Sophocles Oedipus Tyrannus 572

ed. Lewis Campbell

ὁθούνεκʼ, εἰ μὴ σοὶ ξυνῆλθε, τὰς ἐμὰς

Oedipus Tyrannus. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.

Current edition Experimental

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Editions (1)
Greek (F. Storr, 1912) (OCR draft) Experimental (Greek (F. Storr, 1912)) — 513-648 focus
Translations (2)
German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review) (OCR draft) Experimental (German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review)) — 583 focus
Nicht, wenn du ruhig prüftest, so wie ich gethan.
Erwäge dies vor Allem: glaubst du, daß ein Mann
Mit Sorgen lieber herrschen wird, als ohne Harm
In Frieden schlummern, wenn die gleiche Macht ihm ward?
Auch ich empfinde keine größ're Lust in mir,
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Der Herr zu heißen, als dem Herrn es gleich zu thun,
Wie jeder Andre, welcher klug zu sein gelernt.
Denn jezt erlang' ich Alles ohne Furcht von dir;
Als Herrscher müßt' ich Manches unfreiwillig thun. 1
Wie sollte mir nun süßer sein der Königsthron,
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Als kummerfreies Walten, als harmlose Macht?
Noch hat mich Thorheit nicht berückt, mir Anderes
Zu wünschen, als das Schöne mit dem Nüzlichen.
Nun grüßt mich Ieder, nun bewillkommt Alles mich;
Nun muß mir Ieder schmeicheln, wer nach dir verlangt; 2
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Denn ihr Gelingen ruht allein in meiner Hand.
Wie hascht' ich doch nach Jenem und verschmähte Dies? 3
Wohl nicht zu Schlechtem wendet sich ein edler Sinn.
Nein, solchen Plan zu hegen kam mir nimmer ein,
Noch böt' ich Andern meinen Arm zu solcher That.
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Und dies zu prüfen, frage selbst in Pytho nach,
Ob ich dir wahrhaft kundgethan des Gottes Wort:
Dann, wenn du findest, daß ich mit dem Zauberer
Geheimen Rath pflog; nicht verdammt durch Einen Spruch,
Durch zweie gib mir dann den Tod, von mir und dir.
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Doch klage nicht nach dunklem Wahne bloß mich an:
Unbillig ist es, ohne Grund den schlechten Mann
Für redlich achten und für schlecht den redlichen.
Und wer den edlen Freund verstößt, der, mein' ich, stößt
Von sich das eigne Leben, das sein Höchstes ist.
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Doch mit der Zeit erkennst du dieses sicher, weil
Die Zeit allein den tadellosen Mann bewährt;
Den Lasterhaften kennst du wohl in Einem Tag.
English (Sir Richard Jebb, 1904) (OCR draft) Experimental (English (Sir Richard Jebb, 1904)) — 513-646 focus

Commentary

Commentary (R. C. Jebb) (OCR draft) (Commentary (R. C. Jebb))

mvp-comment-376-1 The simple answer would have been: —“that you prompted him to make his present charge”: but this becomes: —“that, if you had not prompted him, he would never have made it.” ξυνῆλθε 1

mvp-comment-376-2 τὰς ἐμὰς 2 τάσδ’ ἐμὰς 3

mvp-comment-376-3 οὐκ ἂν εἶπε τὰς ἐμὰς Λαΐου διαφθοράς 4 διαφθοράς 5

Commentary (Lewis Campbell, 1879) (OCR draft) (Commentary (Lewis Campbell, 1879)) focus

572. mvp-comment-339-1 τὰς ἐμάς The article refers to Teiresias' words, 362, φονέα σε φημί, κ.τ.λ. He would not have spoken, as he did, of my being Laius murderer.' Cp Eur. (?) Rhes. 438, σὺ κομπεῖς τὰς ἐμὰς ἀμύστιδας. The poet may also have intended the expression to be ambiguous, and to mean in the ear of the spectator, he would not have told of my murder of Laius. For the plural, ср. О. С. 962, ὅστις φόνους μοι καὶ γάμους καὶ συμφοράς, κ.τ.λ.