Sophocles Oedipus Tyrannus 596

ed. Lewis Campbell

νῦν πᾶσι χαίρω, νῦν με πᾶς ἀσπάζεται,

Oedipus Tyrannus. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.

Current edition Experimental

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Editions (1)
Greek (F. Storr, 1912) (OCR draft) Experimental (Greek (F. Storr, 1912)) — 649-698 focus
Translations (2)
German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review) (OCR draft) Experimental (German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review)) — 583 focus
Nicht, wenn du ruhig prüftest, so wie ich gethan.
Erwäge dies vor Allem: glaubst du, daß ein Mann
Mit Sorgen lieber herrschen wird, als ohne Harm
In Frieden schlummern, wenn die gleiche Macht ihm ward?
Auch ich empfinde keine größ're Lust in mir,
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Der Herr zu heißen, als dem Herrn es gleich zu thun,
Wie jeder Andre, welcher klug zu sein gelernt.
Denn jezt erlang' ich Alles ohne Furcht von dir;
Als Herrscher müßt' ich Manches unfreiwillig thun. 1
Wie sollte mir nun süßer sein der Königsthron,
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Als kummerfreies Walten, als harmlose Macht?
Noch hat mich Thorheit nicht berückt, mir Anderes
Zu wünschen, als das Schöne mit dem Nüzlichen.
Nun grüßt mich Ieder, nun bewillkommt Alles mich;
Nun muß mir Ieder schmeicheln, wer nach dir verlangt; 2
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Denn ihr Gelingen ruht allein in meiner Hand.
Wie hascht' ich doch nach Jenem und verschmähte Dies? 3
Wohl nicht zu Schlechtem wendet sich ein edler Sinn.
Nein, solchen Plan zu hegen kam mir nimmer ein,
Noch böt' ich Andern meinen Arm zu solcher That.
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Und dies zu prüfen, frage selbst in Pytho nach,
Ob ich dir wahrhaft kundgethan des Gottes Wort:
Dann, wenn du findest, daß ich mit dem Zauberer
Geheimen Rath pflog; nicht verdammt durch Einen Spruch,
Durch zweie gib mir dann den Tod, von mir und dir.
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Doch klage nicht nach dunklem Wahne bloß mich an:
Unbillig ist es, ohne Grund den schlechten Mann
Für redlich achten und für schlecht den redlichen.
Und wer den edlen Freund verstößt, der, mein' ich, stößt
Von sich das eigne Leben, das sein Höchstes ist.
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Doch mit der Zeit erkennst du dieses sicher, weil
Die Zeit allein den tadellosen Mann bewährt;
Den Lasterhaften kennst du wohl in Einem Tag.
English (Sir Richard Jebb, 1904) (OCR draft) Experimental (English (Sir Richard Jebb, 1904)) — 649-698 focus

Commentary

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mvp-comment-388-1 πᾶσι χαίρω 1 πᾶσι χαίρω 2

Commentary (Lewis Campbell, 1879) (OCR draft) (Commentary (Lewis Campbell, 1879)) focus

596. mvp-comment-354-1 πᾶσι χαίρω (1) I am happy in the sight of all. Cp. Eur. Med. 509, πολλαῖς μακαρίαν. The recognition of happiness is an element of happiness to the sensitive Greek (as to Croesus in the story of Herodotus); and the happy man is saluted by all (πᾶς ἀσπάζεται), just as the unfortunate is passed by without regard. Cp Thuc. 6. 16, ὥσπερ δυστυχοῦντες οὐδὲ προσαγορευόμεθα. Or (2) I take pleasure in all men' (as having no enemy). Cp. Od. 19. 462-463, τῷ μὲν χαῖρον νοστήσαντι. Other renderings are, I am happy in my relations with all; I am happy in all ways (πᾶσι neuter); and, All bid me rejoice. (Cp. χαῖρέ μοι.) 597. ἐκκαλοῦσί με is Invite me forth, or, Take me aside, e. g. from the palace or the council for private conference, as an important person. Cp. 951, τί μ' ἐξεπέμψω δεῦρο τῶνδε δωμάτων; Ant. 18: Eur. Bacch. 170, τίς ἐν πύλαισι; Κάδμον ἐκκάλει δόμων: Αj. 749-750, ἐκ γὰρ ξυνέδρου καὶ τυραννικοῦ κύκλου | Κάλχας μεταστὰς οἷος Ἀτρειδῶν δίχα, κ.τ.λ. Aristoph. Ach. 400-402: Hdt. 8. 79, ἐξεκαλέετο. The conjecture of L. Dindorf, αἰκάλλουσι, suggests a disagreeable association of mean flattery. The word αἰκάλλω occurs only once in tragedy, and then in reproach. Eur. Andr. 630, πρόδοτιν αἰκάλλων κύνα.