodona. Dort reicht sie bis ans Meer" (die Meerflut als Grenze schränkt sie ein, vgl. Verg. Aen. I 287 Caesar, imperium Oceano, famam qui terminet astris). Über die
Περραιβοί Hom.
Β 749., Strab. IX S. 441f. Äschylos denkt sich dieselben im Norden von Thes- salien. Dodona lag am Fuße des Berges Tomaros (oder Tmaros), Strab. VII S. 328. Wie Eustath. zu Hom.
Π 233
Ζεῦ
ἄνα
Δωδωναίε
Πελασγικέ bemerkt:
ὅτι
δὲ
περὶ
τοὺς
τοιούτους
τόπους
καὶ
γῆ
Παιόνων
ἐστι,
δηλοῖ
ὁ
γράψας
οὕτω·
Παίοσιν
ὅμοροι
Σελλοὶ
καὶ
Δόλοπες
περὶ
Δωδώνην
μέχρις
Αχελώου, so scheint Aschylos die Wohnsitze der Päo- nier in dem Bergland westlich vom Pindos anzusetzen.
265-266.
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Mit
τῶνδε . .
κρατῶ („,über diese Völker herrsche ich nach dieser Seite") faßt der König die vorher genannten Gebiete zusammen, um nunmehr auf Apien als Haupt- land (
αὐτῆς) seines Reiches über- zugehen. Über die Ausdehnung der Pelasger vgl. Strabon V S. 220 f.
268.
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Απις: Apollod.
Π 1, 1, 3
Φορωνεὺς
ἁπάσης
τῆς
ὕστερον
Πελο-
ποννήσου
προσαγορευθείσης
δυνα
στεύων
ἐκ
Τηλεδίκης
νύμφης
Απιν
καὶ
Νιόβην
ἐγέννησεν
κτἑ. Curtius Gr. Etym. S. 4695 führt mit Pott. Etym. Forsch. II S. 43 den Namen
Απία auf den Stamm âp (Wasser) zurück (,,Wasserland") und ver- gleicht damit den slavischen Namen Morea (von morje mare). Wenn diese Ableitung richtig ist, dann dürfte die Benennung von den Doriern ausgegangen sein, welche von Naupaktos nach dem Peloponnes übersetzten. Vgl. Schol., Paus. X 38, 10, Strab. IX S. 426, Apollod. II 8, 2. Natürlich ist nicht 'Aria nach
Απις benannt, sondern um- gekehrt '
Απις der
ἥρως
ἐπώνυμος von
Απία.
πέρα Substantiv wie Ag. 200
Χαλκίδος
πέραν
ἔχων.
269.
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Ιατρόμαντις: Eustath. zur I. S. 48, 35
οἱ
παλαιοὶ
ἐν
τῷ „,
ἀλλ᾽
ἄγε
δή
τινα
μάντιν
ἐρείομεν
φασὶ
καὶ
ὅτι
κοινή
πως
ἐστι
τέχνη
ἰατρικὴ
καὶ
μαντική.
Μελάμπους
οὖν
καὶ
Πολύειδος
ἀμφότεροι
ἐπ'
ἀμφοῖν
ἔνδοξοι
ἐγένοντο, Aesch.
Εum. 62
ἰατρόμαντις
δ᾽
ἐστὶ (Apollon)
καὶ
τερασκόπος, Aristoph. Plut. 11
Ιατρὸς
ὢν
καὶ
μάντις,
ὥς
φασιν,
σοφός, Haeser, Gesch. der Medicin, 1853, I S. 1: Der rohen Empirie folgt sehr bald eine gewisse Theorie; zu- erst diejenige, welche Krankheiten vom Zorn der Götter herleitet und durch religiöse Mittel zu sühnen sucht. Die ersten Ärzte sind die Weisen des Volkes, die Priester. Deshalb steht die Heilkunde bei allen Völkern des grauen Alter- tums sowie bei denen, die sich noch jetzt im Urzustande beobachten lassen, in der innigsten Verbindung mit dem religiösen Kultus." Apis ist Sohn des Apollon wie Asklepios.
271.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-148
τά,
ἅ: zu 177.
παλαιῶν
αἱμάτων
μιάσμασιν: Schol.
ὡς
τῶν
πολιτῶν
αὐτοκτονησάντον, nach der Vorstellung, daß ursprünglich ein Krieg aller gegen alle bestand, vgl. Plat. Prot. S. 322B, Hor. sat. 13, 99 ff.
272.
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μητρυιά
δάκη (für
μηνεῖται
ἄκη): die Erde, welche die Un- getüme hervorbrachte, war nicht eine segenspendende Mutter (
Γῆ
μήτηρ), sondern eine Stiefmutter, vgl. Plat. Menex. S. 237
Β
τρεφο-
μένους
οὐχ
ὑπὸ
μητρυιᾶς
ὡς
ἄλλοι,
ἀλλ'
ὑπὸ
μητρὸς
τῆς
χώρας, Hesiod W. u.
Τ. 825
ἄλλοτε
μητρυιή
πέλει
ἡμέρη,
ἄλλοτε
μήτηρ, Aesch. Prom. 752
Σαλμυδησσία
γνάθος,
ἐχθρόξενος
ναύταισι,
μητρυιὰ
νεῶν. vermutet
μητρυιᾶς
δίκην. (monstra) zu
τά. Tucker
δάκη
273.
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Mit
δρακονθόμιλος vgl.
γυναικοπληθής (
όμιλος Pers. 126,
ξύλλογος Eur. Alk. 951).
274.
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ἄκη
τοματα (heilende Mittel) wie Cho. 537
ἄκος
τομαῖον
ἐλπίσασα
πημάτων, vgl.
φάρμακα
τέμνειν und
ἐντέμνων
ἄκος Ag. 17.
275.
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ἀμέμπτως, d. i. ohne schwere Opfer für das Land.
276.
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Er erreichte, daß zum Danke fürderhin seiner in Gebet und Opfer gedacht wurde." Apollod.
Π 1, 1, 3
Απις . .
νομισθεὶς
θεὸς
ἐκλήθη
Σάραπις. Mit
ἀντίμισθος vgl.
ἀντίφερνος Ag. 415,
ἀντήνωρ 450,
ἀντίκεντρος Eum. 136,
ἀντι-
πενθής ebd. 786.
277-278.
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ἔχουσα
δ' (so Heimsöth für
ἔχον
δ᾽
ἂν mit
γρ.
ἔχουσαν)..
τεκμήρια, d. i. nachdem du mit meiner Person genau bekannt ge- macht bist.
ἐξεύχοιο
ἄν Wie
πράσσοις
ἄν 326,
λέγοις
ἄν 465 und Sieb. 247, imperativisch.
279.
