Euripides Electra 1060

ed. Gilbert Murray

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Electra. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1913.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by The Annenberg CPB/Project.

Current edition Perseus

Ἠλέκτρα (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. II. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1921-1962))

Translations (3)
Electra Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. II. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1891. (Modernized by Perseus.)) — 1060 focus
Electra (OCR draft) Experimental (Electra. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1852; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 3, Heidelberg: C. F. Winter, 1852. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 1060 focus
So red' ich; und mit diesem Vorwort heb' ich an:
O meine Mutter, wohnt' in dir ein bess'rer Sinn!
Zwar Helena's und deine Schönheit ward für euch
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Verdienten Lobes Quelle; doch ihr waret zwei
Geschwister, beide thöricht und nicht Kastors werth!
Sie ward entführt und schiffte wohlgemuth davon:
Du gabest Hellas' bestem Mann den Todesstoß,
Vorwendend, für die Tochter müsse dein Gemahl
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Dir bluten. Denn nicht Jeder weiß so gut als ich: 1
Wie du, bevor man deines Kindes Tod beschloß,
Als eben sich von Hause dein Gemahl entfernt,
Die blonden Locken vor dem Spiegel ordnetest.
Doch wenn die Gattin, ist der Mann vom Hause fern,
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Sich puzt und schonmacht, zähle sie den Schlimmen zu.
Denn draußen braucht sie keineswegs ein reizendes
Gesicht zu zeigen, wenn sie nicht auf Böses sinnt.
Von allen Frau'n in Hellas weiß ich dich allein,
Die, wenn es Troja glucklich ging, voll Freude war,
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Und deren Blick sich trübte, wenn es unterlag;
Denn deines Gatten Wiederkehr verwunschtest du.
Und Sittsamkeit zu wahren, war dir doch so leicht.
Nicht schlechter als Aegisthos, traun, war dein Gemahl,
Den Hellas sich zu seinem Feldherrn auserkor;
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Und da die Schwester Helena solch Arges that,
So blühte dir ein hoher Ruhm: denn båse That
Ist edlem Sinn ein Zeichen, dessen Wink' er folgt.
Doch wenn der Vater, wie du sagst, dein Kind erschlug:
Was that denn ich dir Leides, was mein Bruder dir?
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Was hast du nach des Gatten Tod das Vaterhaus
Nicht uns gegeben, sondern einen Buhlen dir
Dafür erhandelt, seine Hand um Lohn erkauft?
Und nicht entfloh statt deines Sohnes dein Gemahl,
Auch starb er nicht statt meiner, der mir lebenden
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Zwiesachen Tod gab, schlimmern als der Schwester Tod.
Soll Mord den Mord vergelten, muß dein Sohn und ich
Vereint, den Vater råchend, dich dem Tode weihn.
Denn war das Eine billig, ist auch dies gerecht.
Ja, wer auf Reichthum oder hohen Stand erpicht,
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Die Bose freit, ist thoricht; denn ein züchtig Weib
Aus niederm Haus ist einer Edeln vorzuziehn.