Sophocles Oedipus at Colonus 775

ed. Lewis Campbell

καίτοι τίς αὕτη τέρψις ἄκοντας φιλεῖν;
775

Oedipus at Colonus. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.

Current edition Experimental

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Editions (1)
Greek (F. Storr, 1912) (OCR draft) Experimental (Greek (F. Storr, 1912)) — 720-1043 focus
Translations (2)
German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review) (OCR draft) Experimental (German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review)) — 761 focus
Du Frecher, dreist zu Allem, der aus jedem Ding
Den Schein gerechter Sache schlau zu spinnen weiß,
Weßhalb versuchst du solches, willst mich abermals
Im Nez verstricken, wo das Herbste meiner harrt?
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Denn früher, als mich kränkte meines Hauses Noth,
Daß mir Verbanmmung aus dem Land für Wonne galt,
Ward meinem Wunsche solche Gunst mißgönnt von dir.
Doch als der Seele grimmer Schmerz gesättigt war,
Und mir, daheim zu leben, schien ein süßes Glück:
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Da stießest, warfest du mich aus, da waren dir
Des Blutes edle Bande nur ein eitles Wort.
Nun willst du wieder, da du siehst, wie diese Stadt
Und alles Volk hier wohlgesinnt mir Hülfe leiht,
Das Rauhe sanft aussprechend, mich von hinnen zieh'n.
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Doch welche Lust kann aufgedrung'ne Liebe sein?
Wie? Wenn ein Mann auf ungestümes Bitten dir
Wohlthaten oder Hülfe kalt verweigerte,
Und erst, nachdem dir, was du willst, in Fülle ward,
Willfahrte, wann ihm keinen Dank die Gunst gewinnt:
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Sprich, wäre das nicht ein verächtlich leerer Dienst?
Nun, solche Gaben bietest du mir eben dar,
Die schön in Worten, in der That verwerflich sind.
Auch diesen sag' ich's, daß sie seh'n, wie schlecht du bist.
Du kommst mich fortzuführen, nicht zu meinem Haus;
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Nein, außen soll ich wohnen, daß die Theberstadt
Frei sei der Uebel, die von diesem Land ihr droh'n.
Das wird dir nicht; das wird dir, daß mein Rachegeist,
Ein ewig Schreckbild, hausen wird in Kadmos' Reich;
Und meine Söhne können einst von meinem Land
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Nicht mehr erlangen, als darin zu sterben nur.
Ist Thebe's Loos nicht besser mir, als dir, bekannt?
Um Vieles, weil ich sein Geschick von Weiseren,
Von Phöbos, ja, von dessen Vater Zeus vernahm.
Du aber kamst mit tückevollem Mund daher,
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Mit vielgewandter Zunge; doch dein Neden wird
Mehr Schaden dir bereiten als ersprießlich sein.
Nun geh; ich weiß, dich wenden meine Worte nicht -
Uns aber laß hier leben; denn wir leben nicht
Elend in solcher Lage selbst, wenn's uns behagt.
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English (Sir Richard Jebb, 1904) (OCR draft) Experimental (English (Sir Richard Jebb, 1904)) — 720-1042 focus

Commentary

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mvp-comment-580-1 αὕτη 1

mvp-comment-580-2 τίς τέρψις 2

mvp-comment-580-3 φιλεῖν 3

mvp-comment-580-4 τοσαύτη 4

Commentary (Lewis Campbell, 1879) (OCR draft) (Commentary (Lewis Campbell, 1879)) focus

775. mvp-comment-431-1 τίς αὕτη appears not only in B Vat., followed by Triclinius, but also in L². The parallel of Thuc. 3. 12, τίς οὖν αὕτη ἡ φιλία ἢ ἐλευθερία πιστή; the frequent use of ὥσπερ without a definite antecedent in introducing an illustration, the doubtful correlation of τοσαύτη ὥσπερ (cp., however, El. 532, οὐκ ἴσον καμὼν ἐμοὶ λύπης, ὅτ᾽ ἔσπειρ᾽, ὥσπερ ἡ τίκτουσ᾽ ἐγώ), and the fact that the reading τίς αὕτη is not confined to one family of MSS, lead to the conclusion that the reading of LAV³, τοσαύτη, like σημαίνει for σαίνει, supr. 320, is a clerical error. τέρψις, repeated by unconscious tautology from supr. 766, is here active.