Die Korinther nun in Gegenwart derjenigen Bundesgenossen,
welche gleichfalls den Vertrag nicht angenommen hatten — sie hatten
dieselben nämlich schon vorher selbst eingeladen — widersprachen den
Lakedäinoniern. Doch sagten sie ihnen nicht gerade in's Gesicht,
worin sie wirklich übervortheilt worden waren, nämlich daß sie von
den Athenern weder Sellion noch Anaktorion zurück erhalten hätten,
oder wodurch sie sonst benachtheiligt zu sein glaubten, sondern sie
nahnien sich zur Ausrede, daß sie die Bundesgenossen in den
Thrakischen Gränzlanden nicht verrathen wollten. Denn sie hätten
denselben damals besondere Eide geshcworen, als sie mit den Potidäern
ihren Abfall in's Werk setzten, und später noch andere. Sie
verletzten also, sagten sie, damit die Eide gegen ihre Bundesgenossen nicht,
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daß sie dem Vertrag mit den Athenern nicht beitreten wollten; denn
nachdem sie ihnen bei den Göttern Trene zugeschworen, so wäre das
ein schlechtes Eidhalten, wenn sie dieselben jetzt preisgeben wollten.
Es sei ja vereinbart worden: „wenn nicht von den Göttern oder
Heroen ein Verbot ausgehe", und das scheine ihnen eben ein
göttliches Verbot zu sein. So viel sagten sie in Betreff der früheren
Eidschwüre; über das Bündniß mit den Argivern, erklärten sie,
würden sie mit ihren Freunden Rathes pflegen und thun, was Recht sei.
Damit kehrten dann die Lakedämonischen Gesandten nach Hause
zurück. Es waren aber auch Abgeordnete der Argiver zu Korin^
anwesend, welche die Korinther aufforderten in ihren Bund einzutreten
und nicht zu zaudern, worauf diese sie aufforderten sich zu der auf
später bei ihnen anberaumten Versammlung einzufinden.