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Vgl. zu 207. Für
πόλις erwartet man eher lɛós (die Leute hier).
281.
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σπέρματα (Plural) wie Soph.
Ο.
Κ. 600
γῆς
ἐμῆς
ἀπηλάθην
πρὸς
τῶν
ἐμαυτοῦ
σπερμάτων.
εὔτεκνος nicht mit vielen Kindern gesegnet" wie Eur. Hek. 620
εὐτεκνώ-
τατε
Πρίαμε, 810 ebd.
εὔπαις, sondern ,, mit einem herrlichen Kinde be- glückt", vgl.
εὔτεκνος
ξυνωρὶς Eur. Phoen. 1618, auch
εὔπαις (ein herrliches Kind)
ὁ
Λατούς
γόνος Iph. T. 1234.
282.
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παντὶ (so Schütz für
πάντα)
προσφύσω
λόγῳ,,, dies werde ich durch jede Art des Beweises (dir) glaubhaft machen" wie Aristoph. Wo. 372
τοῦτό
γέ
τοι
δὴ
τῷ
νῦν
λόγῳ
εὖ
προσέφυσας (Schol.
ἥρμοσας,
προσήρμοσας).
284.
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ὅπως wie 296: unver- ständlich ist mir, wie ihr von hier, von Argos kommt".
τόδε
Αργεῖον wie
ἐκ
τοῦδε "
Αργους. Schütz er- klärt
τόδε: vos tales quales video. Meineke vermutet dafür
ποθ᾽.
285.
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μᾶλλον
ἐμφερέστεραι wie
μᾶλλον
ἐνδικώτερος Sieb. 660. In ähnlicher Weise spricht in der
Νιόβη Amphion zu den Lydischen Jungfrauen (dem Chore): "
Ιστρος
τοιαύτας
παρθένους
ἐξεύχεται
τρέφειν
ὅ
θ᾽
ἁγνὸς
Φᾶσις (Fragm.155).
287.
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Νεῖλος
ἂν
θρέψειε wie in der vorher angeführten Stelle
Ιστρος . .
τρέφειν
κτἑ. Die Fluß- götter des Landes galten als
κουροτρόφοι, weshalb ihnen wie dem
Απόλλων
κουροτρόφος beim Eintritt in das Mannesalter eine Locke geweiht wurde, Cho. 6, Hom.
Ψ 141.
288-289.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-161
,,Und Kyprisches Gepräge ist ähnlich in Frauengestalten ge- stempelt von männlichen Prägern“, d. h. ,,Kyprische Väter erzeugen ähnliche Tächter", denn
τίκτουσιν
δὲ
γυναῖκες
ἐοικότα
τέκνα
γονεῦσιν (Hesiod W. u.
Τ. 235). —
εἰκώς wie Cho. 558
ξένῳ
γὰρ
εἰκώς. Für
Κύπριος (in der Handschrift ist
Κύπρις in
κύπριος korrigiert) ver- langt Hartung
Κύπρος, weil Ana- päste von Wörtern, die erst durch Position zum Anapäst geworden sind, sich selten finden. Doch vgl.
ἑκατὸν
δὶς Pers. 346,
ὕπατός
τε Ag. 514.
290-291.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-162
Ινδάς (so Bothe für
ίνδούς) .
τοίας (für
εἶναι Heimsöth, vgl. das Schol., welches in der Hand- schrift bei 293 steht, ursprünglich aber wohl hierher gehörte,
λείπει
εἶναι) ·
ἀστυγειτονουμένην (30 Stanley für
ἀστυγειτονουμένας):,,und von weidenden Indierinnen von gleichem Aussehen (wie ihr) höre ich, daß sie auf Kamelen wie auf Pferden reiten auf Maultiersätteln über das Land hin, welches in der Nachbarschaft der Äthiopen be- wohnt wird". Die Vorstellung des Dichters, nach welcher Äthiopien an Indien grenzt, ergibt sich aus Prom. 834
ἥξεις
κελαινὸν
φύλον,
οἳ
πρὸς
ἡλίου
ναίουσι
πηγαῖς (also im Osten),
ἔνθα
ποταμὸς
Αιθίοψ. Ein Volk
Καμηλοβοσκοί in Karmania erwähnt Markianos Peripl. 20, vgl. Strab. XVI S. 768, Tümpel Jahrb. f. klass. Philol. XVI Suppl. S. 181.
ἱπποβάμοσιν nicht
ἵπποις
ἐοικυίαις
κατὰ
τὸ
τάχος, sondern welche wie Reitpferde dienen".
τοίας wie Hom.
Ψ 66
πάντ'
αὐτῷ
μέγεθός
τε
καὶ
ὄμματα
κάλ'
εἰκυῖα
καὶ
φωνὴν
καὶ
τοῖα
περὶ
χροῒ
εἵματα
ἕστο.
ἀστραβιζούσας,
νωτοφόρου-
μένας (Schol.).
ἀστράβη ist der hölzerne Saumsattel.
Ζυ
άστυ-
γειτονουμένην vgl. Hesych.
ἀστύ-
γειτον·
πλησιόχωρον. Der Akk. wie in
στεῖχ᾽
ἀνηρότους
γύας Prom. 734 (Schol.
κατὰ
τὴν
χθόνα),
τὸν
αἰπὸν
οὐρανὸν
διφρηλατών Soph.
Αi. 845.
293.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-163
ἀνάνδρους, Männer ver- schmühend, vgl. Prom. 749
Αμα-
ζόνων
στρατὸν
στυγάνορα.
κρεοβόρους scheint nach dem Schol. zu Hom.
Γ 189
ὠνομάσθησαν
δὲ (
αἱ '
Αμαζόνες)
παρὰ
τὸ
μὴ
ἔχειν
τὸν
ἕτερον
τῶν
μαζῶν
ἢ
παρὰ
τὸ
μὴ
χρῆσθαι
μάζαις auf die Ableitung des Namens von
μᾶζα hinzuweisen (Fleisch, kein Brot essend).
294.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-164
Als Bogenschützinnen werden die Amazonen auch Eum. 631, Pind.
Οl. 13, 89, Herod. IV 114, Strab.
ΧΙ S. 504 bezeichnet, während sie nach der älteren Vor- stellung mit den schweren Waffen der Heroen kämpfen.
τὰς
Αμαζόνας
ᾔκασα
ἂν
ὑμᾶς, die (sagenberühmten) Amazonen würde ich in euch vermuten.
295.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-165
Vgl. Ag. 548
πῶς
διδαχθεὶς
τοῦδε
δεσπόσω
λόγου.
δή;
297.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-166
κληδοῦχος ist altertumliche Bezeichnung für „Priesterin". Vgl. Eur. Iph.
