Denn das baut ja den Sterblichen
470
Für überschwängliches Gluck
Den nie wankenden Grund auf,
Wenn im Glanze der Jugend ein
Geschlecht, frischgrunend und stark,
Aufblüht in den heimischen Hallen,
475
Um der Våter ererbten
Reichthum fortzupflanzen vom Ahn
Auf andre Geschlechter.
Denn das ist Schirm in der Noth
Und Wonn' in den Tagen des Glücks,
480
Ist im Kriege dem Heimatland
Die rettende Schuzwehr.
Mir gilt höher, als Reichthum, als
Königlicher Gemåcher Prunk,
485/ Die sorgfältige Zucht edler Kinder.
485
Doch ein kinderlos Leben hass' ich,
Und tadele, wem es gefällt.
O wår' ich bei måßigem Gut an ein Loos,
Das Kinder begluckten, gekettet!
Schlußgesang.
Ion. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .