etwa hundert von Sikelern, Naxiern und anderen Orten ge
stellte Reiter bei ihnen ein; die Athener selbst hatten zwei
hundertfunfzig, für die sie Pferde teils von Egesta und Ka
tana erhalten, teils angekauft, im ganzen also jetzt sechs
hundert Reiter zur Stelle. Nun rückten sie, während sie in
Labdalon eine Besatzung ließen, gegen Syke vor, wo sie sich
festsetzten und sogleich damit begannen, eine Mauer rings
um die Stadt zu erbauen, und die Syrakuser sahen mit
Schrecken, wie schnell der Bau fortschritt. Um das zu ver
hindern, entschlossen sie sich zu einem Ausfall, um den Athenern
eine Schlacht zu liefern. Aber schon bald, nachdem sie an
einander geraten, sahen die Feldherren der Syrakuser, daß
ihre Reihen durchbrochen und nicht leicht wieder zu schließen
waren, und führten deshalb ihr Heer bis auf eine Anzahl
Reiter wieder in die Stadt zurück. Die blieben draußen und
suchten die Athener daran zu hindern, Steine zusammenzu
tragen und sich dazu einzeln weiter vom Heere zu entfernen.
Nun aber warf sich eine einzelne Abteilung des schweren
Fußvolks der Athener und ihre ganze Reiterei auf die syra
kusischen Reiter, schlug sie in die Flucht und machte eine
Anzahl nieder. Auch wegen dieses Reitergefechts errichteten
die Athener ein Siegeszeichen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
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