Τ. 132, 1462, Hipp. 541. Zur Sache vgl. Hesych.
Ιω
καλλίθυια.
Ιὼ
καλλίθυια
ἐκαλεῖτο
ἡ
πρώτη
ἱέρεια
τῆς
Ἥρας (30 Scaliger für
Αθηνᾶς). Der Aus- druck
κληδοῦχος scheint eine Reminiszenz an Fragm. 4 des epischen Gedichts
Φορωνίς zu ent- halten:
Καλλιθόη
κλειδούχος
Ολυμ-
πιάδος
βασιλείης "
Ηρης '
Αργείης,
ἢ
στέμμασι
καὶ
θυσάνοισι
κόσμησεν
πέρι
κίονα
ἀνάσσης. Vgl. Einl. S. 10.
πρώτη
μακρὸν an
299.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-167
ὡς
μάλιστα, wie maxime in Antworten zur Bestätigung dient. Mit,,gewiß, sie war es", be- stätigt der König die Angabe der Danaiden auf Grund der argivischen Tradition. ,,In omni hoc diverbio tenendum est cognita habere regem ea de quibus quaerit et quaerere dumtaxat ut exploret verane falsa dicant virgines'
แ Hermann. Vgl. 314. —
φάτις
κρατεῖ wie Pers. 740, fama obtinet. In der Lücke, welche schon durch die Stichomythie angezeigt wird und zuerst von Pearson bemerkt wurde, kann ein Gedanke wie
ταύτης
ἔρωτι
θάλπεται
Διὸς
κέαρ verloren gegangen sein.
300.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-168
μὴ (
ἆρα
μὴ,
μῶν) bezieht sich mehr auf
μιχθῆναι
βροτῷ als auf
λόγος
τις (
ἐστι): „. Es hat sich doch nicht gar Zeus, wie eine Sage geht, mit einer Sterblichen ver- bunden." Vgl. Hom.
Β 821
θεά
βροτῷ
εὐνηθεῖσα.
301.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-169
κού (so Stanley für
καὶ)
κρύπτ᾽
ἀφ' (so für
κρυπτά
γ
ταμπαλάγματα (so Hermann für
παλλαγμάτων nach Hesych.
ἐμπα-
λούγματα d. i.
ἐμπαλάγματα·
αἱ
περιπλοκαί): „, und nicht verborgen vor Hera blieben diese Um- armungen". Vgl. Eur. Bakch. 98
κρυπτὸν
ἀφ᾽
Ἥρας, Hom.
Ψ 110
κεκρυμμένα
ἀπ᾿
ἄλλων. In
κἄκρυπτά
γ'
Ἥρας, wie Hermann schreibt, entzieht sich der Gen. einer glaubhaften Erklärung, da Ausdrücke wie
δίκας
ἀφόβητος,
ἀγύμναστος
λόγων,
σωτηρίας
ανελπις,
ἀλαμπὲς
ἡλίου anderer Art sind.
302.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-170
πῶς: nach dem Schol.
τὰ
νείκη
Διὸς
καὶ
Ἥρας
εἰς
τί
κατέ-
ληξαν; erwartet man
ποῖ, welches vielleicht, wie Eur. Hek. 820
τί, in
πῶς verwandelt wurde zur Be- seitigung des Hiatus, den sich die Tragiker vor our gestatteten (zu 310). Vgl. Cho. 526
καὶ
ποῖ
τελευτᾷ
καὶ
καρανοῦται
λόγος; Soph.
Ο.
Κ. 476, Eur. Hek. 419, doch Pers. 737
πῶς
τε
δὴ
καὶ
ποῖ
τελευτᾶν.
βασιλέοιν ist der Deutlichkeit halber für
βασιλέων gesetzt, weil in der Überlieferung häufig der Plural an die Stelle des Dual getreten ist.
303.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-171
Αργεία
θεός: wie Athena die Göttin von Athen, Dionysos der Gott von Theben, so ist Hera die Göttin von Argos, wo sie auf einer Anhöhe zwischen Argos und Mykenä einen berühmten Tempel hatte. Vgl. Pind. Nem. X 2 "
Αργος
Ἥρας
δῶμα
θεοπρεπές. Eine all- gemeinere Bedeutung hat wohl das Homerische
Ἥρη
Αργείη 48, E 908.
304.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-172
πελάζει
ἐπὶ
βοΐ scheint sich aus der Verbindung zweier Vor- stellungen (,, naht der Kuh" und ,,liegt an ihr") zu erklären. Schütz schreibt
ἔτ᾽ für
ἐπ' (adhuc vaccae Jupiter appropinquavit?). — Das Epitheton
εὐκραίρῳ hebt das Un- natürliche hervor.
305.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-173
πρέποντα,
ὅμοιον
ὄντα. Vgl. Hesych.
πρέπον·
ὅμοιον.
306.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-174
πρὸς
ταῦτα,
ἐποίησεν
ἐμη-
χανήσατο). Leicht ergänzen sich die allgemeinen Ausdrücke Tuns und Sagens.
ισχυρά be- des gründet die Vermutung, daß sie es nicht ruhig hinnahm. Vgl. Hom.
Θ 482
οὐ
σεῦ
ἐγώ
γε
σκυζομένης
ἀλέγω,
ἐπεὶ
οὐ
σέο
κύντερον
ἄλλο,
307-308.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-175
πάνθ'
ὁρῶντα bedeutet, wie das folgende
πανόπτην zeigt, „,all- sehend" (,,ex omni parte cernentem" Stanley). Vgl. Prom. 590
τὸν
μυριωπὸν . .
βούταν, 705 "
Αργος . .
πυκνοῖς
ὄσσοις
δεδορκώς, Eur. Phoen. 1115
στικτοῖς
Πανόπτην
ὄμμασιν
δεδορκότα, wo
Πανόπτης als Name steht (Apollod. II 1, 2, 2
Αργος ¿
πανόπτης
λεγόμενος), Plaut. Aul. III 6, 19 Argus. . qui oculeus totus fuit. Vgl. die Dar- stellung auf einer rotfigurigen Vase von Caere Wiener Vorlegbl. 1890/1 Tafel XI 1, auf welcher Argos von oben bis unten mit Augen bedeckt ist.
οἰοβουκόλον (Hirte einer ein- samen Kuh, während die Hirten gewöhnlich eine Herde haben) steht in Gegensatz zu
πανόπτην wie Claudian. Stil. I 312 Argum fama canit centeno lumine cinctum servasse corporis excubiis unam iuvencam. Vgl.
οἰοβώτας Soph. Ai. 614. Die Bildung '
Ιοβουκόλον (so Schindler) scheint unmöglich.
309.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-176
Tóv: zu 177. — Die Appo- sition
παῖδα
γῆς ist in den Relativ- satz hineingezogen.
