sollten einzeln, jeder so schnell wie möglich, die Höhe erklimmen,
auf deren Besetzung es nach seiner Ansicht hauptsächlich an
kam, und die Barbaren, die dort schon angelangt, wieder zu
vertreiben suchen, bevor sie zu seiner völligen Umzingelung
weitere Verstärkungen erhielten. Die gewannen auch die Höhe
und vertrieben die Feinde von dort, so daß das griechische
Heer seinen Marsch dahin nun leichter fortsetzen konnte. Denn
die Barbaren waren durch die auf der Höhe erlittene Nieder
lage in Schrecken versetzt und gaben es auf, sein Heer weiter
zu verfolgen, zumal sie glaubten, daß eS schon an die Grenze
gelangt und glücklich durchgekommen sei. Nachdem Brasidas
sich der Höhen bemächtigt, setzte er seinen Marsch fort, ohne
weiter belästigt zu werden, und kam noch an demselben Tage
nach Arnissa, den ersten Ort im Reiche des Perdikkas. Wenn
aber seinen über den verfrühten Abzug der Makedonier er
bitterten Leuten deren Ochsengespanne in den Weg kamen oder
ihnen Gepäck in die Hände fiel, das sie weggeworfen hatten,
wie das ja auf einem gefährlichen nächtlichen Rückzüge natür
lich nicht ausbleibt, so spannten sie die Tiere aus und schlugen
sie tot oder eigneten sich die Sachen an. Seitdem erst be
trachtete Perdikkas Brasidas als seinen Feind und warf auf
die Peloponnesier einen Haß, der seinen wahren Gefühlen gegen
die Athener keineswegs entsprach, suchte sich auch gegen seine
dringenden Interessen so schnell wie möglich mit den Athenern
zu stellen und von den Peloponnesiern loszumachen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.