Trachiniae. Sophocles. ed. Lewis Campbell. Oxford. 1879.
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ῥοφεῖ ξυνοικοῦν· ἐκ δὲ χλωρὸν αἷμά μου
Current edition Experimental
Greek (Lewis Campbell, 1879) (OCR draft) (Greek) (Greek (Lewis Campbell, 1879))
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Translations (1)
German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review) (OCR draft) Experimental (German (J. J. C. Donner, 1875; OCR review)) — 1044 focus
Mit Schaudern hör' ich, welche Qual, o Freundinnen,
Den König (welchen Helden, ach!) grimmvoll bestürmt.
Mit Schaudern hör' ich, welche Qual, o Freundinnen,
Den König (welchen Helden, ach!) grimmvoll bestürmt.
Herakles.
Ha, vieles Leid und heißes, schon im Worte schwer,
Rang ich mit Arm und Nacken muthig duldend aus!
Und dennoch hat Zeus' Gattin niemals solche Qual
1025
Mir aufgebürdet noch Eurystheus' bittrer Haß,
1
Wie nun des Deneus Tochter, die voll arger List
Um meine Schultern dieses Nez mir schlingend warf,
Das ihr Erinnen woben, mir zu sichrem Tod.
Denn festgeschmiegt an meine Seiten, zehrt es mir
1030
Das lezte Fleisch ab, schlürst die Lungen aus und dringt
In ihre tiefsten Adern ein; schon trank es mir
Das frische Blut weg; ganz dahin, vernichtet schwand
Mein Leib, in diese Fesseln unsichtbar verstrickt.
Kein Kampf im Felde, noch der erdentstiegenen
1035
Giganten Heerzug, noch der Ungeheuer Wuth,
Kein Mann in Hellas, kein Barbar, kein andres Land,
Zu dem ich säubernd wallte, hat mir das gethan.
Ein Weib, ein schwaches Wesen, nicht von Mannesart,
Hat jezt allein mich ohne Schwert hinweggerafft.
1040
Mein Sohn, beweise du dich als mein ächter Sohn,
Und laß der Mutter Namen dir nicht theurer sein!
Mit deinen Händen schleppe sie vom Hause, gib
In meine Hand die Mutter, daß ich sehen mag,
Ob mehr dich jammre mein Geschick, als ihre Schmach,
1045
Ihr Bild zu schauen, das mit Recht geschändet wird.
Auf, wage muthig und erbarm', o Sohn, dich mein,
Der Vielen weckt Erbarmen, der, dem Mädchen gleich,
Ausschluchzt in Thränen. Nimmer kann ein Sterblicher
Behaupten, daß er also je mich thun gesehn :
1050
Nein, ohne Seufzen trug ich stets mein Mißgeschick.
Ein solcher Held einst, steh' ich nun als weibisch da.
Ha, vieles Leid und heißes, schon im Worte schwer,
Rang ich mit Arm und Nacken muthig duldend aus!
Und dennoch hat Zeus' Gattin niemals solche Qual
1025
Mir aufgebürdet noch Eurystheus' bittrer Haß,
1
Wie nun des Deneus Tochter, die voll arger List
Um meine Schultern dieses Nez mir schlingend warf,
Das ihr Erinnen woben, mir zu sichrem Tod.
Denn festgeschmiegt an meine Seiten, zehrt es mir
1030
Das lezte Fleisch ab, schlürst die Lungen aus und dringt
In ihre tiefsten Adern ein; schon trank es mir
Das frische Blut weg; ganz dahin, vernichtet schwand
Mein Leib, in diese Fesseln unsichtbar verstrickt.
Kein Kampf im Felde, noch der erdentstiegenen
1035
Giganten Heerzug, noch der Ungeheuer Wuth,
Kein Mann in Hellas, kein Barbar, kein andres Land,
Zu dem ich säubernd wallte, hat mir das gethan.
Ein Weib, ein schwaches Wesen, nicht von Mannesart,
Hat jezt allein mich ohne Schwert hinweggerafft.
1040
Mein Sohn, beweise du dich als mein ächter Sohn,
Und laß der Mutter Namen dir nicht theurer sein!
Mit deinen Händen schleppe sie vom Hause, gib
In meine Hand die Mutter, daß ich sehen mag,
Ob mehr dich jammre mein Geschick, als ihre Schmach,
1045
Ihr Bild zu schauen, das mit Recht geschändet wird.
Auf, wage muthig und erbarm', o Sohn, dich mein,
Der Vielen weckt Erbarmen, der, dem Mädchen gleich,
Ausschluchzt in Thränen. Nimmer kann ein Sterblicher
Behaupten, daß er also je mich thun gesehn :
1050
Nein, ohne Seufzen trug ich stets mein Mißgeschick.
Ein solcher Held einst, steh' ich nun als weibisch da.