Γηγενής heißt Argos auch Prom. 589, 704. Nach Apollod. II 1, 3, 3 hat auch der Logograph Akusilaos ihn als
γηγενής bezeichnet. Die Sage, daß Hermes den Argos getötet habe, ist aus der (unrichtigen) Deutung des Beinamens
Αργειφόντης ent- standen. Vgl. Apollod. II 1, 3, 4
ἀπέκτεινε
τὸν
Ἄργον,
ὅθεν
ἀργει
φόντης
ἐκλήθη.
310.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-177
τί
οὖν wie Pers. 789, Sieb, 192, 691, Eum. 903, Soph. Phil. 100, Ai. 873: zu 302.
311.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-178
κινητήριον, d. i. mit der Auf- gabe die Kuh von Ort zu Ort zu treiben.
312.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-179
Ινάχου (für
οἱ
Νείλου Her- mann)
πέλας: vgl. Verg. Ge. III 147 cui nomen asilo Romanum est, oestrum Graii vertere vocantes und oben zu 16.
314.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-180
συγκόλλως, eine vox Aeschy- lea, Schol.
συμφώνως, Cho. 540
συγκόλλως
ἔχειν, Schol.
συνημμένως
τῇ
ἀληθείᾳ, Cho. 578
ἀρτίκολλα, Schol.
σύμφωνα, Hesych.
ἡρμοσμένα. Mit,,ganz in Übereinstimmung mit mir" anerkennt der König die Richtigkeit und die Beweiskraft der Erzählung.
315.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-181
Κάνωβον: Prom. 872
ἔστιν
πόλις
Κανωβος
ἐσχάτη
χθονός,
Νείλου
πρὸς
αὐτῷ
στόματι
καὶ
προσχώματι. Vgl. Einl. S. 9.
ἐπὶ
Μέμφιν, in die Gegend von Mem- phis (wo die Pyramiden stehen). - Nach diesem Vers weist die Stichomythie auf eine Lücke hin, welche einen Gedanken wie
ἐνταῦθ'
ἀμείβει
τὸ
πάρος
εὔμορφον
δέμας; enthalten haben kann.
316.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-182
,,Ia und Zeus, welcher durch Berührung mit der Hand sie wieder- hergestellt hatte, erzeugte mit ihr einen Sohn." Auch im Prom. (874 ff.) wird die Erzeugung des Epaphos, welche Hera verhindern wollte, nach Ägypten verlegt. Vgl. unten 584 ff. u. Einl. S. 5 Anm. 2.
317.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-183
Mit
ὁ
Δῖος
πόρτις
βοός vgl.
ὁ
Στρυμόνιος
πῶλος
ἀοιδοῦ
Μούσας Eur. Rhes. 387,
ὦ
Κρόνιε
παῖ
Ρέας Pind. Ol. II 13.
318.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-184
δύσια hier die Wegreibung aus dem tierischen Zustande, also die Wiederherstellung und Be- freiung. Vgl. Hesych. Hesych.
ῥύσια·
ἐνεχυράσματα,
σωτήρια,
λύτρα,
λεηλασία und zu 417. Der sowohl durch die Stichomythie wie durch den Sinn geforderte Vers kann etwa gelautet haben:
Επάφου
δ'
ἔφυ
τί
σπέρμα
βαρβάρῳ
χθονί.
319.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-185
Mit
μεγίστης
ὄνομα (so für
μέγιστον Porson)
γῆς
καρπουμένη soll nur gesagt sein, daß sie den Namen mit dem Lande gemein hat. Apollod. II 1, 4, 1
Ἔπαφος
δὲ
βασιλεύων
Αἰγυπτίων
γαμεῖ
Μέμφιν
τὴν
Νείλου
θυγατέρα
καὶ
ἀπὸ
ταύτης
κτίζει
Μέμφιν
πόλιν
καὶ
τεκνοῖ
θυγατέρα
Λιβύην,
ἀφ᾿
ἧς
ἡ
χώρα
Λιβύη
ἐκλήθη. Nach diesem Verse ist, wie das folgende
ἄλλον an- zeigt, ein Distichon etwa folgender Form ausgefallen:
Β.
Α.
Λιβύης
δὲ
νηδὺς
ἐξανῆκ
ἔρνος
μέγα;
ΧΟ.
ἐξῆλθ᾽
Αγήνωρ
πρότερος
ἐκ
θείας
γονῆς. Vgl. Schol. zu Phoen. 5
Λιβύης
τῆς
Επάφου
καὶ
Ποσειδῶνος
Αγήνωρ
καὶ
Βῆλος, Apollod.
Π 1, 4, 2
Λιβύης
καὶ
Ποσειδῶνος
γίνονται
παῖδες
δίδυμοι
᾿Αγήνωρ
καὶ
Βῆλος, Hygin Fab. 157.
320.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-186
βλαστημός (=
βλάστη,
βλάστημα) findet sich noch Sieb. 12. Über den Akzent s. Lobeck Paralip. S. 397. Die Handschrift hat an beiden Stellen
βλάστημον.
321.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-187
322.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-188
D. i. Das ist gewiß ein ganz weiser Mann; welches ist sein Name ?" Vgl. Soph.
Ο.
Κ. 41
τίνων
τὸ
σεμνὸν
ὄνομ᾽
ἂν
εὐξαίμην
κλύων; von den
Σεμναί. Allweise heißt Danaos als großer Förderer der Kultur ,,mit einem für die Zuhörer nicht im mindesten stören- den Anachronismus" (Kruse).
324.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-189
ἄνοιγε: näher steht der eigentlichen Bedeutung (
πύλας
ἀνοίξαι) die Redensart
οἴγειν
στόμα Prom. 638. Bei Aschylos, Sopho- kles, Thukydides findet sich nur die Form
οίγω, dagegen Eur. Ion 983
ἀνοίγνυται (Nauck
ἀνοίγεται). —
ἀφθόνῳ
λόγῳ s.v.a.
μὴ
φθονοῦσα
λέγειν.
326.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-190
Handle in der Vorstellung, daß du auf eine argivische Schar gestoßen bist" oder gehe bei deinem Handeln und deinen Ent- schlüssen von der Erwägung aus, daß du Argiverinnen vor dir hast". Auf die Wahl des Akk. hat das Versmaß Einfluß gehabt.
327.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-191
δή, welches in der Hand- schrift fehlt, hat Turnèbe ergänzt. Porson vermutet
δοκεῖτ᾽
ἔμοιγε.
328.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-192
τὸ
ἀρχαῖον wie Thuk. V 80
ἦν
δὲ
καὶ
αὐτὸς
τὸ
ἀρχαῖον
ἐξ
Αργους, Herod. IX 45
αὐτός
τε
γὰρ
Ἕλλην
γένος
εἰμὶ
τὠρχαῖον.
