Sophocles Oedipus at Colonus 754

ed. Lewis Campbell

ὠνείδισʼ ἐς σὲ κἀμὲ καὶ τὸ πᾶν γένος;

Oedipus at Colonus. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.

Current edition Experimental

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Editions (1)
Greek (F. Storr, 1912) (OCR draft) Experimental (Greek (F. Storr, 1912)) — 720-1043 focus
Translations (2)
German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review) (OCR draft) Experimental (German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review)) — 761 focus
Du Frecher, dreist zu Allem, der aus jedem Ding
Den Schein gerechter Sache schlau zu spinnen weiß,
Weßhalb versuchst du solches, willst mich abermals
Im Nez verstricken, wo das Herbste meiner harrt?
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Denn früher, als mich kränkte meines Hauses Noth,
Daß mir Verbanmmung aus dem Land für Wonne galt,
Ward meinem Wunsche solche Gunst mißgönnt von dir.
Doch als der Seele grimmer Schmerz gesättigt war,
Und mir, daheim zu leben, schien ein süßes Glück:
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Da stießest, warfest du mich aus, da waren dir
Des Blutes edle Bande nur ein eitles Wort.
Nun willst du wieder, da du siehst, wie diese Stadt
Und alles Volk hier wohlgesinnt mir Hülfe leiht,
Das Rauhe sanft aussprechend, mich von hinnen zieh'n.
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Doch welche Lust kann aufgedrung'ne Liebe sein?
Wie? Wenn ein Mann auf ungestümes Bitten dir
Wohlthaten oder Hülfe kalt verweigerte,
Und erst, nachdem dir, was du willst, in Fülle ward,
Willfahrte, wann ihm keinen Dank die Gunst gewinnt:
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Sprich, wäre das nicht ein verächtlich leerer Dienst?
Nun, solche Gaben bietest du mir eben dar,
Die schön in Worten, in der That verwerflich sind.
Auch diesen sag' ich's, daß sie seh'n, wie schlecht du bist.
Du kommst mich fortzuführen, nicht zu meinem Haus;
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Nein, außen soll ich wohnen, daß die Theberstadt
Frei sei der Uebel, die von diesem Land ihr droh'n.
Das wird dir nicht; das wird dir, daß mein Rachegeist,
Ein ewig Schreckbild, hausen wird in Kadmos' Reich;
Und meine Söhne können einst von meinem Land
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Nicht mehr erlangen, als darin zu sterben nur.
Ist Thebe's Loos nicht besser mir, als dir, bekannt?
Um Vieles, weil ich sein Geschick von Weiseren,
Von Phöbos, ja, von dessen Vater Zeus vernahm.
Du aber kamst mit tückevollem Mund daher,
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Mit vielgewandter Zunge; doch dein Neden wird
Mehr Schaden dir bereiten als ersprießlich sein.
Nun geh; ich weiß, dich wenden meine Worte nicht -
Uns aber laß hier leben; denn wir leben nicht
Elend in solcher Lage selbst, wenn's uns behagt.
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English (Sir Richard Jebb, 1904) (OCR draft) Experimental (English (Sir Richard Jebb, 1904)) — 720-1042 focus

Commentary

Commentary (R. C. Jebb) (OCR draft) (Commentary (R. C. Jebb))

mvp-comment-566-1

"I have uttered a cruel reproach against my kindred and myself. But indeed the reproach is one that cannot be hid, so long as thou and thy daughter are seen wandering thus. Hide it, then, thou (no one else can)—by coming home."
Unless we correct νυν to νιν (=
τὰ ἐμφανῆ
), it is better to place a point, and not merely a comma, at κρύπτειν :
" But (I have some excuse) for ,"
etc.,—the elliptical use of ἀλλ’ οὐ γάρ , as at 988, El. 595 , Tr. 552 . So the schol.:
ὥστε συγγνώμης εἰμὶ ἄξιος λέγων· οὐ γὰρ δύναμαι κρύπτειν
. With only a comma at
κρύπτειν, ἀλλά
would belong to κρύψον :
"But,— since it is impossible, etc.—hide thou,"
—when the position of νυν is awkward.—So in O. T. 1424 Creon urges the Theban elders to take Oed. into the house, forbidding them
τοιόνδ’ ἄγος | ἀκάλυπτον οὕτω δεικνύναι
.