Sophocles Electra 961

ed. Lewis Campbell

πάρεστι δ᾽ πάρεστιν L. πάρεστι δ' C7. ἀλγεῖν ἐς τοσόνδε τοῦ χρόνου

Electra. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.

Current edition Experimental

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Editions (1)
Greek (F. Storr, 1912) (OCR draft) Experimental (Greek (F. Storr, 1912)) — 871-1057 focus
Translations (2)
German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review) (OCR draft) Experimental (German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review)) — 947 focus
Wohlan, so höre, was zu thun ich Willens bin.
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Du weißt es selbst, auf keine Hülfe dürfen wir
Von unsern Freunden hoffen, denn entführt, geraubt
Hat sie der Hades, und allein sind wir zurück.
Ich wohl, so lang ich hörte, daß der Bruder noch
Im Leben blühe, nährte mich mit Hoffnungen,
930
Er werde kommen, fordern einst des Vaters Blut.
Nun er dahingeschieden, blick ich nur zu dir:
Du sollst den Mörder, der den Vater uns erschlug,
Aegisthos, alsbald tödten im Verein mit mir,
Der Schwester: denn Nichts werde dir fortan verhehlt!
935
Was säumst du noch langmüthig? Wo vertraust du noch
Auf sichre Hoffnung? Seufzer nur sind dir vergönnt,
Daß dir der Ahnen reiches Erb' entrissen ward,
Vergönnt, zu jammern, daß du schon so lange Zeit
Als Unvermählte liebelos hinaltern mußt.
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Und hoffe nicht mehr, daß dir Eh' und Liebe noch
Erblühen werde; denn so ganz des Rathes bloß
Ist nicht Aegisthos, daß er dein und mein Geschlecht
Je Keime treiben ließe, sich zu sich'rem Fluch.
Indeß wofern du meinen Rath befolgen willst,
945
So trägst du frommer Liebe Dank vorerst davon
Bei'm todten Vater drunten und beim Bruder auch;
Dann, wie du frei erwuchsest, also wirst du frei
Fortan genannt sein, und beglückt in würdigem
Ehbunde. Gern sieht Jeder auf das Edle ja.
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Und siehst du nicht auch, welches Ruhms erhabnen Preis
Du dir und mir erringest, folgst du meinem Rath?
Denn wo erblickt ein Bürger, wo ein Fremdling uns,
Der uns mit solchem Lobe nicht willkommen heißt:
955, Freunde, schauet diese zwei Geschwister hier,
955
Die ihres Vaters hohes Haus erretteten,
Die seinen Widersachern auf des Glückes Bahu,
Ihr Leben wagend, grausen Tod bereiteten!
Sie liebe Jeder, sie zu scheu'n ist Aller Pflicht;
Sie muß an Festen, oder wo das Volk der Stadt
960
Sich sammelt, ehren alle Welt für ihren Muth!"
So werden All' uns preisen, und im Leben nicht,
Und nicht im Tode schwindet unser Ruhm dahin.
Drum folge mir, Geliebte, steh dem Vater bei,
Hilf deinem Bruder, rette mich aus dieser Noth,
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Und rette dich auch, eingedenk des Einen, daß
In Schmach zu leben eine Schmach dem Edeln ist.
English (Sir Richard Jebb, 1904) (OCR draft) Experimental (English (Sir Richard Jebb, 1904)) — 871-1055 focus

Commentary

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