Daß sie solche Absichten verfolgten, hatte Theramenes schon
seit längerer Zeit zu verbreiten gewußt, und als nun die Gesandten
aus Lakedämon zurückkehrten, ohne etwas ausgerichtet zu haben, was
für Alle annehmbar gewesen wäre, so behauptete er, diese Befestigung
könne sogar den Untergang der Stadt herbeiführen. Um eben
dieselbe Zeit nämlich lagen zweiundvierzig Schiffe, welche sich die
Euböer vom PeloponneS erbeten hatten, und unter denen auch Italische
aus Tarent und Lokri und einige Sicilianische waren, bereits bei Las
in Lakonien vor Anker und rüsteten sich zur Fahrt nach Euböa. ES
befehligte dieselben der Spartiate AgesandridraS, deS Agesandros
Sohn. Theramenes behauptete nun, diese Schiffe sollten nicht sowohl
denen auf Euböa, als vielmehr denen, welche die Eetioneia befestigten,
zu Hülfe kommen, und eS sei die höchste Zeit, daß man sich vorsehe,
sonst werde man sich plötzlich vom Verderben überrascht sehen. Und
in der That war auch von Seiten derer, welche diese Beschuldigung
traf, etwas der Art im Werk, und die Anklage war nicht blos leeres
Gerede. Denn freilich hätten sie von vorn herein am liebsten als
Oligarchen auch über die Bundesgenossen geherrscht, und wenn schon
das nicht, doch wenigstens im Besitz der Flotte und der Festungen
nach eigenem Belieben regiert; war aber auch das nicht mehr
möglich, so hätten sie, um nur nicht vor Andern die ersten Opfer der
wiederhergestellten Demokratie zu werden, selbst auch die Feinde
herbeigeführt und auch mit Preisgebung der Festungen und Flotte sich
mit ihnen verglichen, um nur — auf welche Weise eS auch immer
sei — die Stadt in ihrer Macht zu behalten, wenn sie nur für ihre
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eigene Person sicher blieben.