330-331.
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αιόλ' . .
πτερόν: Eur. Ion 381
πολλαί
γε
πολλοῖς
εἰσι
συμφοραὶ
βροτοῖς,
μορφαί
δὲ
διαφέρουσιν, Goethe:,,Mancherlei, mein Vater, ist des Lebens Wonn' und Weh". Wie Cho. 173
ὁμόπτερος die Be- deutung von
ὅμοιος hat und wie Zenob. VI 31
φόνου
πτερόν erklärt wird:
τὸν
διὰ
τῶν
ὀιστῶν
πτερόεντα
ἢ
ταχύν.
βέλτιον
δὲ
ἀκούειν
περι-
φραστικῶς
τὸν
φόνον, so ist hier das gleiche Gefieder die gleiche Ge- stalt des Leids.
332-333.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-194
αὐχεῖν verhofen, zuver- sichtlich erwarten auch Ag. 511, Pers. 743, Prom. 354, 715, Eur. Med. 582.
φυγὴν
κέλσειν wie
φυγὴν
φεύξεσθαι.
κῆδος, afhni- tas: die altverwandte Angehörig- keit", d. h.,, die durch Bande alter Verwandtschaft mit dem Lande Argos Verbundenen".
334.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-195
μεταπτοιοῦσαν, als ob nicht
κῆδος, sondern
μὲ vorherginge. Das Wort hat hier intransitive Bedeutung ,fortgescheucht". Die Präposition bezeichnet wie in
μεταχωρεῖν den Wechsel des Orts.
335.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-196
Der Darlegung des Sach- verhalts (
διήγησις) folgt die Ent- wicklung des Rechtsfalles (
στάσις).
ἱκνεῖσθαί (
με)
θεῶν (wie
πρὸς
θεῶν) wie Eur. Or. 671
ταύτης
ἱκνοῦμαι
σε, vgl. Hom.
β 68
λίσσομαι
ἠμὲν
Ζηνὸς
Ολυμπίου
ἠδὲ
Θέμιστος, Eur. Hek. 752
ἱκετεύω
σε
τῶνδε
γονάτων.
336.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-197
λευκοστεφεῖς wie 197.
νεοδρέπτους, also erst in Argos ab- geschnitten. Wunder vermutet
νεοδρόπους (358) zur Erleichterung des Rhythmus. Aber veo kann ein- silbig gelesen werden wie in Nɛo-
πτόλεμε Soph. Phil. 4 und öfters
νεα in
νεᾶνις,
νεανίας.
338.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-198
In Hinsicht auf Feindselig- keit oder hast du das Unerlaubte der Ehe im Sinne?"
θέμις ist hier indeklinabel wie in
θέμις
εἶναι Soph.
Ο.
Κ. 1191, Plat. Gorg. 505 D.
339.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-199
Schol.
κατ᾽
ἔχθραν
δηλονότι: Wer möchte seine Herrn zu Ge- liebten sich erkaufen?"
ὠνοῖτο, durch die Mitgift. Vgl. Eur. Med. 231
γυναῖκές
ἐσμεν
αθλιώτατον
φυτόν,
ἃς
πρῶτα
μὲν
δεῖ
χρημάτων
ὑπερ-
βολῇ
πόσιν
πρίασθαι
δεσπότην
τε
σώματος, wozu der Schol. bemerkt:
χρημάτων
λέγει
τῶν
εἰς
τὴν
φερνήν:
τοῦτο
δὲ
ὁ
Εὐριπίδης
ἀπὸ
τῆς
κατ'
αὐτὸν
συνηθείας
λέγει (ebenso Hipp. 628).
οἱ
δὲ
ἥρωες
οὐχ
οὕτως
ἐποίουν
τοὺς
γάμους,
ἀλλ᾽
ἐκ
τῶν
ἐναντίων
αὐτοὶ
ἐδίδοσαν.
καθάπερ
καὶ
αὐτὸς
ἐν
ἄλλοις (in einem der verlorenen Dramen)
παρίστησι
καὶ
Ὅμηρος (1 244) „
πρῶθ᾽
ἑκατὸν
βοῦς
δῶκεν,
ἔπειτα
δὲ
χίλι᾽
ὑπέστη“. Den glei- chen Anachronismus zeigt der fol- gende Vers, wenn man den Brauch der Dichter die Heroenzeit mit den Lebensgewohnheiten der eige- nen Zeit auszustatten als Anachro- nismus kennzeichnen will. Mit
ὁ
κεκτημένος bezeichnet der Sklave seinen Herrn; der Ausdruck ist deshalb ebenso bitter wie vorher
δμωίς.
340.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-200
μέν: der Gegensatz ist nur gedacht, so daß
μέν in die Be- deutung von yé übergeht.
αὐξά
νειν
μέγα
τι wie
ὑψηλόν
τι
αἴρειν,
σοφόν
τινα
διδάσκειν (proleptisches Prädikat). Der Dichter denkt an die Bestimmungen des attischen Familienrechts inbetreff der Erb- töchter (
ἐπίκληροι): Durch solche Heirat zwischen den nächsten An- verwandten wird das Vermögen der Familie vergrößert und be- festigt".
341.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-201
Gereizt und heftig wie 347 erwidert die Danaide: Und Un- glücklicher entledigt man sich mit leichter Manier", d.h. ,,Wenn du mit solchen Gründen für die Sache meiner Verfolger eintrittst, so er- kenne ich darin nur die Absicht uns Unglückliche leichten Kaufs loszuwerden". Der Vorwurf, daß er um Schutzflehende sich nicht kümmere, ein Vorwurf der
ἀσέβεια, macht auf den König Eindruck. Vgl. auch zu 397 f.
344.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-202
Schweren Bedenken unter- liegt dein Wunsch, wenn du ver- langst, daß ich mich in einen aben- teuerlichen Krieg stürze".
νέον wie 720, 961, 1027,
νέα
ἄχη Pers.
345.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-203
„,Da uns das Recht zur Seite steht, so erfreuen sich unsere Helfer des Schutzes der Dike, müssen also siegen". Andere fassen die Worte in dem Sinne:,,Dike schützt diejenigen, welche mit ihr im Bunde stehen (vgl. 400)". Aber diesem Gedanken entspricht die folgende Einschränkung nicht.
346.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-204
Mit den Worten,,Ich glaube es, wenn anders euer Handeln von Anfang an mit den Grundsätzen des Rechts übereinstimmte" läßt der König die Möglichkeit offen, daß das Verfahren der Danaiden gegen die Ägyptiaden nicht ganz einwandfrei gewesen. Damit wer- den spätere Verhandlungen in den folgenden Stücken der Trilogie vor- bereitet und wird die Niederlage der Argiver motiviert.
