das chalkidische Torone, daS von den Athenern besetzt war.
Ein paar Einwohner hatten ihn dazu eingeladen und sich er
boten, ihm die Stadt in die Hände zu spielen. Er traf noch
bei Nacht kurz vor Tagesanbruch ein und ließ sein Heer bei
dem etwa drei Stadien von der Stadt entfernten Dioskuren
tempel haltmachen, ohne daß die übrige Einwohnerschaft oder
die athenische Besatzung etwas davon merkte. Von den Ver
rätern aber, welche wußten, daß er kommen würde, waren
einige hinausgezogen, um ihn zu erwarten, und als sie sahen,
daß er da war, nahmen sie sieben seiner Leute, die nur mit
Dolchen bewaffnet waren, mit in die Stadt. Ursprünglich
sollten es zwanzig sein, aber nur die sieben hatten sich nicht
gefürchtet, mit hineinzugehen. Ihr Anführer war Lysistratos
aus Olynth. Durch eine Mauerlücke an der Seeseite gelangten
sie hinein und hinauf bis an den höchsten Punkt der an einem
Hügel gelegenen Stadt, ohne von der hier Wache haltenden
Mannschaft bemerkt zu werden, stachen diese nieder und sprengten
die kanastraiische Mauerpforte.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
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