als Alexippidas in Lakedämon Ephor war, wurde in der Maian
drosebene zwischen den Lakedämoniern und ihren Bundesgenossen
einerseits und Tissaphernes, Hieramenes und den Söhnen des
Pharnakes anderseits in Sachen des Königs und der Lake
dämonier und ihrer Bundesgenossen folgender Vertrag geschlossen.
Alle Länder, welche der König in Asien besitzt, bleiben dem
Könige, und der König kann mit diesen seinen Besitzungen
schalten, wie es ihm beliebt. Die Lakedämonier und ihre
Bundesgenossen sollen gegen die Besitzungen des Königs keiner
lei Feindseligkeiten verüben, auch von seiten deS Königs
keinerlei Feindseligkeiten gegen die Besitzungen der Lakedämonier
oder ihrer Bundesgenossen verübt werden. Würde jemand aus
dem Gebiete der Lakedämonier oder eines ihrer Bundesgenossen
einen feindlichen Angriff auf das Gebiet des Königs machen,
so sollen die Lakedämonier und ihre Bundesgenossen das zu
verhindern suchen, und wenn jemand aus dem Gebiete des
Königs einen feindlichen Angriff auf die Lakedämonier oder
ihre Bundesgenossen machen würde, so soll der König das zu
verhindern suchen. Bis zur Ankunft der Flotte des Königs
übernimmt Tissaphernes die vertragsmäßige Zahlung des Soldes
für die gegenwärtig vorhandenen Schiffe. Nach der Ankunft
der Flotte des Königs steht es den Lakedämoniern und ihren
Bundesgenossen frei, ob sie ihre Schiffe in eigene Verpflegung
nehmen wollen. Falls sie alsdann den Sold noch weiter von
Tissaphernes zu beziehen wünschen, wird Tissaphernes ihn zahlen;
dann aber haben die Lakedämonier und ihre Bundesgenossen
ihm nach Beendigung des Krieges die erhaltene Summe zu
erstatten. Nach Ankunft der Flotte des Königs soll der Krieg
nach einem von Tissaphernes mit den Lakedämoniern und ihren
Bundesgenossen zu vereinbarenden Plane von der Flotte der
Lakedämonier und ihrer Bundesgenossen und der des Königs
einheitlich geführt werden. Wenn sie aber Frieden schließen
wollen, so soll dieser nur gemeinschaftlich geschlossen werden."
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.