TEIRESIAS.
Erkennen wirst du's aus den Zeichen meiner Kunst.
Denn als ich dort auf altem Vogelschauerthron
safs, wo mir jeder Vogel in den Schaubezirk
des Sehers zuflog, hör' ich unbekannten Laut
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von Vögeln, kreischend in verworrner böser Wuth;
und wie sie mordend sich zerfleischten mit den Klau'n,
erkannt' ich: denn der Flügel Schlag war klar genug.
Gleich voll Besorgnifs prüft' ich nun der Opfer Brand
auf allentflammten Heerden; doch nicht leuchtete
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Hephaestos aus dem Opfer; auf der Asche schmolz
der Schenkelbeine feuchter Saft hinschwelend weg,
und qualmt' und spritzte; in die Lüft' empor zerstob
die Galle sprühend; von des Fettes Hüll' entblöfst,
des abgeflofsnen, lagen frei die Schenkel da.
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Von diesem Knaben lernt' ich, daſs im Schlimmen mir
also die Deutung arger Zeichen unterging.
Denn mir ist dieser Führer, aber andern ich.
Und deines Sinnes wegen kranket so die Stadt.
Denn jeder Altar ist uns, jeder Opferheerd
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vom Frafs der Vögel und der Hunde ganz erfüllt
mit Oedipus' unselig hingestrecktem Sohn.
So nehmen denn nicht Opferflehen mehr von uns
die Götter, nicht der Schenkelbeine Flammen an,
noch rauscht des Vogels Stimme frohe Zeichen zu,
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weil er gekostet von des Todten fettem Blut.
Dies also, Kind, bedenke! denn zu fehlen ist
wohl freilich aller Menschen allgemeines Loos;
doch wer gefehlt hat, dieser ist nicht mehr ein Mann
des Mifsgeschicks, noch thöricht, wenn in Übel er
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gestürzt, sie heilet und nicht unbeweglich bleibt.
Halsstarrigkeit bezeiht sich oft des Unverstands.
Weich denn dem Todten, nach dem Hingeschiedenen
stich nicht: den Todten wieder tödten, welch ein Muth!
Gutmeinend sag' ich Gutes dir: man lernt ja doch
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ein gutes Wort am liebsten, wenn es Nutzen bringt.