Menge um, zumal die Einwohnerschaft nur zum kleinsten Teil
aus Athenern und in der Hauptsache aus einem bunten Völker
gemisch bestand. Zudem wohnten in der Stadt zahlreiche An
gehörige der draußen in Gefangenschaft Geratenen. Auch hielt
man das Angebot im Vergleich mit dem, was man befürchtet
hatte, immer noch für billig genug; die Athener waren froh,
fortzukommen, überzeugt, daß sie dabei immer noch am besten
fahren und auf Hilfe von auswärts so bald nicht würden
rechnen können, die anderen, daß sie wie bisher im Besitz ihrer
Rechte bleiben sollten und sich unverhofft aller Gefahr über
hoben sahen. So traten denn die Anhänger des Brasidas, als
sie merkten, daß die Menge anderes Sinnes geworden war
und aus den athenischen Feldherrn in der Stadt nicht mehr
hören wollten, nunmehr ganz offen für die Sache ein. Der
Vertrag wurde dann auch abgeschlossen und Brasidas auf seine
Bedingungen eingelassen. Auf diese Weise wurde ihm die
Stadt überliefert. Thukydides aber kam noch an demselben
Abend mit seinen Schiffen in Eion an. Brasidas hatte Amphi
polis schon im Besitz, und nur eine Nacht noch, so hätte er
auch Eion genommen; denn wären die Schiffe nicht so schnell
zur Stelle gewesen, so hätte er es bei Tagesanbruch in
Händen gehabt.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
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