fühlen, setzten ein paar Leute in ein Boot und schickten sie,
ohne Heroldsstab, an sie ab mit dem Auftrage, ihnen folgendes
zu sagen: „Das ist unrecht von euch, Athener; ihr fangt
Krieg an und brecht den Frieden. Wir wollen unsere Feinde
züchtigen, und ihr tretet uns dabei mit Waffengewalt in den
Weg. Wollt ihr wirklich den Frieden brechen und uns hindern,
nach Kerkyra oder nach Belieben sonst wohin zu fahren, so
greift uns nur hier gleich an und behandelt uns als Feinde."
Die Leute richteten denn auch ihren Auftrag aus. Die Kerkyräer
auf der Flotte aber, die das mit angehört, schrien gleich, man
sollte sie greifen und totschlagen. Die Athener aber erwiderten
ihnen: „Wir fangen keinen Krieg an, Peloponnesier, und
wollen den Frieden nicht brechen. Wir kommen nur den Ker
kyräer«, unseren Bundesgenossen, zu Hilfe. Wollt ihr also
sonst wohin fahren, so haben wir nichts dagegen. Einen An 1
griff auf Kerkyra aber oder eine seiner Besitzungen werden
wir nach Kräften zu verhindern wissen."
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.