bei den Griechen um die Seefahrt. Immerhin sind alle, die
sich darauf legten, durch Erwerbung von Reichtümern und
Ausdehnung ihrer Herrschaft beträchtlich vorangekommen; denn
mit Hilfe ihrer Flotten unterwarfen sie sich die Inseln, nament
lich wenn ihnen ihr eigenes Gebiet nicht genügte. Zu Lande
aber ist es niemals zu einem Kriege gekommen, durch den die
Machtverhältnisse auch nur einigermaßen verrückt worden wären.
Freilich führte man auch zu Lande Kriege genug, aber immer
nur Grenzkriege gegen seine Nachbarn. Auf auswärtige Unter
nehmungen aber, um in fernen Ländern Eroberungen zu machen,
ließ man sich in Griechenland nicht ein. Abhängige Bundes
genossen, deren Kräfte man dazu hätte aufbieten können, hatten
auch die größeren Staaten noch nicht, und ebensowenig dachten
diese daran, sich auf gleichem Fuße zu gemeinsamen Unter
nehmungen zu verbinden. Man führte wohl Krieg, aber jeder
nur auf eigene Hand mit seinen Nachbarn. Nur etwa in
dem Kriege zwischen Chalkis und Eretria haben die übrigen
Griechen schon in alter Zeit mal Partei ergriffen und sich am
Kampfe beteiligt.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Theodor Braun (Translator). Leipzig. 1917.
Sponsored by University of Leipzig.
Funding provided by European Social Fund Saxony.