Als Brasidas nach dem Rückzug aus Makedonien nach
Torone kam, traf er die Athener bereits im Besitze von Mende, und
da er sich nun nicht mehr für stark genug hielt nach Pallene
überzusetzen und Hülfe zu gewähren, so blieb er in Torone ruhig liegen um
diese Stadt zu decken. Um dieselbe Zeit nämlich mit den Ereignissen
in LynkoS waren die Athener, wie sie sich ja auch hiezu gerüstet hatten,
gegen Mende und Skione mit fünfzig Schiffen ausgesegelt, wovon
zehn den Chiern gehörten. AuS ihrer Bürgerschaft führten sie mit
sich tausend Schwerbewaffnete, dazu sechshundert Bogenschützen,
tausend geworbene Thraker und leichte Schildträger auS den dortigen
Bundesgenossen. Feldherrn waren Nikias, Sohn deS Nikeratos, und
' Nikostratos, des DiitrepheS Sohn. Von Potidäa mit den Schiffen
in See g'hend landeten sie beim Heiligthum des Poseidon und
marschirten gegen die Mendäer. Diese aber mit den dreihundert zu ihrer
Hülfe anwesenden Skionäern und den Pelovonnesischen Hulsstruppen
— im Ganzen siebenhundert Schwerbewaffnete — hatten sich
außerhalb der Stadt unter ihrem Anführer Polydamidas auf einem Hügel
festgesetzt, der eine starke Stellung gewährte. Ihnen suchte Nikias
mit hünderlundzwanzig Leichtbewaffneten aus Methone nebst sechzig
ausgewählten athenischen Geharnischten und sämmtlichen Bogenschützen
auf einem Bergpfad beizukommen, wurde aber verwundet und konnte
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sie nicht bewältigen. Nikostratos erstieg mit dem gesammten übrigen
Heere aus einem anderen Zugang und weiteren Umwege den äußerst
schwer zugänglichen Hügel, wurde jedoch auch ganz in Unordnung
gebracht; und wenig fehlte, so bätte das ganze.Heer der-Athener eine
Niederlage erlitten. Für diesen Tag nun, da die Mendäer und ihre
Bundesgenossen nickt wichen, zogen sich die Athener zurück und
schlugen ein Lager, und die Mendäer gingen in der folgenden Nacht
wieder nach ihrer Stadt.