TIRESIAS
Wifs aber du, nicht lange Zeit mehr brütest
In eifersücht’ger Sonne du, von nun an;
Denn bald aus deinem Eingewaide zahlst
Du selber einen Todten für die Todten,
Für die, die du von oben warfst hinunter,
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Und deren Seele schmählich du im Grabe
Zu wohnen hast gesandt. Von unten hast
Auch oben einen du, den schiksaallosen ,
Den unbegrabenen, unheiligen Todtien
Des Todtes Todesgotts, der weder dich, noch obıe Götter
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Angehet, aber du brauchst so Gewalt.
Und darum lauern wunderlich verderblich
Im Jenseits dir die Spötter und die Richterinnen
Der Götter, also, dass da in denselben Uebeln
Du troffen werdest, und betrachte das,
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Ob ich das dunı von Silber spreche. Denn es kommt,
Nicht lange Zeit mehrists, von Männern, Weibern
In deinen Häufsern eine Weheklage.
In Misverstand muls aber jede Stadt
Vergehen, deren Leichname zur Ruhe
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Die Hund’ und wilden Thiere bringen, oder wenn
Mit Fittigen ein Vogel mit unheiligem
Geruche zum gesezten Heerd der Stadt kommt.
So stehts mit dir. Verdrossen bist du freilich;
Als wie ein Schüze sandt’ ich aus dem Muthe
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Des Herzens Pfeile vest. Und ihrer Wärme
Entgehst du nicht! O Kind! Du aber führ’ uns
Hinweg ins Haus, dass dieser seinen Muth
Auslasse gegen Jüngere. Und lernen
Mag er, die Zunge stiller zu gewöhnen,
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Und besser sein Gemüth gesinnt, denn’s jezt ist.
(Tiresias geht ab.)
Dritter Scene
DER CHOR. KREON.