oligarchifche Verfassung sehr unwillig an; aber von Peisandros auf
einleuchtende Weisebelehrt/daß, kein anderer Weg zur Rettung vorhanden
sei, fügte es sich'schließlich, theils aus Furcht, theils in der Hoffnung,
daß doch wieder einmal ein Umschwung eintreten werde. Sie
beschlossen demnach: Peisandros und zehn Andere mit ihm
sollten.abreisen und mit Tissaphernesund Alkibiades die Unterhandlungen
anknüpfen, wie sie eS eben für'S Beste hielten. Da aber Peisandros auch
den Phryntchos in ein schlechtes Licht gestellt hatte, so enthob das
Volk zugleich auch diesen und seinen Mitfeldberrn'Skironides des
Kommando's und schickte an' ihrer 'Statt, den Diomedon und Leon
als Führer zu der Flotte. Den Phrynichos hatte nämlich Peisandros
verläumdet, Jasos und den Amorges verrathen zu haben 4°); denn er 1 2 3
war überzeugt, daß derselbe sich bei den Unterhandlungen mit
Alkibiades gewiß nicht gefügig zeigen werde. Auch besuchte Peisandros
sämmtliche geheimeKlubs^')/ welche früher in der Stadt zu dem Zwecke
bestanden, um aus. Rechtssachen und die Aemterwahlem Einfluß zu
üben,' und forderte sie auf/ ihre Kräfte zu vereinen-und gemeinsam
den Sturz der Volksregierung herbeizuführen: ' Auch trittUebrigen
traf er zu diesen Zwecken alle Vorkehrungen, so daß sofort .zur That
geschritten werden konnte, und trat dann mit den zehn Männern-die
Seereise zum Tissaphernes an. ? ?! '> <
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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