Hingegen befahlen aber auch die Athener den
Lakedämoniern, den Gräuel von TänaroS zu tilgen. Denn vor Zeiten hatten
die Lakedämonier einmal schutzflehende Heloten aus dem Poseidon-
tempel zu TänaroS weggelockt und dann getödtet, was sie selbst auch
für die Ursache des großen Erdbebens hielten, welches über Sparta
kam Außerdem befahlen sie ihnen auch, den Frevel gegen die
^Athene^ ChalkioikoS zn sühnen. Mit diesem verhielt es sich
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also: Nachdem der Lakedämonier Pausanias von den Spartanern
zum ersten Mal vom Oberbefehl im Hellespont abberufen und vor
Gericht der Schuld ledig gesprochen wär, so wurde er zwar nicht
mehr im Staatsauftrag ausgesandt, er nahm aber auf eigene Kosten
einen Hermioneischen Dreiruderer und segelte ohne Geheiß der
Lakedämonier nach dem Chersonnes, wie er vorgab, um die Hellenen zu
unterstützen, in der That aber, um die Vortheile des PerserkönigS
wahrzunehmen, wie er auch schon das erste Mal gethan hatte; denn
er strebte nach der Herrschaft über die Hellenen. Er hatte aber seine
Beziehungen zum König dadurch angeknüpft, daß er sich ihm zuerst
auf folgende Weise gefällig erwies. Als er nach dem Abzug von
KyproS bei seiner früheren Anwesenheit Byzanz erobert hatte, welches
die Perser und unter diesen auch einige Verwandte des Königs besetzt
hielten, so schickte er diese letzteren, welche mitgefangen worden waren,
ohne Vorwissen der übrigen Bundesgenossen an den König, indem
er vorgab, sie seien entsprungen. Dies hatte er mit Hilfe des Eretriers
Gongylos ausgeführt, dem Byzanz und'die Kriegsgefangenen von ihm
anvertraut worden waren. Denselben Gongylos sandte er denn auch
mit einem Briefe an den König, der, wie sich später fand, also lautete:
»Pausanias, der Feldherr Sparta's, schickt dir diese seine
Kriegsgefangenen zu, um sich dir gefällig zu erzeigen; und meine Absicht ist, wenn
auch du darein willigst, deine Tochter zu heirathen und Sparta und
das übrige Hellas unter deine Botmäßigkeit zu bringen. Das glaube
ich im Einvernehmen mit dir wohl durchführen zu können. Wenn du
nun hierin etwas Annehmbares siehst, so schicke einen treuen Mann
zur Meereskütse/durch den wir uns weiter bereden mögen."