Euripides Alcestis 435-475

ed. Gilbert Murray

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Alcestis. Euripides. ed. Gilbert Murray. Oxford. 1902.

Funding provided by Tufts University.

Current edition Perseus

Ἄλκηστις (Greek) (Euripides. Euripidis Fabulae, Vol. I. Murray, Gilbert, editor. Oxford: Clarendon Press, 1902.)

Translations (3)
Alcestis Perseus (Euripides. The Plays of Euripides, Vol. I. Coleridge, Edward P., translator. London: George Bell and Sons, 1906.) — 435-475 focus
Alcestis (OCR draft) Experimental (Alcestis. Robert Potter's English verse translation, first published in 1781–1783; text from the 1808 Oxford printing.)

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German (J. J. C. Donner, 1841; OCR review) (OCR draft) Experimental (Euripides. Deutsch in den Versmaßen der Urschrift. Volume 1, Heidelberg: C. F. Winter, 1841. Harvard OCR compared with an independent BSB copy. Native Donner verse citations, Murray reference cards, explicitly located notes and page facsimiles. Unresolved OCR, verse divisions, unlocated notes and printed errata are documented in the source review.) — 435 focus
Tochter von Pelias' Stamm,
Froh wohne mir nun in des Schattenreiches
Heimland, in dem sonnenlosen Hause!
Doch Aides wiss' es, der Gott mit dem dunkelen Haar, und der Alte,
Welcher am Steuer gebeut, jener Seelenschiffer,
430
Er habe die beste Frau, die beste,
Wohl über den Acheron geleitet
Mit dem Doppelruder.
Gegenstrophe 1.
Sånger verherrlichen dich
Nun auf der Gitarre mit sieben Saiten,
435
Die tont im Gebirg, nun ohne Lyra
Zu Sparta, so oft der karnesische Mond mit den kreisenden
Horen
Wiedergekehrt, und im Vollglanze strahlt Selene,
Und im glücklichen, frohen Land Athene's.
Solch heilige Lieder hinterließest
440
Du den Sängern sterbend.
Strophe 2.
Stånd' es in meiner Macht, und
Könnt' ich wieder zurück dich
An das Licht von des Hades Hause
Führen, heim vom Kokytos,
445
Rudernd über den Strom der Todten!
Denn du nur, o du, der Frauen liebste,
Du hattest den Muth, den theuren Gemahl mit deinem
Leben
Von dem Tode zu lösen: o mige der Staub
Leicht die Gebeine dir decken, Frau!
450
Wenn er ein neues Gemahl sich erwählete;
Wahrlich, ich müßt ihn hassen,
Verhaft würd' er deinen Kindern.
Gegenstrophe 2.
Nicht der ergraute Vater,
Nicht die Mutter entschloß sich,
455
Für den Sohn in den Tod zu gehen,
Ihn zu retten, ihn, den sie zeugten,
Die Unseligen mit den Silberlocken:
Du opfertest dich für deinen Gemahl in blüh'nder Jugend.
würd' auch mir ein so zärtliches Weib,
460
Die sich in Liebe zu mir gesellt!
(Seltenes Glück in dem Leben der Sterblichen!)
Wahrlich, das Leben sollt' ihr
Mit mir ohne Harm verfließen.