Sophocles Oedipus at Colonus 408

ed. Lewis Campbell

οὐκ ἆρʼ ἐμοῦ γε μὴ κρατήσωσιν ποτέ.

Oedipus at Colonus. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.

Current edition Experimental

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Editions (1)
Greek (F. Storr, 1912) (OCR draft) Experimental (Greek (F. Storr, 1912)) — 510-548 focus
Translations (4)
English (Lewis Campbell, 1906) (OCR draft) Experimental (English (Lewis Campbell, 1906)) — 408 focus
ANT
1181
Father, give ear, though I be young that speak.
Yield to the scruple of the King, who claims
This reverence for his people’s God, and yield
To us who beg our brother may come near.
Take heart! He will not force thee from thy will.
1185
What harm can come of hearkening? Wisdom’s ways
Reveal themselves through words. He is thy son.
Whence, were his heartless conduct against thee
Beyond redemption impious, O my sire,
Thy vengeance still would be unnatural.
1190
Oh let him!—Others have had evil sons
And passionate anger, but the warning voice
Of friends hath charmed their mood. Then do not thou
Look narrowly upon thy present griefs,
But on those ancient wrongs thou didst endure
1195
From father and from mother. Thence thou wilt learn
That evil passion ever ends in woe.
Thy sightless eyes are no light argument
To warn thee through the feeling of thy loss.
Relent and hear us! ’Tis a mere disgrace
1200
To beg so long for a just boon. The King
Is kind to thee. Be generous in return.
German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review) (OCR draft) Experimental (German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review)) — 421 focus
So mag den Zwiespalt, über sie vom Loos verhängt,
Niemals die Gottheit löschen, und bei mir allein
Das Ende ruh'n des Kampfes, der die Brüder theilt,
Die nun mit aufgehob'nem Speer einander droh'n,
Daß weder er, den heute Thron und Scepter schmückt,
420
Fest stehe, noch der Ausgetrieb'ne je zurück
Zur Stadt gelange! Haben sie den Vater doch,
Der aus dem Land so schmählich ausgestoßen ward,
Nicht aufgehalten, nicht geschirmt; ich ward verjagt,
Verbannt mit Heroldsrufen, und sie duldeten's.
425
Man könnte sagen, daß die Stadt in jener Zeit
Mir das mit Recht gewährte, was ich selbst erbat.
In keiner Weise: denn an jenem Tage gleich, 1
Da noch der Unmuth glühte, ja das Liebste mir
Gewesen wäre jäher Tod und Steinigung,
430
Erschien mir Niemand diesen Liebesdienst zu thun.
Doch als die Zeit schon allen Harm besänftiget,
Und ich erkannte, daß der Zorn mir ausgeschweift
Zu Züchtigungen, schwerer noch denn meine Schuld :
Da trieb gewaltsam aus dem Lande mich die Stadt
435
Nach langer Zeit erst, und des Vaters Söhne, die
Dem Vater helfen konnten, sie verweigerten
Die Hülfe, ließen, statt mit kurzem Worte mich
Zu schirmen, mich als Bettler flieh'n in fremdes Land.
Von diesen schwachen Mädchen hier wird Iegliches,
440
Wie's ihr Geschlecht verstattet, Lebensunterhalt,
Ein sichrer Siz und Kindeshülfe mir gewährt.
Die Söhne zogen Thron und Stab dem Vater vor,
Und schalten lieber als die Herrn im Lande dort.
Doch meine Hülfe leih' ich ihnen nimmermehr;
445
Nie soll die Herrschaft über Kadmos' Land für sie
Ein Segen sein: das weiß ich, wenn ich diesen Spruch,
Den du verkündest, Tochter, und das alte Wort
Erwäge, das mir Phöbos einst verkündet hat. 2
Drum mögen sie den Kreon, und wenn Einer sonst
450
Im Land Gewalt hat, senden, um nach mir zu späh'n.
Denn wollet ihr nur, Freunde, samt den Göttinnen,
Den Hehren, die in diesem Lande, walten, mir
Beistand gewähren, dann gewinnt ihr eurer Stadt
Den starken Helfer, meinen Feinden Schmach und Noth.
455
English (Robert Potter, 1788) (OCR draft) Experimental (English (Robert Potter, 1788)) — 408 focus
Chorus
What to his secret faith wou'dst thou confide?
English (Sir Richard Jebb, 1904) (OCR draft) Experimental (English (Sir Richard Jebb, 1904)) — 510-546c focus