Athener die Reiter erhalten hätten und sich nunmehr zum
Angriff auf sie anschickten, meinten sie, wenn man die Athener
verhinderte, sich der unmittelbar über der Stadt belegenen
Höhe Epipolai zu bemächtigen, so würde die Stadt auch im
Fall einer Niederlage nicht so leicht durch eine Mauer einzu?
sperren sein, und beschlossen deshalb, die Zugänge dahin zu
besessen, damit die Feinde nicht unversehens hinauskommen
könnten; denn anderswo würde ihnen das nicht möglich sein.
DaS Gelände dort fällt nämlich sonst überall steil ab und
senkt sich nach der Stadt zu, so daß man von dort die ganze
Stadt übersieht, und eben weil es so viel höher liegt als die
ganze Umgebung, nennt man es in Syrakus Epipolai. Da
HermokrateS und seine Mitfeldherren den Oberbefehl inzwischen
bereits übernommen hatten, rückten sie bei Tagesanbruch mit
ihrem ganzen Heere auf die Weide am Flusse Anapos, wo sie
ihre Mannschaft musterten und zunächst sechshundert erlesene
Hopliten auswählten, um unter Befehl des Diomilos, eines
Flüchtlings auS Andros, Epipolai zu besetzen und auch, wo es
sonst etwa nötig wäre, allesamt schnell am Platze und bei der
Hand zu sein.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.