347.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-205
Die Bedenken des Königs fertigt die Danaide kurz und ent- schieden ab mit dem Hinweis auf die Pflichten gegen Schutzflehende. Vgl. 397 ff.
πρύμνα (als Sitz des Steuermanns)
πόλεος (Sieb. 2, vgl.
πρυμνήτης
ἄναξ Eum. 16) von dem Altare, welcher als
πρυτανείον und Regierungssitz betrachtet wird.
348.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-206
κατασκίους:
ἐστεμμένους, Schol.
τοῖς
θαλλοῖς
ἱκετηρίων
κλά-
δων
πεπληρωμένους.
349.
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Vgl. Apoll. Rhod. II 215
ἱκεσίου
πρὸς
Ζηνὸς
ὅτις
ῥίγιστος
ἀλιτροῖς
ἀνδράσι.
350-422.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-208
Kommos, in welchem die Gründe für und gegen erörtert werden. Auf jede Strophe und Antistrophe des Chors folgen fünf Trimeter des Königs; nur den Ab- schluß der Partie bilden 11 Tri- meter. im
352.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-209
φυγάδα
περίδρομον, Elend umherirrend. Vgl. Theogn. 581
ἐχθαίρω
δὲ
γυναῖκα
περίδρομον
ἄνδρα
τε
μάργον.
353.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-210
λυκοδίωκτον (so Hermann für
λευκόδικτον): das Wort kommt nur hier vor.
354.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-211
ΐμ
πέτραις wie
ἂμ
πεδιήρεις Pers. 569,
ἂν
γύαλα unten 559. Mit Dativ findet sich
άvá bei Epikern und Lyrikern, bei Äschylos und Euripides in melischen Partien, bei Äsch. nur hier, bei Eur. Iph. A. 754 und 1058.
355-356.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-212
ἀλκα: Schol.
τῇ
τοῦ
ὄρους, Erst auf steiler Höhe fühlt sich das Tier sicher und gibt dieser Em- pfindung durch Brüllen Ausdruck. Mit
φράζουσα
βοτῆρι
μόχθους (Schol.
τῷ
ἑαυτῆς
βοτῆρι
σημαίνουσα
τοὺς
διωγμούς) kann man Eupol.
Αἶγες fr. 1
Κο.
ἤν
τ᾽
ἴδῃ
λύκον,
κεκράξεται
φράσει
τε
πρὸς
τὸν
αἰπόλον ver- gleichen, vielleicht in den Worten des Komikers sogar eine Parodie sehen. Da aber die Antistrophe des entsprechenden Verses entbehrt, hat Bothe diese Worte als Inter- polation bezeichnet, während andere eine Lücke in der Antistrophe an- nehmen.
358.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-213
κατάσκιον wie 348, Ag. 498
κήρυκα . .
κατάσκιον
κλάδοις
ἐλαίας, ooo ist die Erwiderung auf ide
359.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-214
ναύονθ' (in der Handschrift
νέονθ', vulgo
νέον
θ'),
ἱκετεύοντα. Vgl. Hesych.
ναύειν·
ἱκετεύειν
παρὰ
τὸ
ἐπὶ
τὴν
ἑστίαν
καταφεύγειν und
ναύω·
λίσσομαι,
ἱκετεύω und zu 512. Von
ναύοντα ist der Gen.
θεῶν wie von
ἱκετεύοντα,
ἱκνούμενον (335) regiert.
360.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-215
ἄνατον: Hesych.
ἄνατος·
ἀβλαβής. —
ἀστοξένων: Schol.
τῶν
νῦν
μὲν
ξένων,
πρώην
δὲ
συνημμένων
τῷ
ἄστει, Hesych.
ἀστόξενοι·
οἱ
γένει
μὲν
προσήκοντες,
ἐπὶ
δὲ
γῆς
ἀλλο-
δαπῆς
γεγονότες
κτἑ. nach Ael. Dionysios (Eustath. zu II. S. 405, 36)
ἀστόξενοι
οἱ
ἐκ
προγόνων
μὲν
ἀστῶν,
αὐτοὶ
δὲ
ξένοι
καὶ
ἀνανεώ
σεως
δεόμενοι, vgl. Poll. III 60
ἀστό-
ξενος . .
ἐνίοις
δὲ
δοκεῖ
ὁ
φύσει
μὲν
ἀστός,
δόξῃ
δὲ
ξένος,
ὡς
Δαναὸς
Αργείοις,
ἀπὸ
Ιοῆς
τῆς
Αργείας
ἔχων
τὸ
γένος, Phot. u. Suid. unter
ἰδιό-
ξενος.
361.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-216
ἐξ
ἀέλπτων wie Soph.
Αi. 716,
ἐκ
τῶν
ἀέλπτων Eur. Fragm. 550, Ion Fragm. 50 S. 742
Ν.,
ἐξ
ἀέλπτου Herod. I 111,
ἐξ
ἀπροσ-
δοκήτου ebd. VII 204: ex insperato atque improviso.
362.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-217
τῶν,
τούτων. Dieser Ge- brauch der Formen des Artikels, welche mit beginnen, findet sich besonders in Verbindung mit
καί,
δέ,
γάρ, aber auch sonst wie unten
363.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-218
δήτ' (für
δῆτα
τὰν Pauw)
ἄνατον d. i.
ἄνατον
δῆτα, da
ἄνατον aus 360 wiederholt wird (zu 212f.): ,,ja ohne Schaden für irgend einen (nicht die Folge einer Blutschuld) ist unsere Flucht und deshalb möge Themis auf sie niederblicken". Vgl. 6f. und 202.
364.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-219
ἱκεσία
Θέμις
Διὸς
κλαρίου ist die Personifikation der Satzung, die gegen Schutzflehende zu be- obachten ist, als deren Hort Zeus
κλάριος verehrt wird, welcher die Lose (
κλῆροι) nach Recht und Ge- rechtigkeit verteilt (
Ζεὺς
νεμέτωρ Sieb. 472, vgl. unten 408 f.).
Θέμις
Διός ist allgemein die Themis des Zeus ohne verwandtschaftliche Be- ziehung wie Eur. Med. 208
τὰν
Ζηνὸς
ὁρκίαν
Θέμιν. –
κλαρίου: Schol.
πάντα
πᾶσι
κληροῦντος
καὶ
κραίνοντος, vgl. Paus. VIII 53, 9.
365.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-220
Schol.
παρ'
ἐμοῦ
τῆς
νεω-
τέρας
ὁ
γέρων. Die Verbesserung von
γεραφρόνων ist unsicher:
γεραιό
φρων Burges,
γεραρὰ
φρονῶν Marck- scheffel.
