Im folgenden Sommer gingen die Dur am Athos von
den Athenern zu den Chalkidiern über; und die Lakcdämonier
änderten in Achai'a die Verhältnisse, welche ihnen früher nicht nach
Wunsche gewesen waren. Die Volkspartei der Argiver, die
allmälig sich wieder zu regen begonnen und Muth geschöpft hatte, machte
einen Angriff auf die Oligarchen, wozu sie die Zeit abgewartet Hatte,
wo die Lakedämonier die Gymnopädien feierten. Es kam
darüber in der Stadt selbst'zu einem Gefecht, worin die Volkspartei
siegte und ihre Gegner theils tödtete, theils auStrieb. Die
Lakedämonier nun, während ihre Freunde um Hülfe sendeten, kamen zwar
längere Zeit nicht, doch schoben sie endlich das Fest auf und rückten
aus. Als sie aber in Tegea erfuhren, daß die Oligarchen unterlegen
seien, wollten sie trotz der Bitten der Flüchtlinge nicht weiter
vorrücken, sondern zogen wieder nach Hause ab und feierten die
Gymnopädien. Danach, als sowohl aus der Stadt selbst wie auch von den
ausgetriebenen Argivern Gesandte kamen, so gaben sie zwar, nachdem
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in Gegenwart der Bundesgenossen von beiden Seiten Viel hin- und
hergeredet worden war, die Entscheidung, daß die in der Stadt im
Anrecht seien, und es wurde auch der Feldzug gegen Argos beschlos-'
sen; allein es traten Hemmnisse und Verzögerungen ein. Das Volk
der Argiver unterdessen, welches aus Furcht vor den Lakedämoniern
.sich wieder die Bundesgenossenschaft der Athener sicherte, von der es
die größten Vortheile erwartete, baute lange Mauern bis zum Meere
hin, damit, im Fall ihnen das Land abgesperrt würde, die Zufuhr
der Lebensmittel zur See mit Hülse der Athener Erleichterung
gewähre. Dieser Mauerbau geschah mit Gutheißen einiger andern
peloponnesischen Städte, und die Argiver selbst arbeiteten daran mit
ihrer ganzen Bevölkerung, Männern, Weibern und Sklaven, und
auch aus Athen waren.ihnen Zimmerleute und Steinmetzen zugeschickt
worden. So ging dieser Sommer zu Ende.