Euripides The Suppliant Maidens 980-1110

E. P. Coleridge (Translator)

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The Suppliant Maidens. Euripides. E. P. Coleridge (Translator). London. 1906.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by Tufts University.

Current edition Perseus

The Suppliants (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.)

Editions (1)
Ἱκέτιδες Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. II. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1913. (Reprinted 1921-1962)) — 980-1113 focus
Translations (2)
The Supplicants (OCR draft) Experimental (The Supplicants. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

No corresponding passage available

German (J. J. C. Donner, 1852; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 3, Heidelberg: C. F. Winter, 1852. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 980 focus
Doch ich sehe ja dort, schon betteten sie's
Für Hipponoos' Sohn, sein heiliges Grab, 1
Und vor Theseus' Haus
970
Die Gewand' und den Schmuck für die Todten!
Das gepriesene Weib des Erschlagenen auch,
Den der Donner entseelt, Evadne, sie naht,
Die dem Fürsten in Argos, Iphis, entsproß.
Was steht sie doch hier auf dem luftigen Fels,
975
Der über dem Haus in die Wolken sich hebt,
Und wallte den traurigen Pfad her?
Evadne, Der Chor.
Welches Licht, welchen Glanz
Führte der Sonnengott herauf
Und Selen', in des Aethers Höhn
980
Strahlend, wo Nymphen in fluchtigem Tanz
Ziehn durch nachtliches Dunkel,
Als mein brautliches Glück die Stadt
Argos in stolzen Liedern erhob,
Und des Gemahls, der leuchtet' in Erz,
985
Kapaneus' Ruhm zu den Sternen trug?
Zu dir eilt' ich aus meinem Haus 2
Sturmend heran in bacchischer Wuth,
Suche derselben Scheiter Glut,
Suche dasselbe Grab mir,
990
Mein mühseliges Leben, des Daseins Qual
Drunten zu bergen in Hades' Haus.
Denn der süßeste Tod ist doch,
Sterben dahin mit dem sterbenden Freund,
Wenn ein Gott es also verhångt.
995
Du siehst den Scheiterhausen, dem du nahe stehst,
Denkmal der Macht Kronions; hier ist dein Gemahl, 3
Den seines Blizes Flammen überwältigten.
Ich seh' es, das Ziel hier,
Das ich erreicht nun! Ja, das Glück
1000
Leitete hierher meinen Schritt.
Strebend nach Ruhme, will ich von hier,
Will von dem Felsen herab mich
Stürzen, spring' in die Flamme hinein,
Und in lodernden Gluten
1005
Meinem geliebten Gatten vereint,
Brust an Brust, umarmend, umarmt,
Wall' ich hinab in Persephone's Haus,
Durch mein Weilen im Lichte nicht
Dich verrathend im Erdenschooß.
1010
Lebe wohl, Licht und Liebe!
Leuchteten meinen Kindern in Argos nur
Fröhliche Hochzeitsackeln dereinst,
Daß sie begluckt' ein treuer Gemahl, 4
Den mit truglos lauterer Glut
1015
Edlen Herzens die Gattin umfångt!
Dort sieh, er selbst, dein Vater, lenkt den Schritt heran,
Der greise Iphis, zu dem ungeahnten Leid,
Ein neuer Schmerz ihm, wenn davon ihm Kunde wird.
Iphis. Evadne. Der Chor.
O Frau, welche grause That wagtest du!
Warum vergönnten Götter nicht dem Sterblichen,
1065
Zweimal ein Jungling und ein Greis zweimal zu sein?
Denn wenn sich Etwas übel fügt' in unserm Haus:
Von neuem prüfend wenden wir's zum Bessern um,
Nur nicht das Leben. Wenn wir zweimal Junglinge
Und Greise zweimal wurden, dann verbesserte
1070
Das zweite Leben manchen Fehl des früheren.
So sah ich einst, wie Andre Kinder sich erzielt,
Und wünschte Gleiches und verging in diesem Wunsch.
Bestand ich schon dies Leiden, fühlt' ich, welchen Schmerz 7
Des Vaters Herz empfindet, der ein Kind verlor:
1075
Nie håtte mich getroffen, was mich jezo traf,
Mich, der die Kinder, der den Jüngling hier gezeugt,
Und dem der Söhne bester nun entrissen wird.
Was soll ich denn beginnen, ich Unseliger?
Nach Hause gehen? - Alle Näume find' ich dort
1080
Verlassen; freudlos, ide wird mein Leben sein.
So geh' ich wohl zum Hause dieses Kapaneив?
Mir, ach, so süß einst, als die Tochter lebte noch! 8
Nun ist sie nicht mehr, die des Greises Wange stets
Zum Munde führte, dieses Haupt mit ihrer Hand
1085
Umfing. Ein alter Vater hat nichts Lieberes,
Als eine Tochter; Sinn und Art der Knaben ist
Wohl großer, doch für süßes Kosen nicht gestimmt.
Auf, Diener, führt mich ungesäumt nach Haus zurück,
Und gebt mich hin dem Dunkel, wo mein greiser Leib,
1090
Fern aller Nahrung, ausgezehrt hinschwinden wird!
Was wird mir's helfen, rühr' ich an der Tochter Staub?
Alter, unentfliehbar Leid, wie hass' ich dich,
Wie Jeden, der sein Leben auszudehnen strebt,
Durch Båder, Ruhebetten' und durch Zauberein 9
1095
Der Jahre Lauf ablenkend, um den Tod zu fliehn!
Unnüz der Erden, sollte der in jähem Tod
Hinfahren und den Jungern nicht im Wege sein!
Ach!
(geht ab.)

Notes on the current edition

The Suppliant Maidens

1. None of the proposed emendations of this corrupt passage are convincing. Hermann’s λάμπαι δ’ ὠκύθοοί νιν ἀμφιππεύουσι is here followed. Nauck has λαμπαδ’ ἱν’ ὠκυθόαι νύμφαι ἱππεύουσι.
2. The following verses are corrupt almost beyond hope of emendation, nor is it quite clear what the poet intended. By reading φανεῖεν, as Paley suggests, with τέκνοισιν ἐμοῖς and supplying the hiatus by εἴη δ’, it is possible to extract an intelligible sense, somewhat different, however, from that proposed by Hermann or Hartung, and only offered here for want of a better.
3. Following Paley’s τεκών for the MSS. τέκνων.
4. Reading βρωτοῖσι καὶ βοτοῖσι καῖ μαγεύμασι, as restored from Plutarch’s quotation of the passage.