Aeschylus Supplices 112

ed. Joannes Cornelius de Pauw

Supplices. Aeschylus. ed. Joannes Cornelius de Pauw. Hagae Comitum. 1745.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Current edition Experimental

Ἱκέτιδες (OCR draft) (Greek) (Ἱκέτιδες. Joannes Cornelius de Pauw, 1745.)

Provisional text from uncorrected OCR; expect errors.

Editions (8)
Ἱκέτιδες First1KGreek (Aeschyli Tragoediae. Sidgwick, Arthur, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.) — 176-347 focus
Ἱκέτιδες Perseus (Aeschylus, Volume 1. Smyth, Herbert Weir, editor. London; New York: William Heinemann; G.P. Putnam's Sons, 1922.) — 176-347 focus
Greek (Editio princeps, 1518) (OCR draft) Experimental (Aeschylus, Suppliants, 1518 edition. Native printed lineation, page markers, and automated correspondence to the Perseus/Smyth edition.) — 112 focus
Ἱκέτιδες (OCR draft) Experimental (Ἱκέτιδες. Guilielmus Dindorfius, 1882.) — 112 focus
Ἱκέτιδες (OCR draft) Experimental (Ἱκέτιδες. Gottfried Hermann, 1852.) — 112 focus
ΙΚΕΤΙΔΕΣ (OCR draft) Experimental (ΙΚΕΤΙΔΕΣ. Paul Mazon, 1920-1925.) — 112 focus
Τοιαῦτα πάθεα μέλεα θρεομένα λέγω λέγων
λιγέα βαρέα δακρυοπετή,
τὴ τή,
τηλέμοισιν ἐμπρεπῆ ἐμπρέπη 1 ·
ζῶσα γόοις με τιμώ.
115
Ἱκέτιδες (OCR draft) Experimental (Ἱκέτιδες. N. Wecklein, 1885.) — 112 focus
Aeschyli Supplices (OCR draft) Experimental (Aeschyli Supplices. Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff, 1914.) — 112 focus
τοιαῦτα πάθεα μέλεα θρεομένα λέγω
110
λιγέα βαρέα δακρυοπετή.
ἰὴ ἰή,
ἰηλέμοισιν ἐμπρεπή [θρεομένη μέλη]
ζῶσα γόοις με τιμῶ. –
Translations (9)
Suppliant Maidens Perseus (Aeschylus, Volume 1. Smyth, Herbert Weir, translator. London; New York: William Heinemann; G.P. Putnam's Sons, 1922. (Modernized by Perseus.)) — 176-347 focus
The Suppliant Women. (OCR draft) Experimental (The Suppliant Women.. Theodore Alois Buckley, 1849.) — 112 focus
Such wretched sufferings I lamenting recount, mournful, grievous, drawing tears, ah! ah! suited to funereal strains: I alive honour 7 myself with lamentations.
LES SUPPLIANTES (OCR draft) Experimental (LES SUPPLIANTES. Paul Mazon, 1920-1925.) — 112 focus
disent mes cris aigus, mes sanglots sourds, mes torrents de larmes, et même, hélas! ces clameurs qui distinguent les chants funèbres:
vivante, je conduis mon propre deuil.
(Retenu.) Sois-nous propice, terre montueuse d'Apis 1 !— M'entends-tu bien, ô terre, malgré mon accent barbare 2 ?
—
The Suppliants (OCR draft) Experimental (The Suppliants. Robert Potter, 1779.) — 112 focus
Thus I attune my notes of woe,
And bid the varied meaſures flow;
Now the ſhrilling deſcant chaſe,
Now ſolemn ſink the deep'ning baſe;
120
Thus bid the warbled cadence 'plain,
And ſteep in tears the mournful ſtrain;
A ſtrain to grace my obſequies,
Whilſt yet I view yon' golden ſkies.
Eschilo, Le Supplici: traduzione italiana di Ettore Romagnoli (OCR draft) Experimental (Eschilo, Le Supplici: traduzione italiana di Ettore Romagnoli. Ettore Romagnoli, 1922.) — 112 focus
Queste miserie, queste sciagure,
con voci acute, con voci oscure
geme: dal pianto
120
Aeschylus, Supplices: versio Latina Ioannis Sanravii (OCR draft) Experimental (Aeschylus, Supplices: versio Latina Ioannis Sanravii. Ioannes Sanravius, 1555.) — 112 focus
Tales affectus doloroſos narrat lugubres,
105
Acutos, graues, lachrymoſos heu heu.
Heu heu
Carminibus ornatæ
Lugentes cantiones
Viuens luctibus nobiscum.
110
The Suppliants (OCR draft) Experimental (The Suppliants. Anna Swanwick, 1886.) — 112 focus
Chorus
Forthwith ourselves we'll strangle from these gods.
English (E. D. A. Morshead, 1908) (OCR draft) Experimental (Aeschylus, Suppliant Maidens — Morshead translation. Wikisource transcription; speech corresp and card milestones aligned to Smyth perseus-grc2.) — 112 focus
Ah, listen, listen to my grievous tale,
My sorrow's words, my shrill and tearful cries!
130
Ah woe, ah woe!
Loud with lament the accents rise,
And from my living lips my own sad dirges flow!
German (J. J. C. Donner, 1854; OCR review) (OCR draft) Experimental (Aeschylos. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Stuttgart: Hoffmann, 1854. Native Donner line citations, Smyth card correspondence, selected textual readings and metrical facsimiles. Remaining OCR differences and unattributed reading notes are documented in the linked review inventory.) — 112 focus
Solch schmerzlich Weh beklag' ich, ach, aus banger Brust,
100
Das bitter gellend die Thräne weckt,
In Grabgesanges Trauerton;
Lebend sing' ich mein Grablied.