366-367.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-221
προστρόπαιον,
ἱκέτην, vgl. Cho. 21
προστροπή, Schol.
ἱκέτις
πρόσοδος.
αἰδόμενος: zu 198. Die Homerische Form
αιδόμενοςauch Eum. 552.
εὐπορεῖς C. G. Haupt für
οὖν
περ nach dem Schol.
οὐ
πτωχεύσεις: Wer sich des Schutzflehenden erbarmt, der ist nicht in Not; ihm mangelt nicht die gnädige Gesinnung der Götter, welche von dem schuldlosen Manne die geringsten Gaben entgegen- nehmen".
368-369.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-222
ἱροδόκων (
ἱεροδόκων Butler für
ἱεροδόκα nach dem Schol.
οἱ
θεοὶ
δέχονται
τὰ
ἀπὸ
ἀνδρὸς
ἁγνοῦ
ἱερά)
θεῶν
λαίγματ' (für
λήματ' nach Hesych.
λαίγματα·
πέμματα
ἱερά,
ἀπάργματα): der Akk.
λαίγματα ist von
ἱροδόκων wie von
δεχομένων abhängig, zu 254. Vgl. Sieb. 686
μελάναιγις
ἐκ
δ᾽
εἶσι
δόμων
Ἐρινύς,
ὅταν
ἐκ
χερῶν
θεοὶ
θυσίαν
δέχωνται. Zum Gedanken vgl. Eur. Fragm. 327, 4
ἐγὼ
δὲ
πολλάκις
σοφωτέρους
πένητας
ἄνδρας
εἰσορῶ
τῶν
πλουσίων
καὶ
θεοῖσι
μικρᾷ
χειρί
θύοντας
τέλη
τῶν
βουθυτούντων
ὄντας
εὐσεβεστέρους, 946
εὖ
ἴσθ᾽,
ὅταν
τις
εὐσεβῶν
θύῃ
θεοῖς,
κἂν
σμικρὰ
θύη,
τυγχάνει
σωτηρίας, Xen. Memor. I 3, 3, Isokr. VII § 30, Anaxim. Rhet. K. 2 S. 180, 20 ovx
εἰκὸς
τοὺς
θεοὺς
χαίρειν
ταῖς
δαπάναις
τῶν
θυομένων,
ἀλλὰ
ταῖς
εὐσεβείαις
τῶν
θυόντων, Hor. carm. III 23, 17.
370.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-223
Der König lehnt die Ver- pflichtung den Schutzflehenden Beistand zu leisten für seine Person ab und verweist die Bitte an das Volk der Argiver. Damit wird der größere Umfang und das
μέγεθος des Dramas vorbereitet. Von dem Schutzfehenden
δωμάτων
ἐφέστιος auch Eum. 580, 672. Vgl. unten 512
ἐφέστιον
θεῶν.
371.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-224
τὸ
κοινὸν
μιαίνεται
πόλις (die Gemeinde wird in ihrer All- gemeinheit angetastet) ist das Passiv zu
τῇ
πόλει
τὸ
κοινὸν
μιαίνειν. Burges vermutet
πόλεως.
372.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-225
ξυνῇ,
κοινῇ: diese jonische Form auch Sieb. 76 und in einer Chorpartie Soph.
Αi. 180.
ἄκη, Sühne, Genugtuung.
373.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-226
ὑπόσχεσιν
κραίνειν, ein end- gültiges Versprechen geben.
374.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-227
κοινώσας, nämlich
κραίνοιμ'
ἄν oder
κρανῶ.
375.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-228
Die Danaiden lehnen es ab, daß sich der König als bloßen Beamten des Volkes hinstelle, in- dem sie nach orientalischer Auf- fassung die absolute Macht des Königtums (l'état c'est moi, Soph. Ant. 738
οὐ
τοῦ
κρατοῦντος
ἡ
πόλις
νομίζεται;) geltend machen.
376.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-229
πρύτανις wie Prom. 182
μακάρων
πρύτανις. In dem
προ-
τανεῖον ist die
κοινὴ
ἑστία
τῆς
πόλεως.
ἄκριτος, Schol.
ἀνυπ-
εύθυνος.
377-378.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-230
,,Du waltest des Staats- herdes nach eigenmächtigem Willen."
μονοψήφοισι bezeichnet den Gegensatz zum Freistaat, wo die größere Anzahl der Stimmen den Willensausdruck des Staates ergibt. Auch
v
εvua ist bezeich- nend für den höchsten Herrn.
379-380.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-231
Als Alleinherrscher hast du jegliches Anliegen zu ent- scheiden und bist für alles ver- antwortlich; drum hüte dich vor Sünde." Das Verhältnis der Sätze ist das gleiche wie Prom. 72
δρᾶν
ταῦτ᾽
ἀνάγκη,
μηδὲν
ἐγκέλευ᾽
ἄγαν.
ἄγος, weil durch gewaltsame Wegführung der Schutzflehenden das Heiligtum geschändet wird. Vgl. 429f.
381.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-232
Die Änderung von Paley
ἐμοί dient dem Wohllaute.
παλιγκότοις, Schol.
ἐχθροῖς (Wider- sachern). Der Wunsch wie 1044, Prom. 890
τοιάδ᾽
ἐπ'
ἐχθροὺς
τοὺς
ἐμοὺς
ἔλθοι
Κύπρις, Ovid. Amor.III 11, 16 eveniat nostris hostibus ille pudor, Tac. hist. III 10 conversus ad signa et bellorum deos hostium potius exercitibus illum furorem, illam discordiam inicerent orabat.
383.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-233
εὖφρον, verständig, wohl- beraten, wie Cho. 87
πῶς
εὔφρον
εἴπω. Vielleicht aber ist (mit Burges) ebenso wie Cho. 194
ἔμφρον herzustellen.
ἀτιμάσαι: die Ablehnung der Bitte ist mit einer Mißachtung des Bittenden verbunden, zu 177.
384.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-234
μ'
ἔχει
φρένας nach Home- rischer Weise wie Eum. 88
μὴ
φόβος
σε
νικάτω
φρένας.
385.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-235
τύχην
ἑλεῖν, Schol.
τοῦ
συμφέροντος
ἐπιτυχεῖν, vielmehr das Los zu wählen" (,, das Risiko zu ergreifen"). Nachgeahmt ist die Stelle Eur. Iph.
Α. 55
τὸ
πρᾶγμα
δ᾽
ἀπόρως
εἶχε
Τυνδάρεω
πατρὶ
δοῦναι
τε
μὴ
δοῦναί
τε
τῆς
τύχης
θ᾽
ὅπως
ἅψαιτ'
ἄριστα.
386.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-236
Schol.
τὸν
ξένιον
καὶ
ἱκέσιον
Δία.
