übriges Heer geschlagen sah, war anfangs zweifelhaft, wohin
er sich wenden sollte, um sich aus der Gefahr zu ziehen, ob
nach Olynth oder nach Potidäa, entschloß sich dann aber,
seine Truppen möglichst eng zusammenzuziehen und sich mit
ihnen im Sturmschritt nach Potidäa durchzuschlagen. Auch
gelang es ihm, vom Hasendamme her durchs Wasser um die
Stadt herumzukommen und, wenn auch beschossen und nur
mit Mühe und nicht ganz ohne Verluste, das meiste in Sicher
heit zu bringen. Die Truppen, welche von Olynth Potidäa,
das etwa sechzig Stadien von Olynth entfernt und von dort
sichtbar ist, zu Hilfe kommen sollten, setzten sich, als die Schlacht
begann und die Signale hochgingen, eine kurze Strecke weit
in Marsch, um in den Kampf einzugreifen, und um sie daran
zu hindern, ritten die makedonishcen Reiter gegen sie auf.
Als sich jedoch der Sieg so bald für die Athener entschied
und die Signale verschwanden, zogen sie sich in die Stadt,
die Makedonier aber auf die Athener zurück, so daß die Reiterei
von keiner Seite ins Gefecht kam. Nach der Schlacht errich
teten die Athener ein Siegeszeichen und gewährten den Poti
däern zur Bestattung ihrer Toten einen Waffenstillstand. Ge
blieben waren auf seiten der Potidäer und ihrer Bundes
genossen nicht ganz dreihundert, auf seiten der Athener hundert
funfzig Bürger, darunter auch Kallias, ihr Feldherr.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
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