Euripides Medea 1081

ed. Gilbert Murray

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Medea. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1902.

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Current edition Perseus

Μήδεια (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.)

Translations (3)
Medea Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.) — 1081 focus
Medea (OCR draft) Experimental (Medea. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 1081 focus
In die Tiefen der Weisheit hab' ich mich oft
Schon sinnend vertieft, und kecker gekämpft,
zu durchforschen die Wahrheit, als es geziemt
1055
Dem Geschlechte der Fraun: denn Sinn und Geist
Ward uns auch verliehn, und die Muse besucht,
Lehrt Weisheit uns, - nicht jegliche zwar;
Denn wenige der Art fåndest du wohl
In der Menge heraus:
1060
Wir lieben die Künste der Musen.
So sag' ich es denn: ein Sterblicher, der
Unkundig der Eh' hinlebt und nie
Nachkommen erzeugt, ist glucklicher, als,
Der Kinder erzielt.
1065
Wer keine gezeugt, lebt, sicher und frei
Von mancherlei Mühn, sein Leben dahin;
Er erfuhr niemals, ob, Vater zu sein,
Uns Freud', ob Kummer bereite.
Wem aber im Haus ein holdes Geschlecht
1070
Von Kindern erbluht, den seh' ich verzehrt
Von Bekümmerniß all sein Leben hindurch.
Erst muß er sorgen, sie gut zu erziehn,
Und woher er schaffe des Lebens Bedarf;
Dann weiß er niemals, ob er sich auch
1075
Für wackere, nicht
Für entartete Kinder geängstigt.
Doch Eins noch nenn' ich von Allem zulezt,
Für die Sterblichen all' ein hartes Geschick.
Zu genügendem Wohlstand kam er empor,
1080
Untadelich blühn, vollkräftig erstarkt,
Ihm die Söhne heran: zeigt nun sich ein Gott
Feindselig, wie hier, dann raffet der Tod
In des Hades Nacht ihm die Kinder hinab.
Was frommt's nun, daß zu dem übrigen Leid
1085
Auch dies noch, diesen entsezlichsten Schmerz
Um der Kinder Verlust,
Uns Sterblichen fügen die Götter?