Unterdessen zogen Brasidas und PerdikkaS vereint zum
zweiten Mal nach Lynkos gegen den Arrhibäos. Der Eine führte
die Macht der Makedonier in's Feld, über die er herrschte, nebst
Schwerbewaffneten auS den dort wohnenden Hellenen: jener aber
außer den ihm übrig gebliebenen Peloponnesiern noch Chalkidier und
Akanthier und aus den übrigen Städten nach Verhältniß ihrer
Macht. Im Ganzen betrugen die schwerbewaffneten Truppen der
Hellenen ungefähr dreitausend; Reiter seitens der Makedonier und
Chalkidier zogen im Ganzen nahe an tausend Mann mit, und
außerdem ein zahlreicher Haufe Barbaren. Im Gebiet des Arrhibäos
eingedrungen fanden sie die Lynkester bereits zu ihrem Empfange
bereit im Feld stehen und schlugen selbst ihnen gegenüber ein Lager.
Von beiden Seiten hatten die Fußvölker Hügel besetzt, zwischen denen
eine Ebene lag. In diese ritt zuerst die Reiterei beider Theile hinab
und lieferte sich ein Reitertressen, und als dann zuerst die Lynkestischen
Schwerbewaffneten ihrer Reiterei nach vom Hügel herab eilten und sich
zum Gefecht bereit zeigten, führten auch Brasidas und Perdikkas ihnen
ihre Leute entgegen, stießen mit ihnen zusammen nnd trieben die Lyn-,
kester in die Flucht, von denen sie viele niederhieben; die Uebrigen
flüchteten auf die Anhöhen und verhielten sich dort ruhig. Danach
errichteten jene ein Siegeszeichen und blieben zwei oder drei Tage-
ruhig liegen, wartend auf die Jllyrier, welche, vom Perdikkas um
Sold gedungen, noch kommen sollten; daraus wollte Perdikkas gegen
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die Dörfer des Arrhibäos ziehen und nicht mehr unthätig sitzen
bleiben; Brasidas aber, der um Mende besorgt war, daß es, wenn die
Athener zur See dort früher erschienen, unterliegen möchte, bezeigte
dazu keine Lust, zumal auch die Illyrier nicht kamen, und wollte
lieber zurückziehen.