Doch dieser Rede werde hier ein Ziel gesezt.
Ach aber, welche That ich dann vollbringen muß,
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Schaudr' ich zu sagen: meine Kinder werd' ich selbst
Ermorden; Niemand rettet sie von Todesnoth.
Und wann ich Jasons ganzes Haus verwüstete,
Entrinn' ich aus Korinthos, fliehe vor dem Blut
Der theuren Kinder, wenn ich that das Gråßlichste.
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Denn nicht erträglich ist der Hohn der Feinde mir.
Was frommt das Leben? Fahr' es hin! Kein Vaterland,
Kein Haus mir offen, keine Rettung aus der Noth!
Ich fehlte damals, als ich meiner Ahnen Haus
Verlassen, überredet durch des Mannes Wort
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Aus Hellas, der mit Götterhüls uns büßen wird.
Denn lebend schaut er nie hinfort die Söhne, die
Ich ihm geboren, auch die Neuvermählte soll
Ihm keine Kinder schenken, da die Schlimme schlimm,
So will's das Schicksal, sterben muß von meinem Gift.
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wähne Niemand, daß ich schwach und seige sei
Und ruheliebend; immer war ich andrer Art,
Furchtbar den Feinden und den Freunden wohlgesinnt;
Denn solcher Menschen Leben krönt der höchste Ruhm.
Chor.
Nachdem du deine Plane mir geoffenbart,
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So wunsch' ich dir zu nüzen, und der Sterblichen
Gesez verehrend, mahn' ich ab von dieser That.
Medeia.
Nicht anders ist es: aber dir vergeb' ich, daß
Du so gesprochen; denn du leidest nicht, wie ich.
Chor.
Du willst es wagen, dein Geschlecht zu morden, Weib?
800
Medeia.
So krank' ich meinen Gatten auf das bitterste.
Chor.
Doch wirst du selbst der Frauen ungluckseligste.
Medeia.
Es sei! Zu viel ist Alles, was ihr weiter sprecht.
(Zur Amme.)
Wohlauf, und gehe, rufe mir den Jason her;
Denn dich gebrauch' ich überall, wo's Treue gilt.
805
Doch Nichts verrathe, was von mir beschlossen ward,
Wenn du ein Weib bist und der Herrinn zugethan.
Strophe 1.
Chor.
Medea. Euripides. Johann Jakob Christian Donner (Translator). . .