Notes on the current edition

Supplices

1. 118. [cite_start]Δακρυοπετή] παι ρασκεναςικὰ πίπλειν τὰ δάκρυα ἀκκόντων. [cite: 157]
2. 122. [cite_start]Ζῶσα γόοις με τιμᾷ] γράφε , ζώσατο οἷς με τιμᾷ. [cite: 158]

Commentary

Critical apparatus to The Suppliant Women (OCR draft) (Latin and Greek critical apparatus to Gottfried Hermann's 1852 edition of The Suppliant Women.) focus

118. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-hermann1852-appcrit-lat1-102

ἀχείματόν μ' ἔπεμπε σὺν πνοαῖς:
ἀχίματόν μὲ ἔπεμπε
(in M. prius fuerat
με πέμπε
)
συμπνοιαῖς
M. Rob.
ἀχίματόν μὲ ἔπεμπε ἂν πνοιαῖς
G.
ἔπεμπε ἀμπνοῖς
Ε.
118

119-121. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-hermann1852-appcrit-lat1-103

τελευτὰς δ᾽ ἂν ἐν χρόνῳ πατὴρ παντάρχας παντόπτας: Libri
τελευτᾶς δ᾽ ἐν χρόνῳ πατὴρ ὁ παντόπτας
. Inserui
ἄν
et delevi articulum post
πατήρ
. Indicio versus antistrophici addidi
παντάρχας
. Sophocles Oed. Col. 1085.
ὦ Ζεῦ, θεῶν πάντ-αρχε, παντόπτα
.

Commentary (N. Wecklein, 1902; German; OCR draft) (Suppliants, explanatory commentary pp. 24–120. Single-witness OCR; source readings and all reference placements require scan review.) focus

1-181. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-1

1
2
3 Die
Parodos. An Stelle des προλογίζων wie in den Persern hat der Chor zunächst die Aufgabe die vorausliegenden Begebenheiten und das Motiv der Handlung (Flucht vor den Söhnen des Ägyptos, welche die Danaiden zur Ehe zwingen wollen) anzugeben. Dann richtet er an Götter und Menschen, an das stammverwandte Argos die Bitte um Schutz gegen Ver- gewaltigung vonseiten der die Danaiden verfolgenden Ägyptiaden. Damit wird das Ziel der Handlung bezeichnet. Endlich dient die Paro- dos zur Charakteristik des Chors, um dessen Schicksal sich die Hand- lung dreht (zu 118-181). Parodos zerfällt in drei Teile. Die anapästische Partie 1-39 trägt der Koryphäos vor, die melische 40-117 der Gesamtchor; von der zweiten melischen Partie 118-181, deren drei Strophen mit Ephymnien (zu 134) schließen, scheint jeder der drei oroixo ein Strophenpaar ge- sungen zu haben, während die Ephymnien dem Gesamtchor zu- fielen. Vgl. Jahrb. f. Philol. Suppl. XIII S. 219 ff. Als Schutz- flehende sind die Danaiden durch einen mit weißer Wolle umwundenen Olivenzweig gekennzeichnet (21f.), den sie in der linken Hand halten (197-199). Ihre Tracht ist ägyp- tisch (240 ff.). Während der Paro- dos steht Danaos auf dem hohen Götteraltare und späht bald nach Idem Meere bald nach dem Lande hin (184).

