Reichthümer, Herrschaft, und o Kunst, der keine Kunst
Im neiderfüllten Leben sich zur Seite stellt,
Welch schnöde Mißgunst heget ihr in eurem Schooß,
Wenn um des Thrones willen, den mir diese Stadt
Unaufgefordert übergab als freien Lohn,
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Mir Kreon, jener treue Freund aus alter Zeit,
Nachschleicht im Rücken und mich auszutreiben strebt,
Anstellend diesen Zaubermann, den Ränkeschmid,
Den listenreichen Gaukler, der in Wucher nur
Scharfsichtig und in seiner Kunst ein Blinder ist!
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Denn sage, wo bewährst du deine Seherkraft?
Als hier die Hündin ihre Räthsel sang, warum
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Sprachst du für unsre Bürger kein erlösend Wort?
Doch war es nicht des nächsten besten Mannes Werk,
Den Spruch zu deuten, nein, bedurfte Seherkunst;
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Die lerntest du von deinen Vogelzeichen nicht,
Noch offenbarte dir's ein Gott: ich, Dedipus,
Erschien, ein Ziel ihr sezend, ich Unkundiger,
Durch Geist es treffend, nicht belehrt vom Vogelflug.
Und den versuchst du fortzutreiben, weil du dann
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Kreon's erhabnem Throne nah zu stehen hoffst.
Ihr werdet weinend, hoff' ich, du wie dein Genoß,
Den Bann vollstrecken: säh' ich nicht in dir den Greis,
Du würd'st in Leid erkennen, was du mir ersannst.