den Befehlshaber ihrer Flotte, mit zweiundvierzig Schiffen
nach Mytilene; gleichzeitig fielen sie und ihre Bundesgenossen
nach Attika ein, um die Athener von zwei Seiten zu beschäf
tigen und an der Verfolgung der nach Mytilene gehenden
Schiffe zu hindern. Den Oberbefehl führte diesmal Kleomenes
an Stelle des noch unmündigen Königs Pausanias, Pleisto
anax' Sohn, dessen Oheim er war. Sie verwüsteten Attika
überall, wo in den früher verheerten Gegenden wieder was
gewachsen, oder wo es bei den vorigen Einfällen verschont
geblieben war, und dieser Einfall wurde nächst dem zweiten
der schlimmste für die Athener. Denn die Feinde, die immer
auf Nachricht von Mytilene warteten, ob ihre Schiffe dort
glücklich angekommen, durchstreiften mittlerweile das ganze Land
und verheerten es weit und breit. Als sie aber immer ver
gebens warteten und die Lebensmittel ihnen ausgingen, zogen
sie wieder ab, ein jeder in seine Heimat.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.