wählten sie neben den bisherigen Feldherren auch ihn dazu
und unterstellten das Ganze seiner Leitung, würden auch alle
in dem Augenblick die Hoffnung auf einen glücklichen Ausgang
der Sache und Rache an den Vierhundert für kein Geld ver
tauscht haben. Infolge seiner Rede hatten sie die größte Lust,
ohne sich um die Feinde in der Nähe weiter zu bekümmern,
mit der Flotte gleich nach dem Peiraieus zu fahren. Er aber
ließ es dazu nicht kommen, obwohl von vielen Seiten darauf
gedrungen wurde, sondern erklärte, nachdem man ihn auch zum
Feldherrn gewählt, müsse er erst zu Tissaphernes fahren, um
das Weitere über die Kriegführung mit ihm zu verabreden.
Auch reiste er gleich nach der Versammlung ab, als ob sie
beide schon völlig Hand in Hand gingen, aber auch um sich
bei ihm ein größeres Ansehen zu geben und ihm zu Gemüte
zu führen, daß er nunmehr zum Feldherrn gewählt und in der
Lage sei, ihm sowohl zu nützen wie zu schaden. So wußte
Alkibiades Tissaphernes gegen die Athener und diese gegen
Tissaphernes auszuspielen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.