so schnell sie konnten, mit den übrigen Schiffen fort, und
Gongylos, einer der korinthischen Befehlshaber, der zuletzt mit
nur einem Schiffe unter Segel gegangen war, kam zuerst,
kurz vor Gylippos, in Syrakus an. Grade bei seiner Ankunft
sollte dort in einer Volksversammlung darüber beraten werden,
wie der Krieg beizulegen sei. Er verhinderte daS und sprach
den Syrakusern Mut ein, indem er ihnen ankündigte, daß
noch mehr Schiffe nachkämen und auch Gylippos, Kleandridas'
Sohn, den ihnen die Lakedämonier als Feldherrn geschickt,
bald eintreffen würde. Nun faßten sie wieder Vertrauen zu
ihrer Sache und rückten sogleich mit dem ganzen Heere aus
der Stadt, um Gylippos entgegen zu ziehen. Denn inzwischen
hatten sie auch die Nachricht erhalten, daß er schon ganz in
der Nähe sei. Gylippos aber hatte, nachdem er unterwegs
die sikelische Festung Geta erobert, seine Truppen zum Gefecht
geordnet, Epipolai erreicht und; wie früher die Athener, bei
Euryelos die Höhe gewonnen und drang nunmehr mit den
Syrakusern gegen die Mauer der Athener vor. Er war grade
zu der Zeit angekommen, wo diese den Bau ihrer doppelten
Mauer nach dem großen Hafen auf einer Strecke von sieben
bis acht Stadien vollendet hatten, und nur an der Seeseite
ein kurzes Stück fehlte, woran sie noch arbeiteten. Für den
nach dem Hafen Trogylos auf der anderen Seite gerichteten
Teil ihrer Ringmauer waren die Steine meist schon herbei
geschafft und teils halb, teils auch schon ganz bearbeitet, dort
liegen geblieben. Die Sache stand also für die Syrakuser
bereits in hohem Grade bedenklich.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.