Schmach dir, des Mannes Tochter, der dir Leben gab,
Daß du, vergessend seiner, nur der Mutter denkst!
Denn alle Lehren, welche du mir eben gabst,
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Hat sie dir eingegeben, nicht dein eigner Sinn.
Wähl' Eines denn von Zweien, ob du thöricht sein,
Ob, klug, der liebsten Freunde nicht gedenken willst.
Denn eben sagst du, würde dir die Macht geliehn,
Du zeigtest ihnen, welcher Haß dein Herz erfüllt;
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Mir aber, die den Vater rächen will, versagst
Du deine Hülfe, ja verwehrst die Rache mir.
Verräthst du hier nur bösen, nicht auch seigen Sinn?
Denn lehre du mich, oder lerne du von mir,
Was ich gewönne, ſtellt' ich meine Klagen ein.
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Ich lebe, zwar unglücklich, doch ich lebe ja;
Und ihnen thu' ich wehe, daß ich Ehre so
Dem Todten zolle, wenn es dort noch Freude gibt.
Doch du, sie hassend, hassest nur in Worten sie,
Und bist des Vaters Mördern durch die That gesellt.
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Ich würde niemals, ob man auch in Fülle mir
Die Gaben böte, deren Frucht dich üppig labt,
Mich ihnen unterwerfen; sei der volle Tisch
Dir zubereitet, ström' um dich das Leben reich:
Mir sei es einzig Labe, daß ich keine Qual
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Mir selbst bereite; deines Glücks begehr' ich nicht;
Auch du verschmähtest's, wärst du klug. Wohl könntest du
Das Kind des besten Vaters heißen, heiße nun
Das Kind der Mutter; so erscheinst du Allen schlecht,
Den Freunden, wie dem todten Vater, ungetreu.
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