Euripides Hippolytus 1283-1465

Edward P. Coleridge (Translator)

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Hippolytus. Euripides. Edward P. Coleridge (Translator). London. 1906.

Sponsored by Perseus Project, Tufts University.

Funding provided by Tufts University.

Current edition Perseus

Hippolytus (English) (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.)

Editions (1)
Ἱππόλυτος Perseus (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.) — 1283-1466 focus
Translations (2)
Hippolytus (OCR draft) Experimental (Hippolytus. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 1283 focus
Des gefeierten Vaters, des Aegeus, Sohn!
Du höre mein Wort!
Ich Artemis rufe dir, Leto's Kind.
1265
Wie mag dich, o Theseus, dieses erfreun?
Unheilig erschlugst du den eigenen Sohn,
Von dem Lügengeschwäz des Gemahles bethrt;
Doch sichtbar erwuchs dir Schmach hieraus.
Was birgst du dich nicht in der Erd' Abgrund
1270
Mit errothendem Blick?
Was hebst du dich nicht in des Vogels Gestalt
In die Lust, und entruckst dem Verderben den Fuß?
Denn dir ist unter Gerechten hinfort
Kein Theil an dem Leben beschieden.
1275
.i
Vernimm, o Theseus, wie's geschah mit deinem Leid:
Wohl mag es nicht mehr frommen; doch dich quil' ich ſo.
Ich bin gekommen, deines Sohns gerechten Sinn
Dir darzulegen, daß er sterb' in hohem Ruhm,
Und deines Weibes Raserei (benenne du's
1280
Hochsinn) zu zeigen: sie, erreicht von Kypris Pfeil,
Der größten Feindinn Aller, die Jungfräulichkeit 1
Als ihre Lust erkoren, liebte deinen Sohn.
Bemüht, die Liebe durch Vernunft zu bändigen,
Verdarb sie, nicht freiwillig, durch der Amme Trug,
1285
Die deinem Sohn ihr Leiden nach geschwornem Eid
Enthullte. Dieser, wie's gerecht war, folgte nicht
*. Den Worten, und auch wieder, als du schmähtest ihn,
Ward er, ein Frommer, seinem Schwur nicht ungetreu.
Doch sie, befürchtend, angeklagt zu werden, schrieb
1290
Die lügenhaften Zeilen dir, schuf deinem Sohn
Durch Trug Verderben; dennoch hat sie dich berückt.
Weh mir!
Mein Wort, o Theseus, quilt dich; aber harre still,
Vernimm das Weitere, daß du mehr noch seufzen magst.
Du weißt es, drei Versprechen gab dein Vater dir:
1295
Von diesen nahmst, du eines weg, Verruchtester,
Statt einen Feind zu treffen, trafst du deinen Sohn.'
Der Meeresgott, dein Vater, gab wohlmeinend dir,
So viel er mußte, weil er dir es angelobt;
Doch du bezeigtest dich an mir und jenem schlecht,
1300
Da du Beweise weder, noch der Seher Spruch
Erwartet, auch nicht prüftest, oder längre Zeit
Erwogest, sondern rascherals es ziemte dir,
Den Sohn dem Fluche weihtest, und ihn mordetest.
Hier naht ja der Unglückselige schon,
An der blüh'nden Gestalt
Und dem bräunlichen Haupt scheuselig entstellt.
Weh, Jammer und Noth! Welch doppeltes Leid
1325
Hat über dem Haus,
Von den Göttern gesandt, sich entladen!
Ach, ach!
Ach, ach!
d
Und nun faßt wieder der Schmerz mich, der Schmerz.
last mich Elenden,.
1350
Und komme mir, Tod, mein rettender Arzt!
Ja, tödtet mich Unglückseligen auch!
Ich verlange nach zwiefachschneidendem Speer,
Zu durchbohren die Brust,
Und das Leben in Schlaf zu versenken im Tod.
1355
trauriger Fluch, den der Vater gethan,
Und blutbefleckter Ahnen Fluch!
Der uralten Stammvåter Schuld
Bögert nicht mehr, über die Schranken bricht sie,
Und stürmt auf mich, warum auf mich, der keines Frevels schuldig ward?
1360
Weh, was sag' ich? Wie
Soll ich doch mein Leben erldsen
J٠٠
Von diesem grausam bittern Schmerz?
Daß mich in Ruh' einwiegte, mich Unseligen,
Die nachtlich schwarze Macht des Schattenherrschers!
1365
In welches Ungluck, Armer, wurdest du verstrickt!
Vernichtet hat dich deines Herzens edler Sinn.
Ha!
Du nimm in deinen Armen auf den Sohn, o Kind
Des alten Aegeus, und umfange liebend ihn;
Du gabst ihm unbewußt den Tod, und sündigen
1410
Muß, wenn's die Gottheit also fügt, der Sterbliche.
Und dich ermahn' ich, hasse deinen Vater nicht;
Du weißt die Schickung, die dich sturzt, Hippolytos:
Und lebe wohl mir; keinen Todten darf ich seh'n,
Durch Todesrocheln nicht das Aug' entheiligen,
1415
Und diesem Uebel nahe schon gewahr' ich dich.
Auf die Bürger herein brach, keinem geahnt,
Das gemeinsame Leid.
1440
Nun stromen so heiß viel Thränen des Grams;
Denn schmerzlicher tont weithin das Gerücht,
Das treffliche Menschen betrauert.

Notes on the current edition

Hippolytus

1. Nauck’s comment on these closing lines of H.’s speech is, restitui vix poterunt. Any translation of them can only be tentative.
2. Such as Tantalus and Pelops, Atreus and Thyestes.
3. Nauck encloses this line in brackets.
4. Adonis.
5. Cobet rejects this line.
6. Surely this line is a gloss! The sentiment is singularly out of place in the mouth of an ardent votary, whom the goddess has just comforted.
7. Lines 1453-1455 are rearranged according to the Greek.