σκοπὸν
ἐπισκόπει: der Aus- druck deutet ein kausales Verhält- nis an: da er aus der Höhe auf die Schuld der Menschen hernieder- blickt, so blicke du zu ihm empor und achte auf ihn".
388.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-237
τοῖς
πέλας
προσήμενοι,
τῶν
πέλας
ἱκετεύοντες. Vgl. Soph.
Ο.
Τ. 15
προσήμεθα
βωμοῖσι
τοῖς
σοῖς,
389.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-238
D. i.,,keine Erhörung ihrer gerechten Bitte finden".
390-391.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-239
,,Der Groll des Zeus er- wartet solche, die gefühllos bleiben bei dem Wehklagen eines Gekränkten" (
δυσπαραθέλκτους Bur- ges für
ὦ
δυσπαρθέλκτοις).
ἱκταίου ist
αι verkürzt wie in
εὐκταίαν Sieb. 710,
εὐκταία ebd. 826, öfters in
δείλαιος,
γεραιός, bei Homer in
ἔμπαιος,
χαμαιεύνης u.a. In
393-394.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-240
κρατοῦσι, Gewalt haben. - Mit
φάσκοντες
ἐγγύτατα
γένους
εἶναι berücksichtigt der Dichter das attische Recht inbetreff der Erbtöchter (
ἐπίκληροι), vgl. Isae.
Χ § 5
προσῆκον
αὐτῇ
μετὰ
τῶν
χρημάτων
τῷ
ἐγγύτατα
γένους
συνοικεῖν, nach Diod. XII 18 ein Gesetz des Solon (
τῇ
ἐπικλήρῳ
ἐπιδικάζεσθαι
τὸν
ἔγγιστα
γένους).
395-396.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-241
,, Du must nach den heimischen (ägyptischen) Gesetzen dich dagegen rechtfertigen, daß sie ein Anrecht auf dich haben."
ὡς
οὐ nach
φεύγειν wie nach
ἀντιλέγειν. Phot.
κῦρος·
ἐξουσία.
397-398.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-242
„Möge ich ja nicht der Gewalt der Männer anheimfallen."
κράτεσιν (Heimsöth schreibt
κάρτεσιν um der genauen Responsion willen) weist zurück auf
κρατοῦσι 392. Der Plural
κράτη auch 446 u.
δ.
ἀρσένων wie 651, 962. Dem Rechtsstandpunkte des Königs lassen die Danaiden ebenso wie der Einrede 346 keine Beachtung zuteil werden. Die naheliegende Ent- gegnung, daß die Vettern auf ihre Hand keinen Anspruch erheben können, solange der Vater noch lebt, scheint hier wie 341 für die Verhandlungen des dritten Stücks der Trilogie aufgespart zu sein. 3981.
ὕπαστρον
φυγάν (so Heath für
φυγαὶ)
ὁρίζομαι
μῆχαρ
γάμου
δύσ
φρονος,,,nach den Sternen bestimme ich die Flucht als Abhilfe gegen die feindselige Ehe", d. h.,,ich werde meiner Flucht in die Ferne nicht eher ein Ziel setzen als bis ich der verhaßten Ehe entronnen bin". Schol.
οἱ
μακρὰν
ὁδὸν
φεύγοντες
δι'
ἄστρων
σημαίνεσθαι
ἔλεγον. Man sagte zunächst
ἄστροις
τεκ-
μαίρεσθαι (
σημαίνεσθαι) von solchen, welche auf dem Meere die Richtung des Weges aus den Sternen ent- nahmen. Vgl. Lukian Ikarom. 1
καθάπερ
οἱ
Φοίνικες
ἄστροις
ἐτεκμαίρου
τὴν
ὁδόν. Dann wurde der Ausdruck von solchen ge- braucht, welche weit weg von ihrer Heimat in unbekannte Gegenden fliehen, wo ihnen nur die Gestirne die Richtung des Weges anzeigen. Vgl. Hesych.
ἄστροις
σημειοῦσθαι.
μακρὰν
καὶ
ἐρήμην
ὁδὸν
βαδίζειν·
ἡ
δὲ
μεταφορὰ
ἀπὸ
τῶν
πλεόντων. Anderes s. zu Soph.
Ο.
Τ. 794
τὴν
Κορινθίαν
ἄστροις
τὸ
λοιπὸν
ἐκμετρούμενος
χθόνα.
δύσφρονος von der Person übertragen.
400-401.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-243
Erwähle die Dike zur Bundesgenossin und entscheide dich für das was bei den Göttern heilig ist." Vgl.
τὰ
τῶν
θεῶν
ἔντιμα Soph. Ant. 77.
404-405.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-244
οὐδέ
περ
κρατῶν wie Cho. 502
οὐδέ
περ
θανών.
μὴ
καὶ (30 Canter für
καὶ
μή
ποτε..
πόλιν enthält eine Reminiszenz an Hom.
Χ 105
αἰδέομαι
Τρῶας.
μή
ποτέ
τις
εἴπῃσι
κακώτερος
ἄλλος
ἐμεῖο·
Εκτωρ
ἧφι
βίηφι
πιθήσας
ὤλεσε
λαόν. un (für xai un Turnèbe)
τοῖον, nicht nach Wunsch“, vgl. Hesych.
τοῖον·
οὕτως
ἀγαθόν ..
τάσσεται
καὶ
ἐπὶ
θαυμασμοῦ und zu Sieb. 567.
406.
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ἐπήλυδας erhält durch den Gegensatz zu
πόλιν (
πολίτας,
ἀστούς) etwas Verüchtliches. - Die Schwer- fälligkeit des Rhythmus gibt die Schwere des Vorwurfs zu erkennen. Vgl. Pers. 254
ὡς
ἐν
μιᾷ
πληγῇ
κατέφθαρται
πολύς. Doch vgl. auch unten 474, 920, 958, 1027.
407-408.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-246
ἀμφοτέροις (so Schütz für
ἀμφοτέρους, wie die Handschrift 483
ὁμαίμους für
ὁμαίμοις bietet)
ὁμαίμων
κτέ, wenn Zeus auch beiden Teilen, uns und den Vettern, in gleicher Weise verwandt ist, so behandelt er doch nicht beide gleich, sondern neigt sich nach der einen Seite, wo er das Recht sieht". Vgl.
Ζεὺς
νεμέτωρ Sieb. 472.
409.
mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-247
ἄδικα im Sinne von
κακά, wie nachher
ὅσια im Sinne von
ἀγαθά. Für
ἄδικα kann man
ἔλλερα vermuten nach Hesych.
ἔλλερα·
ἐχθρά,
πολέμια,
ἄδικα und für
ὅσια schreibt Weil
αἴσια.