die siebenundzwanzig Schiffe und die Bevollmächtigten der
Lakedämonier dort eingetroffen seien, und da es seiner Meinung
nach nun vor allein darauf ankam, die stattliche Flotte Herein
zugeleiten und die lakedämonischen Herren, die freilich ibm auf
den Dienst passen sollten, sicher herüberzuschaffeu, so gab er
Chios sogleich wieder auf und ging mit der Flotte nach Kaunos
unter Segel. Auf der Fahrt landete er bei dem meropishcen
Kos und ließ die Stadt, welche unbefestigt und durch ein Erd
beben so schwer, wie es dort seit Meuschengedenken nicht vor
gekommen, in Trümmer gelegt war, von Grund aus zerstören,
da die Bewobner sich in die Berge geflüchtet hatten. Darauf
durchstreifte er das platte Land und schleppte alles als Beute
weg, was ibm in die Hände fiel, bis auf die Freien, die er
laufen ließ. Von Kos kam er bei Nacht nach Knidos, wo er
sich durch die Vorstellungen der Einwohner genötigt sah, die
Mannschaft seiner Schiffe nicht an Land zu lassen, sondern
sich ohne weiteres gleich gegen die zwanzig athenischen Schiffe
zu wenden, mit denen Charminos, einer der Feldherren von
Samos, den vom Peloponnes kommenden siebenundzwanzig
Schiffen aufpaßte, denen Astyochos ja entgegenfuhr. In Samos
war nämlich bekannt geworden, das; die Schiffe von Melos
im Ansegeln waren, und Charminos paßte ihnen jetzt bei Sinne,
Chalke, Rhodos und in den lykischen Gewässern auf, da er
schon gehört hatte, daß sie augenblicklich in Kaunos wären.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.