Sophocles Philoctetes 1321

ed. Lewis Campbell

ἐάν τε νουθετῇ τις εὐνοίᾳ εὔνοιάν σοι εὐνοίᾳ εὔνοιαν λέγων,

Philoctetes. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.

Current edition Experimental

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Translations (1)
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Mit Freuden hör' ich, wie du meinen Vater lobst
Und mich: vernimm nun, was du mir gewähren sollst.
1275
Wohl muß der Mensch die Loose, die der Götter Rath
Auflegt, ergeben tragen als Nothwendigkeit;
Doch wer in selbsterwähltem Leid gefangen ist,
Wie du, verdient es nimmer, daß nachsichtig ihm
Verziehen werde, daß man ihm Erbarmen schenkt.
1280
Du bist erbittert, weisest ab des Freundes Rath,
Und wenn dich Einer wohlgesinnt verweisend warnt,
Dem zürnst du wie dem Gegner, siehst als Feind ihn an.
Und dennoch sag' ich's, rufe Zeus, des Eides Gott,
Und du bedenk' es, schreib' es tief in deine Brust:
1285
Dies Leiden ward von Göttern über dich verhängt,
Weil du der Schlange nahtest, Chryse's Hüterin, 1
Die dort den obdachlosen Herd geheim bewacht.
Und wisse: niemals findest du des Leides Ziel,
Der schweren Krankheit, nie, solang die Sonne hier
1290
Aufsteigt und wieder dort hinab zum Meere sinkt,
Bevor in Troja's Ebne du freiwillig ziehst,
Und auf Asklepios' Söhne triffst in unserm Heer, 2
Die deine Qual dir lindern, und die stolze Burg
Mit diesem Bogen, im Verein mit mir, zerstörst.
1295
Und wie ich solches sicher weiß, erklär' ich dir.
Ein Mann vom Troervolke fiel in unsre Hand,
Der Seher erster, Helenos, der klar bezeugt,
Es müsse so sich fügen, und noch dies dazu:
Das Schicksal wolle, daß in diesem Sommer noch
1300
Die ganze Troja falle; gerne will er sich
Dem Tode bieten, täuscht er uns in diesem Spruch.
Nun, da du dies vernommen, gib uns willig nach.
Ein schöner Lohn ja wär' es, als der Edelste
Des Heers erkoren, erst die Hand, die heilende,
1305
Zu finden, dann der Troer vielbeweinte Burg
Zu stürzen, hochgefeiert in des Ruhmes Glanz.

Commentary

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mvp-comment-700-1 ἠγρίωσαι 1 οὔτε … τε 2

Commentary (Lewis Campbell, 1879) (OCR draft) (Commentary (Lewis Campbell, 1879)) focus

1319-1320. mvp-comment-872-1 This strain of reflection about the voluntary and involuntary reminds us that we are in the age of Socrates.