und dazu ein sechstes aus Megara und ein HermionischeS zu den
Lakonischen, die er selbst mitgebracht hatte, und fuhr nach Milet ab, um
daselbst das Flottenkommando zu übernehmen, indem er gegen die
Chier viele Drohungen auSstieß, daß er ihnen, gewiß, nicht helfen
werde, wenn sie ihn einmalbrauchten. BeimIorgebirge Korykos aus
dem Gebiet von Erythrä ging er an's^Land, um da die Nacht
zuzubringen. Die Athener von Samos aber, welche auf der Fahrt gegen
ChioS begriffen waren, gingen mit ihrer Macht auf der andern Seite
vor Anker, so daß nur der Berg zwischen ihnen lag. Sie merkten
aber gegenseitig Nichts von einander. Als nun bei Anbruch der Nacht
von Pedaritos ein Schreiben kam, daß kriegsgefangene erythräische
Männer von Samos nach Erythrä zurückgekommen seien, von den 1 2
Athenern zu dem Zweck abgeschickt, ihnen ihre Vaterstadt durch Ver 3
rath in die Hände zu liefern, so ging Astyochos sogleich wieder unter
Segel nach Erythrä, und es fehlte nur wenig, so wäre er aus die
Athener gestoßen. ES kam nun auch Pedaritos von Chios zu ihm
herüber gefahren, und sie untersuchten die Sache wegen des
angeblichen VerrathS, fanden aber, daß die Männer daS Alles nur zum
listigen Vorwand genommen hatten, um nur von Samos
wegzukommen, und so sprachen sie dieselben von dem Verdacht frei und fuhren
wieder ab, der Eine nach Chios zurück, der Andere nach Milet, wie er
beabsichtigt hatte.
History of the Peloponnesian War. Thucydides. Adolf Wahrmund (Translator). Stuttgart. 1864.
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