Trachiniae. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.
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οὐ γὰρ δικαιοῖς τοῦ φυτεύσαντος
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Current edition Experimental
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German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review) (OCR draft) Experimental (German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review)) — 1230 focus
Weh mir!
Weh mir!
Hyllos.
Den Kranken reizen, dünkt mir schlimm; doch bei Vernunft
1
Zu thun nach seinem Willen, wer ertrüge das?
1210
Den Kranken reizen, dünkt mir schlimm; doch bei Vernunft
1
Zu thun nach seinem Willen, wer ertrüge das?
1210
Herakles.
Nichts, was ich sage, willst du thun, erklärst du mir?
Nichts, was ich sage, willst du thun, erklärst du mir?
Hyllos.
Wer möchte sie, die meiner Mutter Tod allein,
Die ganz allein verschuldet, daß dich solches traf,
Wer solch ein Weib sich wählen, wenn kein böser Geist
Ihn quält? Vater, besser ist auch mir der Tod,
1215
Als daß ich lebe, zugesellt dem schlimmsten Feind.
Wer möchte sie, die meiner Mutter Tod allein,
Die ganz allein verschuldet, daß dich solches traf,
Wer solch ein Weib sich wählen, wenn kein böser Geist
Ihn quält? Vater, besser ist auch mir der Tod,
1215
Als daß ich lebe, zugesellt dem schlimmsten Feind.
Herakles.
Der Knabe will mir, scheint es, auch im Tode nicht
Mein Recht gewähren. Aber, traun, der Götter Fluch
Wird deiner warten, trozest du des Vaters Wort.
Der Knabe will mir, scheint es, auch im Tode nicht
Mein Recht gewähren. Aber, traun, der Götter Fluch
Wird deiner warten, trozest du des Vaters Wort.
Hyllos.
Bald zeigst du, scheint es, (wehe mir!) wie krank du bist.
1220
Bald zeigst du, scheint es, (wehe mir!) wie krank du bist.
1220
Herakles.
Du weckst ja selbst mein Leiden, das entschlummert_war.
Du weckst ja selbst mein Leiden, das entschlummert_war.
Hyllos.
Weh! Zweifel, vielfach, treiben mich rathlos umher!
Weh! Zweifel, vielfach, treiben mich rathlos umher!
Herakles.
Weil, auf den Vater hören, dir unwürdig scheint.
Weil, auf den Vater hören, dir unwürdig scheint.
Hyllos.
So soll ich üben, Vater, was ein Frevel ist?
So soll ich üben, Vater, was ein Frevel ist?
Herakles.
Kein Frevel ist es, wenn du mir das Herz erfreust.
1225
Kein Frevel ist es, wenn du mir das Herz erfreust.
1225
Hylos.
Du heißest alles Ernstes denn mich also thun?
Du heißest alles Ernstes denn mich also thun?
Herakles.
Gewiß! Zu Zeugen rus' ich deß die Götter an.
Gewiß! Zu Zeugen rus' ich deß die Götter an.
Hyllos.
Wohlan, so thu' ich's, weigr' es nicht: als deines mag
Dies Werk den Göttern gelten! Denn ich werde nie
Als schlecht erscheinen, Vater, folgt' ich deinem Wort.
1230
Wohlan, so thu' ich's, weigr' es nicht: als deines mag
Dies Werk den Göttern gelten! Denn ich werde nie
Als schlecht erscheinen, Vater, folgt' ich deinem Wort.
1230
Herakles.
Ganz schön geendigt! Füge nun in Eile noch
Die Gunst hinzu, Kind: auf die Scheiter lege mich,
Bevor die Zuckung oder Wuth mich neu befällt!
Wohlan, erhebt euch, zögert nicht! Traun, dieses löst
Allein von meinem Leide mich, des Todes Ziel.
1235
Ganz schön geendigt! Füge nun in Eile noch
Die Gunst hinzu, Kind: auf die Scheiter lege mich,
Bevor die Zuckung oder Wuth mich neu befällt!
Wohlan, erhebt euch, zögert nicht! Traun, dieses löst
Allein von meinem Leide mich, des Todes Ziel.
1235
Hyllos.
Doch nichts verhindert, daß wir thun nach deinem Wunsch,
Da du's gebeutst, o Vater, und uns nöthigest.
Doch nichts verhindert, daß wir thun nach deinem Wunsch,
Da du's gebeutst, o Vater, und uns nöthigest.