König Agis, folgendermaßen zu Werke zu gehen. Es ist eine
allgemeine Erscheinung, daß der rechte Flügel eines Heeres,
wenn es an den Feind kommt, sich verlängert, weil jeder aus
Furcht seine ungedeckte Seite möglichst unter den Schild seines
rechten Nebenmanns zu bringen sucht und um so sicherer zu
sein glaubt, je enger alle aneinander schließen. Den ersten An
laß dazu gibt der rechte Flügelmann im ersten Gliede, der
immer weiter nach rechts drängt, um seine ungedeckte Seite
vom Feinde abzukehren, und aus gleicher Furcht machen eS
die übrigen so wie er. Auch diesmal reichten die Mantineer
auf ihrem Flügel über die Skiriten weit hinaus, und die
Lakedämonier und Tegeer, um so zahlreicher ihr Heer war,
noch weiter über die Athener. Nun-fürchtete Agis,-Nein linker
Flügel könnte umfaßt werden, da die Mantineer nach seiner
Meinung allzu weit über ihn hinausreichten, und befahl des
halb den Skiriten und Brasidas-Leuten, sich aus ihrer bis
herigen Stellung weiter links bis auf gleiche Höhe mit den
Mantineern zu ziehen. Den Obersten Hipponoidas und Aristo
kles aber befahl er, zur Ausfüllung der dadurch entstan
denen Lücke mit zwei Lochen vom rechten Flügel dort einzu-
rücken, in der Meinung, sein rechter Flügel würde auch dann
noch stark genug bleiben, der linke aber den Mantineern gegen
über widerstandsfähiger werden.s
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
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