legte er bei Notion an, der Hafenstadt von Kolophon, wo sich
Kolophoner aus der oberen Stadt angesiedelt hatten, als diese
von Itamenes und den Persern erobert worden war, welche
eine Partei in der Stadt bei einem Aufstande gerufen hatte.
Erobert war sie etwa um die Zeit, als die Peloponnesier zum
zweitenmal nach Attika einfielen. In Notion aber waren die
Ansiedler unter sich von neuem in Streit geraten. Die einen,
die sich von Piffuthnes arkadische und barbarische Söldner er
beten hatten, behaupteten einen festungsartig abgeschlossenen
Stadtteil und bildeten im Verein mit einer Anzahl persisch
gesinnter Kolophoner aus der oberen Stadt einstweilen die
Stadtgemeinde; die anderen, die das Feld geräumt hatten und
aus der Stadt geflohen waren, riefen Paches zu Hilfe. Paches
lud Hippias, den Hauptmann der Arkadier in der Feste, zu
einer Unterredung ein und versprach, falls sie nicht einig werden
würden, werde er ihn gesund und unversehrt in die Feste
zurückbringen lassen. Der kam auch heraus; Paches aber ließ
ihn festhalten und ganz unvermutet plötzlich einen Sturm auf
die Feste unternehmen, wodurch sie in seine Hände fiel. Die
Arkadier und Barbaren drin ließ er niedermachen, hinterher
auch Hippias, wie er versprochen, wieder hineinbringen, aber
als er drin war, verhaften und erschießen. Den Kolophonern,
soweit sie es nicht mit den Persern gehalten, räumte er Notion
wieder ein. Später schickten die Athener Bevollmächtigte nach
Notion und ließen die Stadt nach athenischen Gesetzen ein
richten und die in vershciedene Städte zerstreuten Kolophoner
dahin zusammeWehen.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.