anbruch in eine Stellung bei der sogenannten Metropolis und
bezogen dort ein Lager. Nicht lange nachher trafen die den
Argeiern zu Hilfe kommenden Athener auf den zwanzig Schiffen
im Amprakischen Meerbusen ein, und auch Demosthenes erschien
mit zweihundert messenischen Hopliten und sechzig athenischen
Bogenschützen; die Schiffe gingen der Anhöhe von Olpai gegen
über vor Anker. Die Akarnanier aber und eine, wenn auch
geringe Anzahl Amphilochier - denn die meisten waren durch
die Amprakier festgenagelt -, die sich bereits bei Argos ver
einigt hatten, richteten sich auf eine Schlacht mit ihren Gegnern
ein und wählten Demosthenes neben ihren eigenen Führern
zum Oberfeldherrn des gesamten Bundesheeres, der damit nun
in die Nähe von Olpai rückte und hier ein Lager bezog. Beide
Heere waren durch die Schlucht eines Gießbachs voneinander
getrennt. Fünf Tage tsanden sie unbeweglich einander gegen
über; am sechsten aber ordneten beide sich zur Schlacht. De
motshenes, der bei der größeren Zahl und der überragenden
Stellung der Peloponnesier eine Umfassung fürchtete, legte
Hopliten und Leichtbewaffnete, zusammen gegen vierhundert
Mann, in einem durch dichtes Buschwerk verdeckten Hohlweg
in den Hinterhalt, um dem feindlichen Truppenteil, der ihn in
der Schlacht etwa überflügeln wollte, von dort in den Rücken
zu fallen. Als beide fertig waren, begann die Schlacht. Demo
sthenes mit den Messeniern und den wenigen Athenern hatte
deq rechten Flügel; den anderen bildeten die landsmannschaft
lich geordneten Akarnanier und die im Heere befindlichen amphi
lochischen Speerschützen. Die Peloponnesier und Amprakier
standen durcheinander bis auf die Mantineer, welche alle zu
sammen auf dem linken Flügel standen; den äußersten linken
Flügel aber bildete Eurylochos selbst mit seinen Leuten, Demo
sthenes und den Messeniern gegenüber.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.