40-117. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-25

4
5
zweiter Teil der Pa- rodos:,,Jetzt den Epaphos, den Sprößling des Zeus, da anrufend, WO vorzeiten die Ahnmutter Io weidete, werde ich von meiner Abstammung den Bewohnern des Landes sichere Beweise geben. Ich fürchte aber und daher weine und klage ich wie die Nachtigall, welche um den Verlust ihres früheren Daseins (in Menschen- gestalt) und um den Tod ihres Sohnes weint -, es möchten die Freunde in Argos meine Bitte um Schutz abweisen. Wohlan denn, Götter meines Stammes, verhelft ihr mir zu meinem Rechte, wenn nicht aus Rücksicht auf mich, so doch aus Haß gegen den Übermut der Vettern, wenn sie mich von eurem Altare reißen wollen. Auch im Kriege finden die Besiegten Schutz an den Altären der Götter. Meinem Gotte gebe ich ganz und gar mich hin. Seine Ratschlüsse sind unerforschlich; aber sein Wille geschieht unfehlbar. Ein Licht ist er in der Finsternis des Unglücks, dagegen stürzt er die Frevler herab von dem hohen Turm des Glücks in seiner Allmacht, in welcher er seine Gedanken sofort zur Tat macht ohne sich vom Sitze zu rühren. Möge er herabblicken auf den menschlichen Übermut, welcher von rasender Leidenschaft sich zu allem Frevel fortreißen läßt, wenn dieser auch zum Verderben führen mu.

116-117. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-59

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κέντρον .. ἄλυκτον (so für ἄφυκτον, weil ἄλυκτον für das an- gespannte Zugtier mehr paßt, vgl. Suid. ἄλυκτον· τὸ ἄφυκτον, viel- mehr ὃ οὐ δύναταί τις ἀλύξαι): die Raserei treibt die Ägyptiaden wie das Zugtier der Treibstachel, dem es sich nicht entziehen kann. ἄταν (so die Aldina für ἄται, welches übrigens in der Hand- schrift aus ἄταν korrigiert ist) ἀπάτα μεταγνούς ist eine sarkastische Wendung: ,,er hat sich infolge des Trugs der Leidenschaft statt zum Heilsamen zu seinem Verderben entschlossen". Mit ἀπάτα vgl. Soph. Ant. 615 & γὰρ δὴ πολύ- πλαγκτος ἐλπὶς πολλοῖς μὲν ὄνασις ἀνδρῶν, πολλοῖς δ᾽ ἀπάτα κουφονόων ἐρώτων. Durch μεταγιγνώσκειν wird gewissermaßen die tragische Peri- petie ausgedrückt wie Ag. 231 Tò παντότολμον φρονεῖν μετέγνω.

118-181. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-60

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dritter Teil der Parodos, ein i άleuos (121), eine Klageweise, die mit heftiger Ge- bärde, mit Zerreißen des Gewandes (126 ff.) und Zerkratzen der Wangen ( άuvyuós Cho. 24) verbunden war (zu 72). Die Danaiden erneuern ihre Bitte um Schutz, gehen aber von flehender Bitte zu entschiedener und heftiger Forderung über:,,Mit solchen Klagen trauere ich um mich wie um eine Tote und rufe das argivische Land um Gnade an, in- dem ich im Schmerze meinen Schleier zerreiße. Den Göttern wird gern und reichlich geopfert, wo Wohlstand herrscht und nicht Todesfurcht bedrückt. Ich weiß nicht, was werden soll. Der An- fang zwar, die Fahrt über das Meer, ist glücklich vonstatten ge- gangen; möge nur auch das Ende glücklich sein, daß ich nicht zur Ehe mit den verhaßten Vettern gezwungen werde. Die jungfräu- liche Artemis möge vor allem mir gegen den Angriff auf meine jung- fräuliche Ehre beistehen. Andern- falls, wenn mich die Götter des Olymp verlassen, werde ich samt den schutzflehenden Zweigen zum Zeus der Toten meine Zuflucht nehmen und mich erhängen. Ich merke wohl, daß die Eifersucht der Hera, welche unsere Ahnmutter quälte, auch mich verfolgt. Und statt der reichlichen Opfer wird Zeus nur Unehre ernten, wenn er die Nachkommen seines eigenen Sohnes Epaphos abweist und von uns Schutzflehenden sein Auge ab- wendet. Er möge sich merken, was ich ihm noch einmal zurufe: die Eifersucht der Hera ist schuld an meinem Leide." Die Drohung sich das Leben zu nehmen, wenn sie schutzlos gelassen werden wiederholt mit gesteigerter Hef- tigkeit 472, und damit ein Zeug- nis gegen den Ζεὺς ἱκέσιος ab- zulegen offenbart eine Entschlossen- heit und Heftigkeit des Charakters, welche die Bluttat in der Braut- nacht begreiflich macht.

118-119. mvp-aeschylus-tlg0085-tlg001-wecklein1902-com-ger1-61

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θρεομένα δ᾽ ἐγώ (so Enger für λέγων): Hesych. θρεομένη θρη νοῦσα. Uber die Stellung von δέ zu 9. — λιγέα βαρέα, in bald hohen bald tiefen Tönen. Vgl. λιγέα κωκύ- ματα Pers. 335 und φθόγγον τε βαρύν Hom. ι 257. δακρυοπετῆ tränenrieselnde", βᾶνα αὐδάν d. i. unter τῶν Tränen, nicht παρασκευαστικὰ τοῦ πίπτειν τὰ δάκρυα ἀκουόντων (Schol.), sondern τὰ ἐμὰ δάκρυα.