Euripides Alcestis 568-605

ed. Gilbert Murray

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Alcestis. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1902.

Funding provided by Tufts University.

Current edition Perseus

Ἄλκηστις (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.)

Translations (3)
Alcestis Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.) — 569-605 focus
Alcestis (OCR draft) Experimental (Alcestis. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 568 focus
du stets freisinniges, gastliches Haus, o Palast des Königs!
Auch Phobos, der pythische Lautenkünstler, hielt dich
Werth, in dir zu wohnen,
Verschmåht' es nicht, ein weidender Hirt,
560
Durch verschlungne Thåler
Deine Heerden zu führen einst,
Aus ländlichem Rohre vorspielend
Brautgesånge der Hirten.
Gegenstrophe 1.
Und es weideten mit, von den Tonen entzückt, die gefleckten
565
Lüchse;
Die Schluchten des Othrys verlassend, kam der Löwen
Feuergelbe Horde;
Um deine Cither tanzten dahin
Bunte Rehe, Phobos,
Von hochragender Tannen Wald
570
Mit fluchtigem Fuß dahereilend,
Froh der heiteren Lieder.
Strophe 2.
Drum wohnt er, von Heerden umschwärmt,
Bei dem schonhinwallenden bibischen See,
Hier im reichen Hause; die Marken der Au'n
575
Und der Gefilde, vom Pflug
Durchschnitten, erstreckt er zum Land Molossis,
Wo Helios Abends die Rosse abschirrt;
Er gebeut, wo am hafenlosen Negåer=
Meeresstrand Pelion emporragt.
580
Gegenstrophe 2.
Er dffnet die Pforten auch jezt;
Seinen Gastfreund grußt er mit thrånendem Blick,
Um die Gattinn weint er, die liebende, die
Jungst im Palaste verschied:
Ein erhabener Sinn hegt fromme Sitte,
585
Und die Fülle der Weisheit wohnt dem Edeln
In der Brust. Diese Hoffnung nåhr' ich im Busen:
Wohlergehn wird es noch dem Frommen.